Stadt Schlüchtern
Stadt Schlüchtern

"In einem Antrag der CDU / FWG und in einem zweiten Antrag der FBO ging es jeweils darum, der Bad Orber Bürgerschaft auf öffentlichen Straßen und Plätzen das Gefühl zu vermitteln, dass sie sich auf sicherem Terrain befinden und das bei Dunkelheit und nicht nur auf der Hauptstraße. Warum wird selbst in unserer Kleinstadt dieses Thema in privaten Kreisen, in Vereinen, auf der Straße immer häufiger diskutiert? Als älterer Mitbürger höre ich häufig von Frauen meiner Generation, dass sie grundsätzlich nicht mehr einen Abendtermin zu Fuß wahrnehmen, sondern nur mit dem Auto und auch kurze Wege nur zu zweit gehen. Es handelt sich nicht nur um ein unbestimmtes Angstgefühl. Fragt man nach Gründen hört man auch konkrete Erlenbisse. Es wird über Lärmbelästigung hinter dem Alten Rathaus geklagt, besonders abends, wenn längst Ruhe herrschen sollte. Ordnungsregeln werden nicht eingehalten, die Hauptstraße wird als Rennstrecke für E-Roller genutzt. Und ich schreibe hier auch kein Geheimnis, dass es dann oft um ausländische Mitbürger geht. Jetzt ist das Thema auch in der Stadtverordnetenversammlung angekommen. Dass einzelne Redebeiträge kritisiert werden, ist legitim. Es bringt uns bei einer Lösungssuche jedoch nicht weiter. Es kann jedem Stadtverordneten unterstellt werden, dass sein Bestreben ein friedliches und vertrauensvolles Zusammenleben in unserer Stadt ist. Kritik an einzelnen Formulierungen führt nur zu der häufig zu hörenden Formel, man darf nicht mehr alles sagen. Jedoch müssen Regeln und Werte unserer Gesellschaft respektiert werden. Die Wahrnehmung von Unsicherheit muss ernst genommen werden. Das Gefühl, sich frei und ohne Angst im öffentlichen Raum bewegen zu können, ist ein Grundrecht und wichtig für das Zusammenleben. Die Einhaltung von Recht und Ordnung muss eine Selbstverständlichkeit sein. Gleichzeitig gilt, dass die Mehrheit der ausländischen Mitbürger in unserer Stadt in Frieden leben und Teil unserer Gemeinschaft sein möchte.  Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Man braucht sich nur in den Vereinen umhören. In Bad Orb leben viele ausländische Personen, die in Dienstleistungsberufen zum Beispiel in den Kliniken arbeiten. Wir brauchen diese Menschen und sie sollen sich bei uns wohlfühlen", so Prehler.

Und weiter: "Pauschale Urteile helfen nicht weiter – was wir benötigen, ist ein klarer Rahmen aus Regeln, Verlässlichkeit und gegenseitigem Respekt. Und darum ging es auch bei dem oben erwähnten Redebeitrag. Ja, es ist nicht einfach immer die richtigen Worte zu finden, jedoch ist offene Kommunikation ein erster Schritt zum gegenseitigen Verständnis und zum Zusammenwachsen. Ordnungsregeln und gegenseitige Rücksichtnahme müssen für alle gelten, unabhängig von ihrer Herkunft. Das gleiche gilt für respektvolles Verhalten im öffentlichen Raum. Wir benötigen mehr sichtbare Präsenz von Ordnungskräften und klare Ansprache bei Fehlverhalten. Unser aller Ziel ist eine Stadt, in der sich alle Menschen sicher und wohl fühlen und gerne leben."

 


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
Stadt Schlüchtern
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2