Die Kurstadt Bad Orb ist aktuell Gegenstand der nationalen und internationalen Berichterstattung. Aufgrund der hohen Resonanz auf die Anzeigenkampagne und des steigenden Interesses am Konzept CURA SILVA wurde am Donnerstag eine Pressekonferenz abgehalten. Bürgermeister Tobias Weisbecker (CDU), die Waldexpertin Dr. Gisela Immich und ALEA-Initiator Henning Strauss stellten sich den Fragen regionaler und nationaler Pressevertreter sowie bedeutender Fernsehanstalten wie dem HR, Sat.1 und RTL. In der Pressekonferenz richtete Henning Strauss erneut einen deutlichen Appell an den dänischen Windkonzern Ørsted.
Mit einer breit angelegten, nationalen und internationalen Anzeigenkampagne hat Bad Orb eine öffentliche Debatte angestoßen. Im Mittelpunkt steht ein offener Brief, der den Wind-Investor Ørsted dazu auffordert, das geplante Windkraftvorhaben am Horstberg bis spätestens Ende des ersten Quartals 2025 aufzugeben. Hierfür richtet Henning Strauss erneut einen deutlichen Appell an Ørsted: „Auch Ørsted hat ein Markenverständnis und tut in der eigenen Markenpflege gut daran, auf die Belange der betroffenen Städte und Gemeinden Rücksicht zu nehmen“, sagt Henning Strauss, der 2023 als Brand Manager of the Year ausgezeichnet wurde. Des Weiteren erklärt Strauss, warum sich der offene Brief an Ørsted richtet: „Die Entscheidungswege der privaten Wirtschaft sind schneller als die in der Politik. Daher haben wir ganz bewusst den Appell an den Pächter Ørsted gerichtet.“
"Die Resonanz auf die Kampagne ist riesig und zeigt das wachsende Interesse an der Zukunftsvision der Kurstadt. Im Rahmen der Pressekonferenz haben Tobias Weisbecker, Dr. Gisela Immich und Henning Strauss weitere Pläne für das internationale Zentrum für Waldtherapie sowie das Symposium der Waldtherapie, das vom 01. – 03. Mai in Bad Orb stattfindet, vorgestellt. Wir haben mit den Planungen für den Kur- und Heilwald begonnen und fordern Ørsted erneut auf, das Windkraftvorhaben bis Ende des ersten Quartals 2025 aufzugeben“, bekräftigt Strauss erneut das im offenen Brief gesetzte Ultimatum an Ørsted.
Beim Symposium der Waldtherapie (01. – 03. Mai 2025) präsentieren internationale Experten ihre Erkenntnisse zu unterschiedlichen Aspekten der naturbasierten Therapie. Von Waldbaden zur Waldtherapie bis hin zur therapeutischen Ornithologie werden dem Publikum spannende Themen vorgestellt, die in das neue Kurortkonzept von Bad Orb integriert werden sollen.
Zudem betonten die Protagonisten nochmals die Wichtigkeit eines Kur- und Heilwaldes für die Neupositionierung Bad Orbs. Ein zentraler Bestandteil dieser Neuausrichtung ist der Spessart. Mit dem geplanten Kur- und Heilwald entsteht ein Ort der Erholung, Gesundheit und Artenvielfalt. Innovative Therapieformen wie Waldtherapie und Waldbaden fördern das psychische und körperliche Wohlbefinden und liefern eine zeitgemäße Antwort auf die zunehmenden Herausforderungen durch psychische Erkrankungen. Dieses Projekt steht im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, insbesondere SDG 3 (Gesundheit und Wohlbefinden).
Eine Windkraftanlage am Horstberg würde dieses Vorhaben zunichtemachen. Dieser Eingriff in die Natur würde nicht nur die Biodiversität des Waldes bedrohen, sondern auch dessen Zertifizierung als Kur- und Heilwald unmöglich machen. Diese erfordert besondere Bedingungen wie eine hohe Artenvielfalt, ein stabiles Waldinnenklima und vor allem die Freiheit von Lärm- und Umweltbelastungen. Die geplanten Windkraftanlagen stehen somit im Widerspruch zu den Anforderungen der Zertifizierung.
Auch in Bezug auf erneuerbare Energien sieht sich die Kurstadt bereits heute gut positioniert: So wird am Ortseingang ein großer Solarpark errichtet, der einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung leisten soll. Des Weiteren stellt die Kommune für den Bau des Energieparks „Hydro Park“ die Gewerbefläche am Umspannwerk Eiserne Hand zur Verfügung. Mit der grünen Energie wird eine neue Wasserstoff-Busflotte betrieben.
Die wichtigsten Statements im Wortlaut:
Bürgermeister Tobias Weisbecker:
„Nicht wir wollen Windkraft verhindern - sondern Ørsted behindert mit diesem Projekt die Zukunftsentwicklung unseres Heilbades.“
„Wir sind absolut nicht ideologisch unterwegs.“
Waldexpertin Dr. Gisela Immich:
„Wir nutzen den Wald, schon historisch, für unterschiedliche Aktivitäten. Aber maßgeblich für die Erholung und für die Entspannung - dann erst gefolgt für körperliche Aktivität und Bewegung.“
„Das besondere an dem bayerischen Konzept der Zertifizierung ist die Kombination aus landschaftsökologischen, forstlichen, gesundheitswissenschaftlichen und medizinischen Aspekten.“
ALEA-Initiator Henning Strauss:
„Wir legen auch im Unternehmen größten Wert auf Nachhaltigkeit (...) - wir haben das Äquivalent von 3 Fußballfeldern Photovoltaik auf unseren Dächern, 100 -meter tiefe Erdwärme gebohrt - unser Campus ist energietechnisch autark. Wir stehen diesen Themen sehr offen gegenüber und sind daher legitimiert, die Dinge differenziert zu betrachten.“
„Wir erfinden die Kur neu - haben einen langfristigen Ansatz.“