Vortrag: Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Landschaft und Natur

Bad Orb
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"Geht es nach den zukünftigen Regierungsparteien, soll die Windkraft zukünftig das Rückgrat der Energieversorgung in Deutschland bilden", so der Verein "Gegenwind Bad Orb" in einer Pressemitteilung.



"Bundesweit sind zwei Prozent der Flächen für den Bau von Windkraftanlagen reserviert. Da in Städten und auf Flughäfen und Straßen keine Windkraftanlagen gebaut werden können, konzentrieren sie sich in Hessen auf den bewaldeten Höhenzügen. Welche Auswirkungen hat das auf die hier lebenden Menschen sowie auf Landschaft und Natur? Johannes Bradtka wird in seinem Vortrag sich besonders mit den Konsequenzen für Natur und Landschaft beschäftigen", lädt Gegenwind Bad Orb e.V., anerkannte Umweltvereinigung. hierzu ein am Freitag, 12. November 2021, um 19:30 Uhr in das Haus des Gastes in Bad Orb.

Diplom-Forstwirt Johannes Bradtka ist Vorsitzender des Vereins Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. "Er und der Verein setzen sich für den Erhalt und die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft ein. Die Naturlandschaften und die historisch gewachsenen Kulturlandschaften sollen mit ihrer Artenvielfalt sowie den Kultur- Bau- und Bodendenkmälern vor Verunstaltung, Zersiedelung und sonstigen Beeinträchtigungen bewahrt werden. Die Auswüchse der Energiewende werden kritisiert. Windparks, ausgedehnte Photovoltaik-Felder wo bisher Nahrungsmittel angebaut wurden und der flächige Maisanbau für Biogasanlagen machen aus Kultur- und Waldlandschaften naturferne Energie-Industriegebiete. Sie beeinträchtigen deren Ästhetik und schädigen die biologische Vielfalt. Zusammenhängende Waldgebiete sollen in ihrer Größe, Geschlossenheit und mit ihrem charakteristischen Landschaftsbild bewahrt werden. Weitere Fragmentierungen, insbesondere die Zerschneidung durch den Bau von Windparks in Wäldern, sind nicht hinzunehmen", heißt es in der Ankündigung.

"Der östliche Main-Kinzig-Kreis ist bereits jetzt ein Hotspot an Windkraftanlagen. Fast 50 Prozent aller in Südhessen genehmigten, im Betrieb oder im Bau befindlichen Anlagen sind hier konzentriert. Und es geht weiter. Bei Alsberg, Stadtteil von Bad Soden-Salmünster und Seidenroth, Stadtteil von Steinau, bietet Hessenforst zwei Flächen mit insgesamt 170 ha Investoren zum Bau von Windrädern an. Im Naturpark Spessart könnten noch rund 230 Windradgiganten entstehen. Allein im ca. 9000 Hektar großen, gemeindefreien Gutsbezirk Spessart sind 10 Prozent (siehe oben, Politiker sprechen immer von 2 Prozent) der Fläche als Windvorrangflächen ausgewiesen. Laut Schutzgemeinschaft Deutscher Wald werden für Bau und Wegebau rund 1,15 Hektar pro Anlage versiegelt. Damit man sich davon eine Vorstellung machen kann: nur im Gutsbezirk Spessart könnten mehr als hundert Fußballfelder rund um Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Steinau und Jossgrund zur Versiegelung für Windkraftanlagen freigegeben werden. Intakte Waldbestände werden angeschnitten, stabile Waldinnenränder verletzt und die dahinterliegenden schwächeren Bäume der Zerstörung durch Starkwind preisgegeben. Das Thema ist brisant, weil der einäugig auf Klimaschutz ausgerichtete Mainstream vergisst, dass der Schutz von Menschen, Natur und Landschaft für ein lebenswertes Leben mindestens genauso wichtig ist wie der alles dominierende Klimaschutz", hofft Gegenwind Bad Orb auf einen regen Besuch der Veranstaltung. Im Anschluss an den Vortrag können Fragen an den Referenten gestellt werden. Im Rahmen der aktuellen Corona-Regeln des Main-Kinzig-Kreises gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet).


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