Windkraft: Enttäuschung über Einmischung der Energiegenossenschaft

Bad Orb

"Die SPD Bad Orb äußert ihre Enttäuschung über die jüngsten Aussagen der Energiegenossenschaft, die sich in die Stadtpolitik einmischt, ohne die tatsächlich bestehenden Ziele der Stadt zu berücksichtigen", so der stellvertretende Vorsitzende Roland Weiß.

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"In einer Zeit, in der energiestrategische Entscheidungen getroffen werden müssen, ist es wichtig, dass alle Akteure sich an den festgelegten Zielen orientieren", so Weiß weitet.

Die SPD Bad Orb stehe voll und ganz hinter dem Ziel, die Energieziele der Stadt zu erreichen: "Doch wir betonen erneut: Nicht um jeden Preis. Insbesondere im Bereich des Horstbergs befinden sich wertvolle Hölzer, die erhalten werden müssen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die natürliche Vielfalt unserer Region schützen und nicht leichtfertig durch Windkraftprojekte gefährden. Die Aussage der Energiegenossenschaft, dass die Stadt Bad Orb EEG-Mittel erhält, stimmt zwar, doch bleibt festzuhalten, dass dies nicht die Lösung für alle unsere Herausforderungen ist. Nach unseren Information können die EEG- Mittel, müssen aber nicht an die Stadt weitergegeben werden. Wie die Gesetzeslage sich weiterentwickelt, weiß keiner. Es ist essentiell, dass die Stadt Bad Orb ihre einzigartigen Stärken im Bereich Gesundheit und Tourismus weiterentwickelt – Windräder sind hierbei nicht zielführend", so weiß weiter..

Die neue Photovoltaik-Anlage in der Au sei auf 25 Megawatt ausgelegt: "Die momentan im Bau befindliche Anlage wird mit 26,5 Megawatt Leistung gebaut. Ausbaustufe wären 28 Megawatt. Dies wird über einen Trafo am Umspannwerk Eisernen Hand eingespeist. Dieser Trafo ist auf maximal 50 Megawatt ausgelegt und es wird keine weitere Anschluss möglich sein. Zusätzlich wird noch ein Batteriespeicher von 22 Megawatt am Gewerbepark errichtet. Dies entspricht dem Strombedarf von allen Bad Orber Haushalten. Man muss sich fragen, wo soll der erzeugte Strom der Windräder hin. An der Eisernen Hand kann er nicht eingespeist werden. Folglich müssen Kabel zu einem weit entfernten Umspannwerk verlegt werden. Die SPD Bad Orb hofft daher, dass das Land Hessen die Stadt Bad Orb in ihren Bemühungen unterstützt und der Antrag auf Baugenehmigung für die geplanten Windräder nicht genehmigt wird. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein respektvoller Dialog und die Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten die besten Ergebnisse für unsere Stadt bringen werden", so Roland Weiß abschließend. 

 

 


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