CDU fordert Maßnahmenpaket der Kur GmbH ein

Bad Orb
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Mit Unverständnis hat die CDU Fraktion Bad Orb die Äußerung des Geschäftsführers der Bad Orber Kur GmbH zur Kenntnis genommen, dass er bei den Auswirkungen der Corona-Krise „nur blöde zugucken“ könne.

Diese Aussage ist nach Auffassung der CDU-Vertreter im Aufsichtsrat der Kur GmbH, Michael Kertel, Tobias Weisbecker und Alfred Palige, völlig inakzeptabel. Im Zuge der Corona-Krise sind auch die Bad Orber Betriebe betroffen und erleiden mitunter große Umsatzeinbrüche, die in weiten Teilen zu Existenzsorgen führen.

„Es ist unseres Erachtens die vorrangige Aufgabe der Stadt Bad Orb und in erster Linie der Bad Orb Kur GmbH sich diesen Herausforderungen der Unternehmen zuzuwenden und sich an der Seite der vielen Betriebe, insbesondere im Einzelhandel, in der Gastronomie, in der Hotelerie aber auch im Gesundheitssektor und in anderen Bereiche zu engagieren. Dazu zählt als erstes die Kontaktaufnahme mit den Betrieben, die Erhebung des Umfangs und der Art der betriebsinternen Herausforderungen und im zweiten Schritt die Kontaktherstellung und -vermittlung zu entsprechenden Dienstleistern, Behörden und Institutionen, wie den Banken, wie der WIBank und der KfW, der Hessischen Landesregierung, dem Regierungspräsidium Kassel usw…“, so Kertel, Weisbecker und Palige.

Wahrscheinlich werden nach Einschätzung der Christdemokraten im Zuge dieser ersten Erhebung und Vermittlung unterstützende Gespräche von Seiten der Kur GmbH notwendig werden. Auch diese müssten von Seiten der Kur GmbH erbracht werden. Das Hotel an der Therme mit der angeschlossenen Therme spiele hierbei eine besondere Rolle, auch da sich die Immobilien im Eigentum der Kur GmbH Bad Orb befänden. Die CDU-Politiker betonen, dass diese Maßnahmen von Seiten der Kur GmbH nur im Einverständnis mit den Betrieben möglich seien, Eine weitere Aufgabe der Kur GmbH sei es anlässlich der Krise weitere Modelle zu entwickeln, mit denen den Unternehmen geholfen werden könne. Auch Konzepte für die Zeit nach der Krise fehlten völlig und müssten konzipiert werden.

Kertel, Weisbecker und Palige stellen fest: „Dies alles findet leider nicht statt. Auch ist es mehr als befremdlich, dass der Geschäftsführer der Kur GmbH via Presse verlautet hat, nur "zugucken zu können". Diese Aussage sendet ein völlig falsches Signal an die Betroffenen in der aktuellen Krise. Die drei Aufsichtsräte fordern daher, die Gespräche mit den Bad Orber Unternehmen zur führen und eine sachdienliche Zusammenarbeit und Unterstützung anzubieten, damit den Bad Orber Betrieben in der Krisenzeit schnellstmöglich und bestmöglich geholfen werden kann. Der Geschäftsführer soll hierbei dem Magistrat und den Aufsichtsratsmitgliedern wöchentlich einen Arbeits- und Statusbericht vorlegen.

„Transparenz und eine solide, seriöse Betrachtung der Auswirkungen der Krise sind unseres Erachtens ebenso unerlässlich, wie eine Erarbeitung der Pandemie angepassten Konzepte und die Erarbeitung neuer Konzepte für die Zeit nach der Pandemie. Dies sollte im Einvernehmen und unter Beteiligung der Gesellschafter der Bad Orb Marketing GmbH erfolgen. Die Auswirkungen der Krise auf die Stadt Bad Orb und die Unternehmen besorgt uns sehr. Insofern erwarten wir eine umgehende Umsetzung dieser notwendigen Maßnahmen. Notfalls muss hier der Magistrat als Gesellschafterversammlung der Kur GmbH eingreifen, falls die Geschäftsführung nicht handelt“, so Kertel, Weisbecker und Palige abschließend.

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