"Gegenwind Bad Orb" widerspricht Energie-Stammtisch Freigericht

Bad Orb
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"Der Energie-Stammtisch Freigericht schreibt in der Presse, dass Naturschutzverbände auf die Notwendigkeit der Windenergie hingewiesen hätten", so der Verein "Gegenwind Bad Orb" in einer Pressemitteilung.

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"Wegen massiver Auseinandersetzungen innerhalb dieser Verbände zu Windkraftwerken haben sich jedoch viele starke Stimmen bereits vor Jahren verabschiedet. Beispielsweise war der zu früh verstorbene Enoch zu Gutenberg, Gründungsmitglied beim BUND, hat dessen Haltung zur Windkraft nicht mitgetragen und ist ausgetreten. Das gleiche gilt für Harry Neumann, der ersatzweise die deutschlandweit agierende Naturschutzinitiative gründete. Die Windkraft soll das Zugpferd der Energiewende sein. Das liest man tagtäglich in der Presse. Jedoch erklärt niemand, wo der Strombedarf, der in den nächsten Jahren exorbitant ansteigen wird, während der vielen und teilweise langanhaltenden Windflauten herkommt. Mit Speicher gleich welcher Art können die Lücken nicht geschlossen werden. Das bleibt auch so bei Vervielfachung der Windräder. Wenn wenig oder kein Wind weht, dann wird auch wenig oder kein Strom produziert. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stellte fest, dass durchschnittlich 1,15 Hektar Wald für Bau und Zuwegung einer Windkraftanlage zerstört wird. Über viele Jahre gewachsene standfeste Waldinnenränder werden aufgebrochen, die dahinterstehenden schwächeren Bäume sind schutzlos dem Starkwind ausgeliefert. Es wird von temporärer Rodung und Wiederaufforstung geschrieben. Der Förster und Buchautor Peter Wohlleben aus der Eifel sagte kürzlich in einer 'Hart, aber fair'-Sendung sinngemäß: Nur neue Bäume zu pflanzen, bringe nichts. Im Gegenteil: Eine frisch gepflanzte Aufforstung gast in den ersten Jahrzehnten mehr CO₂ aus dem Boden als sie aufnimmt. Bäume extra zu pflanzen, wäre daher reines Green-Washing. Er plädierte also dafür, vorhandene Wälder zu erhalten, nicht zu zerstören", so der Verein aus Bad Orb.

Der Energie-Stammtisch nenne zehn Gründe für die Windkraft, die "Gegenwind Bad Orb" nachfolgend kommentiert:
1. „Kostenloser Rohstoff“: - "Ja, aber der muss zu Strom veredelt werden und neue Netze gebaut werden. Wir haben weltweit die höchsten Strompreise."
2. „Unendliche Energie“: - "Die wissenschaftlich nachgewiesene Abbremsung des Windes durch intensive Windnutzung führt zu reduzierten Strom-Erträgen und zu lokaler Klimaerwärmung(!) und Minderung von Niederschlägen. Wind liefert eben keine 'unendliche Energie'."
3. „Effiziente heimische Energieerzeugung“: - "Ja, wenn der Wind weht. Windräder haben nur eine Auslastung von 20 Prozent. Wie werden jedoch die heimischen Industrien, Gewerbe und Haushalte bei Windstille mit Strom versorgt? Eine Grundlastversorgung ist unumgänglich, in Deutschland zukünftig wohl mit Gaskraftwerken sowie Kohle- und Atomstrom aus dem Ausland."
4. „Ein Windrad versorgt 4000 Haushalte.“ - "Ja, wenn Wind weht, nein bei Windflaute."
5. „Wertschöpfung in der Region und in Deutschland“: - "Bei den Anlagen an den Vier Fichten bei Wächtersbach stand auf Bauteilen der Türme 'Made in China', die Maschinenhäuser kamen aus Dänemark, die Fahrer waren mit Deutsch oder Englisch nicht ansprechbar. Bei den sieben Anlagen im Spessart kam die Haupt-Montagefirma aus Österreich."
6. „Windkraftanlagen sichern Gemeinden ein dauerhaftes Einkommen“: - "Nur wenn der Grund und Boden der Gemeinde gehört, wie im Freigericht, erhält sie Pacht. Gewerbesteuer kann sie erfahrungsgemäß nach frühestens 15 Jahren erwarten. Dafür reduzieren sich touristische Wertschöpfungen und die Haus- und Grundstückspreise fallen."
7. „Windkraftanlagen werden immer effizienter“: - "Stimmt, dafür sind die Anlagen rund 250 m hoch, domminieren das Landschaftsbild, werfen viele hundert Meter weit Schlagschatten, Schall und Infraschall stören rund 30 Prozent der betroffenen Anwohner."
8. „Sauberer Strom“: - "Ja, bezogen auf die Stromproduktion weitgehend ohne Kohlendioxid. Die rohstoffintensive Herstellung von Windrädern, die Umweltzerstörung bei der Gewinnung seltener Erden und der flächenverzehrende Aufbau wird verschwiegen."
9. „Effizienter Lebenszyklus (mindestens 20 Jahre) und umweltverträglicher Abbau“: - "Jede konventionelle Anlage hat mehr als die doppelte Betriebszeit. Hierdurch und durch die höhere Verfügbarkeit ist der Preis je erzeugte Kilowattstunde über die Lebensdauer gerechnet bei Windrädern sehr hoch. Bisher existieren noch keine Methoden die Rotorflügel wirtschaftlich und umweltverträglich zu entsorgen."
10: „Unabhängigkeit von Rohstoffen aus anderen Ländern“: - "Grundstoff für die Kunststoffe ist Öl. Zahlreiche „seltene Erden“, Kupfer und Aluminium werden verbaut. Nichts von dem wird in Deutschland abgebaut."

"Zusammenfassend stimmen wir dem Energie-Stammtisch zu, dass die Energiewende gelingen muss, unseren Kindern und Enkelkindern sind wir es schuldig. Gerade deshalb müssen wir realistisch bleiben, physikalische Gesetze beachten, die uns sagen, es wird mit dem „Zugpferd“ Windenergie nicht gelingen. Unsere Landschaft und Natur werden uns andere Wege danken", so der Verein aus Bad Orb abschließend in seiner Mitteilung.



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