Seit über eineinhalb Jahren wartete ein 57-jähriger Offenbacher darauf, dass der Hof seines Hauses in Bad Orb gepflastert wird, jetzt bekommt er zumindest sein Geld zurück.
Seit über eineinhalb Jahren wartete ein 57-jähriger Offenbacher darauf, dass der Hof seines Hauses in Bad Orb gepflastert wird, jetzt bekommt er zumindest sein Geld zurück.
3.000 Euro hatte er einem 45-Jährigen aus Schöllkrippen im August 2012 als Anzahlung gegeben, doch passiert ist seit dem nichts. Der Bauhelfer musste sich jetzt wegen Betrugs vor Strafrichter Dr. Wolfgang Ott im Amtsgericht Gelnhausen verantworten, konnte allerdings eine Bestrafung abwenden, da er sich bereit erklärte, das Geld zurückzuzahlen.
5.600 Euro sollten die Pflasterarbeiten insgesamt kosten, 3.000 Euro habe der Angeklagte als Anzahlung für die Materialbeschaffung erhalten, erklärte der Geschädigte dem Gericht. Anschließend sei er immer wieder vertröstet worden, zunächst sei das Wetter zu schlecht gewesen, dann habe der Angeklagte wegen Zahnschmerzen sogar die Arbeiten gar nicht mehr ausführen wollen. Nur von seinem Geld hatte der Offenbacher nichts mehr gesehen.
Der 45-jährige Angeklagte bestritt auch gar nicht, die 3.000 Euro bekommen zu haben, allerdings will er die Hälfte seinem ehemaligen Schwager gegeben haben, der mit ihm gemeinsam den Auftrag angenommen haben. Seine Hälfte der Anzahlung liege auf einem Konto und könnte von ihm sofort zurückgezahlt werden, zu seinem Ex-Schwager habe er allerdings keinen Kontakt mehr.
Das spielte für Gericht und Staatsanwaltschaft letztlich keine Rolle: Strafrichter Ott bot dem Angeklagten eine Einstellung des Verfahrens an, wenn er sich bereit erklärte, den kompletten Betrag in Höhe von 3.000 Euro an den Geschädigten aus Offenbach zurückzuerstatten. Der 45-Jährige willigte nach einer kurzen Absprache mit seinem Verteidiger ein und muss sich die 1.500 von seinem ehemaligen Schwager jetzt auf zivilrechtlichem Weg holen, wenn er nicht alleine für das geplatzte Geschäft in Bad Orb gerade stehen will.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de