Während diese seine "Gutmenschtaten" aufzähle, könnten die Grünen nur schmunzeln. Das Thema „Lebendige Zentren“ sei anfänglich nämlich eine Vorlage der Stadt, sprich vom amtierenden Bürgermeister, Roland Weiß, gewesen, welcher im Jahr 2018 den Bewilligungsbescheid erhielt. Weitere Vorlagen zu diesem Thema seien geschoben, ewig beraten und irgendwann beschlossen worden.
"Viele werden sich an die Neugestaltung des Salinenplatzes noch erinnern können. Nach fast 2 ½ Jahren haben nun die Arbeiten begonnen. Insbesondere kann man nur den Kopf schütteln, wenn es um die Finanzierung der Kitas geht,“ so Ralf Meinerzag, Bürgermeisterkandidat der B90/ Die Grünen. „Denn durch das Schieben, Diskutieren und nicht beschließen sind 3 Millionen an Fördermittel im letzten Jahr einfach mal verloren gegangen.“ Und Philip Schinkel vom Vorstand der Grünen merkt an: "Auch die Aussagen zur Waldkita sind mehr als an den Haaren herbeigezogen, denn alle Stadtverordneten stimmten diesem Antrag zu. Es war vor allem aber nicht die alleinige Arbeit der CDU.“
Und ob der Wildpark in die Obhut der Stadt zurückkehre, sei bei Weitem nicht beschlossen. Es liege nämlich ein Konzept eines Investors für einen Erlebnispark vor, das noch beraten werden müsse. Spannend empfinden die Grünen die Aussage, dass die Steigerung des Sicherheitsempfindens der BürgerInnen durch die Wiedereinführung des Freiwilligen Polizeidienstes beschlossen wurde. „Wir haben diesen Punkt im Wahlprogramm der CDU vor der Kommunalwahl gefunden, was aber nicht damit gleichzusetzen ist, dass es auch so bereits debattiert und beschlossen wurde“, erklärt Beate Boege-Sonnek ebenso Vorstand vom Grünen Ortsverband.
Umso erstaunlicher sei das Beispiel der Übertragung der Stadtverordnetenversammlungen im Internet. Dieses sei ein gemeinsamer Antrag unter Führung von Philip Schinkel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender des B90/ Die Grünen, gewesen. „Zusammenfassend wurden Förderungen verschleudert, Sachverhalte geschoben oder gar falsch dargelegt. Ob das Schmücken mit fremden Federn erfolgversprechend ist, werden die BürgerInnen entscheiden. Und deswegen raten wir sich intensiv mit den Wahlprogrammen auseinanderzusetzen und vor allem auch abzuschätzen, was die letzten Jahre wirklich passiert ist“, so Ralf Meinerzag. Beate Boege-Sonnek fügt ergänzend hinzu: „Früher reichte es nicht sich um das Bürgermeisteramt zu bewerben, wenn man als einziges auf eine 30-jährige erfolglose Bilanz und eine Mehrheit im Parlament hingewiesen hat. Nein, eine entsprechende berufliche Qualifikation war ebenso von Nöten!“
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