"Der Artikel strotzt im ersten Teil von Vorwürfen und Vorbehalten zur Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Orb, vertreten durch die Kur GmbH und der Firma Strauss. Es sei nicht ausreichend klargestellt, dass Broschüren von der Firma Strauss finanziert wurden. Ist es nicht eine simple Tatsache, dass sich der Ehrenbürger Henning Strauss – deshalb erhielt er die Ehrenbürgerwürde - um die Entwicklung des Kur- und Gesundheitsstandortes verdient gemacht hat und mit dem Heil- und Kurwald einen weiteren Baustein setzt zur Stärkung der Wirtschaftskraft von Bad Orb? Das Kapital von Bad Orb sind die Solequellen, die unverbauten naturbelassenen Waldgebiete, das Orbtal, die Kureinrichtungen und unsere Altstadt. All dieses gilt es zu erhalten und auszubauen. Hierzu passt in seinen umgebenden Wälder keine Windindustrie. An dieser Stelle kann man schon die Frage stellen, ob die Unterzeichner des offenen Briefes auch bereit sind, sich für den Wirtschaftsstandort Bad Orb mit Ihrem Kapital zu engagieren. Der Treiber des Artikels kommt bekannterweise aus der Energiegenossenschaft Main Kinzigtal e.G. Eine eingetragene Genossenschaft strebt üblicherweise Gewinne an. Die Strauss’schen Unternehmungen in Bad Orb sind gGmbHs, also gemeinnützige GmbHs, deren Gewinne nicht ausgeschüttet werden dürfen, sondern wieder für gemeinnützige Zwecke verwendet werden müssen", so der Verein.
In dem Artikel werde das Gutachten infrage gestellt, laut dem in den ersten Jahren keine Gewerbesteuer anfalle: "Wer das Geschäftsmodell der Windindustriebetreiber kennt, weiß, dass dies oft der Fall ist. Gegenwind beobachtete die Bilanzen der Anlagen bei Neudorf. In den ersten Jahren wurden ausschließlich rote Zahlen präsentiert. Nicht umsonst ist es inzwischen sehr schwierig an Bilanzen der Windkraftbetreiber heranzukommen. Unter Fluglärm, Lärm durch Motorräder und Kettensägen wird das Säuseln der Windräder nicht mehr wahrgenommen. So kann man die Ausführungen verstehen. Welch ein Unsinn. Ja, Fluglärm ist vorhanden, dem kann niemand in der Nähe eines Flughafens entgehen. Motorräder oder der Verkehr auf der Villbacherstraße ist auf dem Horstberg nach eigenen Erfahrungen nicht zu hören. Dass in einem Wald auch Bäume gefällt werden und dafür Motorsägen kreischen und Holzfahrzeuge unterwegs sind, kann nur von Menschen kritisiert werden, welche offensichtlich Wald nur aus Büchern kennen. Es handelt sich dabei um temporäre Störungen. Das Rauschen und Surren der Windräder werden als hochgradig störend wahrgenommen. Ganz besonders in einem Gebiet, in dem Ruhe Teil einer Gesundheitstherapie ist. Und wenn die Windräder sich nicht drehen, also kein Rauschen und Surren zu hören ist, haben sie ihren Zweck verfehlt. Die Namen der 64 Bürger sind ja öffentlich. Es ist glaubhaft, dass einige der Personen sich wirklich um das Thema Klima sorgen. Wir laden diese Personen ein, mit Gegenwind in Kontakt zu treten. Wir hören uns gerne ihre Sorgen und Argumente an und erläutern unseren Standpunkt."
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