Bad Soden-Salmünster: Über 50 Einsatzstellen, 3.300 Sandsäcke, 150 Einsatzkräfte

Bad Soden-Salmünster
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Am Freitag, 29. Januar 2021 gab es durch Tauwetter und länger anhaltendem Regen im Main-Kinzig-Kreis eine größere Hochwasserlage. Davon war auch das Stadtgebiet von Bad Soden-Salmünster mit dem Rückstau der hochwasserführenden Kinzig und Überflutungen von der Salz besonders betroffen. Der Pegel der Salz in Bad Soden stieg dabei auf 282 cm (Scheitelpunkt, Meldestufe III bei 260 cm) an. Insbesondere die salznahen Bereiche Bad Sodens in der Innenstadt und dem Hohmühlenweg etc. waren überflutet.

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Etwa 155 Einsatzkräfte aus allen Feuerwehren der Stadt (Ahl, Alsberg, Bad Soden, Huttengrund, Katholisch-Willenroth, Kerbersdorf, Mernes, Salmünster), die DLRG Bad Soden-Salmünster / Main-Kinzig und der Katastrophenschutz-Zug aus der Feuerwehr Jossgrund waren den gesamten Freitag im Einsatz. Außerdem waren das Ordnungsamt, der städtische Bauhof und Bürgermeister Dominik Brasch unterstützend ganztags im Einsatz. Über 50 einzelne Einsatzstellen wurden allein von kurz vor 8 Uhr bis 18:45 Uhr gemeldet und nach Eingang und Dringlichkeit abgearbeitet. Die Einsätze liefen aber auch am Abend, insbesondere für den Innenstadtbereich Bad Soden weiter. Diese Einsätze konnten um 20 Uhr dann ebenfalls abgeschlossen werden. Über 3.000 Sandsäcke wurden von den Einsatzkräften ab morgens gefüllt und etwa 2.500 im Stadtgebiet an den Einsatzstellen verbaut bzw. an die Bevölkerung verteilt. 

Den ersten Einsatz gab es bereits um 7:48 Uhr in Bad Soden, als die ersten Straßen überflutet und Wasser im Gebäude gemeldet wurden. Es folgten zahlreiche gleichlautende Einsätze. Durch überlastete oder verstopfte Abflüsse wurden bswp. in Bad Soden, Ahl und Eckardroth Straßen überflutet. Hier wurden Abflüsse gereinigt oder für Wasser-Abflüsse gesorgt. Manche Straße mussten jedoch auch temporär gesperrt werden, so wie die Thermalstraße in Bad Soden. Auch die beiden Parkplätze Festplatz Bad Soden und Salmünster wurden gesperrt. Etwa 50 Pkw waren zu Einsatzbeginn noch darauf geparkt. In Bad Soden vor allem, aber auch in Kerbersdorf, Wahlert und Eckardroth gab es in zahlreichen Gebäuden Wassereintritt, bei dem die Feuerwehr im Einsatz war. Entsprechend gab es einen großen Bedarf an Sandsäcken. Über 3.000 Sandsäcke wurden mit mehreren Einheiten mit Nachdruck gefüllt, jeweils fix an die Einsatzstellen geliefert und auf dem Blauen Platz in Bad Soden an die Bevölkerung verteilt.

Kritisch oder dringend waren mehrere Einsätze, u.a. das Schützen des Trafohäuschens in der Bad Sodener Innenstadt (Entengasse) mit einem Sandsackdamm.
Am Freitagnachmittag schreckte eine Einsatzmeldung auf: Am Sportplatz Bad Soden waren drei Kinder an einem Häuschen vom Hochwasser eingeschlossen. Die Feuerwehr war vor Ort und betreute die Kinder, während die Technische Einsatzleitung (TEL) die Wasserretter der DLRG und der Feuerwehr Ahl zum dringenden Einsatz schicken wollte. In diesem Moment kam aber die Entwarnung, nachdem die Kinder glücklicherweise unbeschadet selbständig den gefährlichen Weg durch das Wasser bestritten. Kurze Zeit später war die Feuerwehr erneut zu eingeschlossenen Personen gefragt. Diesmal war ein Pkw auf der Major-Bedding-Straße zwischen Bad Soden und Ahl ins Wasser gefahren und konnte sich nicht selbst befreien. Einheiten der Feuerwehr Ahl und Salmünster mit dem Rüstwagen befreiten den Pkw. Gegen 18:45 Uhr (Pegelstand 223 cm) wurde der Großeinsatz beendet, für den Innenstadtbereich war dann weiterhin die Feuerwehr Bad Soden mit Unterstützung des Jossgrunder Katastrophenschutzzuges im Einsatz.

Die Technische Einsatzleitung (TEL) in Bad Soden-Salmünster wurde geführt von Markus Felber und Kay Hagenbach. Das Stadtbrandinspektoren-Team Oliver Lüdde, Jens Bannert und Frank Widmayr organisierten mit Bürgermeister Dominik Brasch und Ordnungsamtsleiter Christian Buhl die Einsatzkoordiation im Hintergrund bzw. an der Einsatzstelle. Die Einsatzabschnittsleitungen für das Sandsackfüllen übernahmen das Team Amberg/Christian Hummel, für den Bereich Bad Soden-Innenstadt am Blauen Platz übernahm Frank Widmayr und für den Bereich des Hohmühlenwegs in Bad Soden Denis Hartwig. Der Stellvertretende Kreisbrandinspektor Christian Henrich stattete der TEL und den Einsatzstellen in Bad Soden-Salmünster trotz der angespannten Gesamtlage im Kreis einen Besuch ab.

Die Zusammenarbeit mit allen Einheiten der Feuerwehr und stadtintern mit Ordnungsamt und Bauhof, mit der DLRG und mit dem Katastrophenschutzzug Jossgrund klappte hervorragend. Auch ortsansässige Geschäfte boten Hilfe an und Verpflegung kam bspw. von einer Pizzeria. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte ansonsten die Feuerwehr Salmünster in gewohnt zuverlässiger Weise. 

Text und Fotos: www.feuerwehr-bss.de

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