Vortragsveranstaltung: „Energiepolitik kontrovers!"

Bad Orb

"Der Vorstand des Vereins Gegenwind Bad Orb wünscht nachträglich allen Lesern ein frohes, gesundes und friedliches Jahr 2025. Gleichzeitig laden wir zu einem Vortragsthema ein, welches wie kaum ein anderes immer noch moralisch aufgeladen ist und sich am wünschbaren und nicht am machbaren orientiert", heißt es in einer Pressemitteilung.

Stadt Schlüchtern

„Energiepolitik kontrovers!“: Vortragsveranstaltung am 27. Januar 2025, 19:30 Uhr, im Gartensaal der Konzerthalle Bad Orb

Und weiter: "Leider ist ein Ende der nichtdurchdachten deutschen Energiewende verbunden im Main-Kinzig-Kreis mit massiver Waldzerstörung, immer noch nicht in Sicht. Ørsted plant munter weiter, das Horstgebiet mit Windkraftwerken zu industriealisieren. Im  hessischen Spessart bei Alsberg, Seidenroth, Flörsbachtal, Jossgrund sind weitere Windkraftprojekte geplant und bereits genehmigt. Dem Wald zwischen Freigericht und Alzenau soll mit Windrädern seine Schönheit genommen werden. Der östliche Main-Kinzig-Kreis wird mehr und mehr der hessische Hotspot für die Windindustrie verbunden mit einer nie dagewesenen Landschaftsentfremdung. Die Zerstörung unserer Landschaft durch Windräder basiert auf einer falschen, durch Klima- und Parteiideologie getriebenen Energiepolitik. Wir bezahlen die höchsten Strompreise in Europa. Die Versorgungssicherheit ist nach Abschaltung vieler Grundlastkraftwerke zunehmend davon abhängig, dass bei Windflauten und fehlender Sonne aus dem Ausland Strom importiert werden muss. Bis zu einem Viertel des deutschen Strombedarfs! Diesen Strom müssen wir sehr teuer einkaufen. Andererseits verschenken wir Strom ins Ausland bei viel Sonne und Wind. Deutsche Unternehmen investieren u. a. dadurch lieber im  Ausland oder sie geben ihr Geschäft auf. Die Produktivität der deutschen Industrie sinkt, deutlich abzulesen am industriellen Stromverbrauch, der bereits um 1/3 gesunken ist. Es herrscht das Prinzip vor, Abbau gut funktionierender Kraftwerke ohne dass wettbewerbsfähiger Ersatz vorhanden ist. Keiner wird eine Brücke abreisen bevor die neue Brücke befahren werden kann. Auch der Main-Kinzig-Kreis ist betroffen. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Dr. Gunther Quidde wird in der Presse damit zitiert, dass wir mitten in der Deindustrialisierung des MKK seien.

Abschließend teilt der Verein mit: "Die vorgezogene Bundestagswahl wird nun zum Wegweiser in die Energiearmut Deutschlands oder in Richtung eines dringend notwendigen Umsteuerns dieser zerstörenden Energiewendepolitik. Leider ist den Parteiprogrammen der etablierten Parteien kein konsequentes Umdenken weg von grüner Klimaideologie zu entnehmen. Stattdessen soll der Ausbau der wetterabhängigen Stromerzeuger weiter vorangetrieben werden mit der zwangsläufigen Folge, dass einige 100 Milliarden Euro in den dafür notwendigen Ausbau der Stromnetze, vieler Gas-Backupkraftwerke, für Redispatchmaßnahmen und Subventionierung der Erneuerbaren (z. B. Phantomstrom = abgeschaltete Windräder, deren Betreiber trotzdem bezahlt werden) ausgegeben werden müssen. Die Feststellung des Bundesrechnungshofes ist uneingeschränkt richtig, wenn er anmahnt: 'Die Versorgungssicherheit ist gefährdet, der Strom ist teuer und Auswirkungen der Energiewende auf Landschaft, Natur und Umwelt kann die Bundesregierung nicht umfassend bewerten.' Diese Situation wollen wir näher erläutern. Am Montag, den 27. Januar 2025 findet eine Veranstaltung zum Thema „Energiepolitik kontrovers!“ statt. Unser Vorstandsmitglied Bernhard Acker berichtet über energetische Effizienzmaßnahmen in Bad Orb. Im Hauptvortrag wird der Klimaökonom Prof. Dr. Joachim Weimann im Vortrag: „Energiepolitik: Teuer, aber wirkungslos – Opportunismus in Industrie und Wissenschaft, Ignoranz von Politikern“ das Desaster der deutschen Energiepolitik näher beleuchten. Joachim Weimann ist emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Umweltökonomik und Wirtschaftspolitik. Wir laden alle Bürger zu dieser Veranstaltung herzlich ein."

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