„Wohin schon wieder mit den ganzen Zweigen und Ästen?“, fragen sich momentan viele Gartenbesitzer, die vor dem nahenden Frühling noch schnell ihre Hecken in Form bringen wollen.
Woche für Woche bilden sich oft lange Schlangen vor den Wertstoffhöfen. Dass es auch anders geht, zeigt die NABU-Gruppe Mernes/Jossatal auf ihrem Vereinsgelände.
„Wir stecken die Äste seit gut zwanzig Jahren einfach in die Hecke rein. Dann wird sie schön dicht und bietet vielen Tieren Versteckmöglichkeiten“, erinnerte sich Vereinsmitglied Leo Klübenspies beim Pflegeeinsatz vergangene Woche. Das Ergebnis gibt ihm recht. Gemeinsam mit weiteren Naturschützern stand der Merneser neben dem knapp 30 Meter langen, übermannshohen Strauchwerk aus verschiedenen heimischen Gehölzarten, das das Vereinsgelände zur Wegseite hin abschirmt.
Kreuz und quer wurden die abgeschnittenen Zweige und Äste in der Hecke verwoben. Große und kleinere Zwischenräume und somit ein wertvolles Kleinbiotop für viele krabbelnde, kriechende und fliegende Tiere entstand. Auch die Füße der teilweise armdicken Sträucher umschichteten die Naturfreunde mit dem Schnittgut, denn dies ziehe Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen sowie Vögel, Fledermäuse und Igel magisch an, informiert NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold.
„Besonders der Zaunkönig fühlt sich hier wohl“, wusste der zwölfjährige Max, einer der jüngsten Helfer an jenem Tag. Bei den meisten Aktivitäten der „Großen“ sind seit der Neuaufstellung im vergangenen Jahr regelmäßig auch die NAJUs, Kinder der Naturschutzjugend, mit dabei. Denn gemeinsam lernt und werkelt es sich am besten, findet die NABU-Gruppe. Mit etwas Glück tragen die jungen Naturschützer ihr Wissen weiter und in absehbarer Zeit haben auch die langen Schlangen vor den Wertstoffhöfen ein Ende.


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