Ab sofort eintauchen in Ardeas Seenwelt

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Fast war es so wie beim Spatenstich kurz vor den Sommerferien. Zum offiziellen Termin am Ufer des Stausees in Bad Soden-Salmünster grüßte ein Graureiher aus der Ferne, so als wolle er die Besucherinnen und Besucher in seiner Seenwelt ebenfalls willkommen heißen.

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Immerhin ist der Graureiher (wissenschaftlicher Name: ardea cinerea) das Maskottchen der neuen Lern- und Erlebnislandschaft „Ardeas Seenwelt“. Die Kreisspitze um Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD), die Spessart Tourismus und Marketing GmbH um Geschäftsführer Bernhard Mosbacher, die beteiligten Städte um die Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos) für Bad Soden-Salmünster und Christian Zimmermann (parteilos) für Steinau sowie viele weitere Gäste waren dabei, als dieses neue Freizeitangebot nun eröffnet wurde.

Von einem „Meilenstein“ sprachen Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, von einem „echten Kleinod“ und einem „tollen Ausflugsziel für Radfahrer, Wanderer und Familiengruppen“ sprachen andere Redner. Einig waren sich jedenfalls alle: „Ardeas Seenwelt“ wird die Tourismus-Destination Spessart stärken. „Das ist ein großartiger Tag für die Städte und Gemeinden in der Region, für den Natur- und Umweltschutz und für den Tourismus“, fasste es Landrat Stolz zusammen. „Wir schaffen es, mit Ardeas Seenwelt die Natur und die heimische Tier- und Pflanzenwelt für alle Generationen erlebbar zu machen.“ Er verwies darauf, dass an den 16 Stationen des Lern- und Erlebnispfads rund um den Stausee neben den verschiedenen, liebevoll gestalteten Spielgeräten und Sitzgelegenheiten auch Lernelemente aufgebaut sind. „Es geht darum, in der Natur ein Bewusstsein für die Natur und die Heimat zu schaffen.“

Stolz richtete seinen Dank an alle Beteiligten, die zum Gelingen dieses 1,4 Millionen Euro großen Projekts beigetragen haben. Träger ist der Zweckverband Erholungsanlagen am Kinzigstausee, dessen Mitglieder der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Bad Soden-Salmünster sind. Zum Partnernetzwerk gehören darüber hinaus die Stadt Steinau, der Wasserverband Main-Kinzig, Spessart Tourismus und Marketing sowie mehrere Naturschutzverbände. Auch einige Werkstätten der Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) des Main-Kinzig-Kreises hatten sich an den Bauarbeiten beteiligt. Das Projekt ist über SPESSARTregional und das Land Hessen gefördert worden, aus Mitteln des Leader-Programms in Höhe von 500.000 Euro. Die Kofinanzierung über 800.000 Euro erfolgte durch den Main-Kinzig-Kreis. Die beiden Städte beteiligten sich mit je 50.000 Euro.

Wesentlich vorangetrieben wurden die Planungen über die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und das Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum. Und während die Lern- und Erlebnisstationen schon alle begehbar und nutzbar sind, werden das gastronomische Angebot und die Steganlage mit Tretboot-Angeboten ab dem kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Die Vorbereitungen sind auch dazu schon weitgehend abgeschlossen. „Von der Idee über die Planung bis zur realen Umsetzung ist nur wenig Zeit vergangen, und es ist der Kraft und der Überzeugung aller Beteiligten zu verdanken, dass sich die Kernidee, die wir zu Beginn hatten, heute auch durch alle Stationen zieht: Natur greifbar und begreifbar zu machen, mit Herz, Hirn und Hand“, sagte Susanne Simmler. „Das, was man kennt und liebt, das schützt man. Darum geht es bei Ardeas Seenwelt.“ Wie sehr die Seenwelt die schöpferische Fantasie von Kindern und Jugendlichen anzuregen vermag, zeigte sich unter anderem bei der Siegerehrung des Malwettbewerbs, bei dem die Siegerinnen und Sieger in vier Altersklassen wertvolle Preise erhielten.

Bernhard Mosbacher stellte bei der Eröffnung als Interviewpartner und Experte gleichermaßen die touristischen Vorzüge von „Ardeas Seenwelt“ heraus. So sei es gelungen, eine attraktive Raststation am Fernradweg R3 und Erholungs- und Bildungsangebote rund um den Stausee zu schaffen. Davon würden auch die Hotels und Gastronomen in den naheliegenden Städten profitieren, wovon auch Dominik Brasch und Christian Zimmermann anschließend in ihren Grußworten ausgingen. Dies alles sei ökologisch an die Gegebenheiten angepasst erfolgt, so Mosbacher von der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, die die Vermarktung von „Ardeas Seenwelt“ betreut. Im Einklang mit der Natur – aber eben auch im Einklang mit vielen Interessengruppen, die an der Umsetzung beteiligt worden sind.

Annette Enders, Leiterin der Abteilung Landwirtschaft im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, brachte es auf den Punkt: „Ardeas Seenwelt“ sei ein „Vorzeigeprojekt guter Vernetzung“. Sie komme gerne in den Main-Kinzig-Kreis, denn „hier funktioniert das Zusammenspiel und die Vernetzung zwischen Kreis, Kommunen, Vereinen und Verbänden ganz wundervoll“.         

Auf reichlich Verständnis traf die Umweltdezernentin des Kreises, Susanne Simmler, die in ihrer Ansprache auf die verschiedenen Funktionen des Kinzigstausees einging. Er präge die Umwelt und biete als Gewässer einen Lebensraum. Die Staumauer habe jedoch auch die Funktion, Hochwasserschutz für das Kinzigtal zu leisten. So müsse diese Mauer eben alle 20 Jahre grundlegend überprüft und saniert und das Wasser komplett abgelassen werden. Im Jahr 2022 ist das wieder der Fall. „Dieser See ist eben kein Badesee. Er ist aber längst weitaus mehr als eine Einrichtung des Hochwasserschutzes, und das machen wir mit Ardeas Seenwelt sehr deutlich“, so die Erste Kreisbeigeordnete.

Foto: Ein „Vorzeigeprojekt guter Vernetzung“: Landrat Thorsten Stolz (rechts), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (kniend, rechts) und viele weitere Beteiligte eröffneten „Ardeas Seenwelt“.

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