Spessart 3: Genussvolles und nachhaltiges Wandern

Bad Soden-Salmünster
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„Wandern hoch 3“ ist ab sofort das Motto im Spessart. Denn mit der Eröffnung des neuen Fernwanderwegs Spessartweg 3 erhalten die bayerischen Spessartwege 1 und 2 Zuwachs auf hessischer Seite.

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Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der beiden hessischen und bayerischen Naturparke, Spessartbund, Tourismusorganisationen und Forstbetrieben unter der Federführung des Tourismusverbands Spessart-Mainland und der tatkräftigen Mithilfe zahlreicher Ehrenamtlicher. Die Eröffnung des neuen Premium-Fernwanderwegs wurde von allen, die an seiner Entstehung beteiligt waren, genau dort gebührend gefeiert, wo er beginnt: In Bad Soden-Salmünster.

Der Spessartweg 3 ist in mehr als einer Hinsicht ein bemerkenswerter Weg: Er führt die Wandernden auf einer Länge von 60 Kilometern vom hessischen Kurort Bad Soden-Salmünster zum bayerischen Luftkurort Heigenbrücken an zahlreichen beeindruckenden Stationen und Landschaftsbesonderheiten vorbei. Da wären die beiden Heilbäder Bad Soden-Salmünster und Bad Orb, das mystisch anmutende Wiesbüttmoor, Wildparks, Naturschutzgebiete und Seenlandschaften, die zu den schönsten im Spessart zählen. Hinzu kommen urige Wirtshäuser, in denen die Spessart-Wanderer einkehren können. Doch damit nicht genug: „Der Spessartweg 3 ist eine grenzüberschreitende Gemeinschaftsleistung, in die viel Herzblut und Energie vor allem der ehrenamtlichen Wegemarkierer des Spessartbundes geflossen ist, die sich um die mühevolle Arbeit der Wegemarkierung gekümmert haben“, sagte Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende des Zweckverbands Naturpark hessischer Spessart, während der Eröffnungsfeier im Spessart-Forum in Bad Soden-Salmünster. Jens Marco Scherf, Landrat des Landkreises Miltenberg und Vorsitzender des Tourismusverbandes Spessart-Mainland, betonte die verlässliche Wegemarkierung als wichtiges Merkmal der Premiumwanderwege, damit die Wandernden nicht vom rechten Weg abkommen und sich ganz auf das Naturerleben konzentrieren können. „Der neue Spessartweg 3 ist ein Beispiel für eine gelungene grenzüberschreitende Kooperation“, sagte Jens Marco Scherf und fügte hinzu: „Zusammen mit dem Spessartbogen haben wir nun ein herausragendes Quartett an Fernwanderwegen, das sich sehen lassen kann.“

Genussvolles Wandern im Spessart ist auf dem Spessartweg 3 Programm. Der Weg wurde so konzipiert, dass Start und Ziel des Spessartwegs 3 mit der Bahn erreichbar sind. Damit erfüllt der Weg den Anspruch, nachhaltigen, umweltfreundlichen und sanften Tourismus zu ermöglichen und unterstützt überdies die heimische Wirtschaft in vielfältiger Weise – etwa die Gastronomie und Hotellerie. „Gerade die zurückliegenden Monate haben gezeigt, wie wichtig es für die Menschen ist, raus in die Natur zu können. Der Spessart bietet dafür ideale Bedingungen, egal, ob auf einer kurzen oder einer langen Etappe“, sagte Susanne Simmler. Sie lobte alle Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz und vor allem auch dafür, dass sie von Anfang an überzeugt gewesen waren von dem Projekt, das 2017 seinen Anfang nahm in einem gemeinsamen Treffen der beiden Naturparke. „Nur, wenn wir selbst von einem Projekt überzeugt sind, können wir auch andere überzeugen“, sagte Susanne Simmler. Angesichts der mühevollen Markierungsarbeiten, die von den Naturparkführern der beiden Naturparke auf hessischer und bayerischer Seite übernommen wurden, sei dies auch anders gar nicht möglich, sagte Spessartbund-Sprecher Wolfgang Beyer. So seien die ehrenamtlichen Wegemarkierer des Spessartbundes immer wieder mit schweren Handwagen voll mit Werkzeug und Schildern unterwegs gewesen, um die Markierungen vornehmen zu können. Diese ermöglichen auf beiden Länderseiten ein einheitliches Leitsystem. Damit der Weg seinen Premiumcharakter behält, muss er immer wieder überprüft und gepflegt werden. Auch Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch zeigte sich überzeugt von dem neuen touristischen Highlight, das in der Kurstadt direkt am Bahnhof in Salmünster seinen Anfang nimmt. „Das Projekt bietet die Möglichkeit, die wunderschöne Region Spessart gemeinsam über Ländergrenzen hinweg zu vermarkten“, sagte Dominik Brasch und freute sich darauf, bald wieder mehr Wandertouristen in der Stadt zu sehen.

Ebenso wie die Spessartwege 1 und 2 soll der Spessartweg 3 noch in diesem Jahr das Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands erhalten. Der 60 Kilometer lange Weg kann in mehreren Etappen genommen werden: Bad Soden-Salmünster nach Bad Orb (16 Kilometer), Bad Orb nach Lettgenbrunn (14 Kilometer), Lettgenbrunn nach Habichsthal (19 Kilometer) und von Habichsthal nach Heigenbrücken (11 Kilometer). Alle Informationen zum Spessartweg 3 und den Spessartwegen 1 und 2 finden sich gebündelt in einem Tourenbegleiter. Dieser enthält neben Karten und Höhenprofilen auch Wegbeschreibungen, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Informationen zu den Sehenswürdigkeiten an den Wegen. Der Tourenbegleiter ist kostenlos unter www.spessartweg.de erhältlich.

Foto: Ein freudiger Anlass war die Enthüllung der Infotafel des neuen Spessartwegs 3 in Bad Soden-Salmünster. Unser Bild zeigt (von links): Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH,  Spessartbund-Sprecher Wolfgang Beyer, Michael Seiterle, Geschäftsführer des Tourismusverbands Spessart-Mainland, Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende des Zweckverbands Naturpark hessischer Spessart, Jens Marco Scherf, Landrat des Landkreises Miltenberg und Vorsitzender des Tourismusverbandes Spessart-Mainland, Stefan Ziegler, Kurdirektor von Bad Soden-Salmünster, Bürgermeister Jochen Drechsler (Heigenbrücken) und Bürgermeister Dominik Brasch (Bad Soden-Salmünster).

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