Vorstandswahlen beim Verein "Gegenwind Bad Orb"

Bad Orb
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Der Verein Gegenwind Bad Orb e. V. lädt zur Jahreshauptversammlung am Freitag, den 12. April 2019 um 19:30 Uhr in das Alfons-Lins-Haus, Pfarrgasse in Bad Orb ein.

In diesem Jahr stehen neben den satzungsgemäßen Punkten der Mitgliederversammlung Vorstandswahlen an. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden über die Aktivitäten des Vereins aus 2018 berichten als auch einen Ausblick auf die Aufgaben und Herausforderungen geben.

"Im Main-Kinzig-Kreis befindet sich bereits jetzt fast die Hälfte aller in Betrieb befindlichen, genehmigten oder beantragten Windkraftanlagen im Regierungsbezirk Darmstadt. Derzeit sind in den beiden Altkreisen Gelnhausen und Schlüchtern schon ca. ein Prozent der Fläche mit Windkraftanlagen belegt. Zusätzlich sind laut Entwurf des Teilplans Erneuerbare Energien  weitere 47 Windvorranggebiete mit ca. 4200 Hektar Land geplant. Das bedeutet, dass zusätzlich vier Prozent der beiden Altkreise für Windvorrangflächen verwendet werden sollen. Zusammen also rund fünf Prozent. Die Altkreise Gelnhausen und Schlüchtern tragen in Südhessen die mit Abstand höchste Bürde bezüglich des politischen Zieles, zwei Prozent der Landesfläche für WKA bereit zu stellen. Auf der Gemarkung Bad Orb und im Naturpark Spessart stehen zum Glück derzeit noch keine dieser zwischenzeitlich bis 240 m hohen Industriegiganten. Jedoch sind sechs WKA auf dem Rosskopf in Flörsbachtal genehmigt. Die Stadtverordnetenversammlung Bad Orb lehnt den Bau von Windkraftanlagen ab. Die Bürgermeister von Bad Orb, Bad Soden-Salmünster und Steinau fordern, dass der Naturpark Spessart frei von Windkraftanlagen bleibt. Der Landrat  des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz legte gemeinsam mit 16 Bürgermeistern gegen die drastisch einseitige Überbeanspruchung des Main-Kinzig-Kreises beim Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir Einspruch ein. Damit kommen aus der lokalen Politik erstmals positive Signale zur Verhinderung einer sinnlosen Zerstörung unserer Heimat. Falls von der Regionalversammlung demnächst der o.g. Planentwurf genehmigt würde, entsteht trotz der ermutigenden politischen Signale aus dem Main-Kinzig-Kreis ein erheblicher Druck zum Bau der Wind-Industrieanlagen. Große Waldflächen gehören dem Land Hessen und werden von Hessenforst verwaltet. Der grüne Koalitionspartner in Wiesbaden gemeinsam mit dem grün geführten Regierungspräsidium werden alle Hebel in Bewegung setzen, unsere noch naturbelassenen Wälder zur Industrielandschaft umzubauen.Wirksamer Widerstand entsteht nur aus der Bürgerschaft vor Ort. Wir bitten deshalb alle  Vereinsmitglieder die Jahreshauptversammlung zu besuchen. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Eine starke Beteiligung demonstriert den Willen Vieler, dass wir keine Windkraftgiganten in unserer Heimat wollen", teilt der Verein vorab mit.

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