Hochwasser und Winterdienst: Auf den Bauhof ist Verlass

Bad Soden-Salmünster
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„Auf meinen früh morgendlichen Räumfahrten habe ich selten einen Fahrgast dabei“, führt Christoph Henrich vom Bauhof der Stadt Soden-Salmünster aus, als er um 4:30 Uhr mit seinem Räumfahrzeug und unter Begleitung von Bürgermeister Dominik Brasch den Betriebshof im Stadtteil Salmünster verlässt.

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„Diese Woche ist es die zweite Nacht, in welcher wir vorzeitig zum Winterdienst ausrücken“, führt Henrich aus. Bürgermeister Dominik Brasch möchte sich ein Bild über die Arbeiten im Winterdienst verschaffen. Bei seiner Mitfahrt muss er feststellen, dass eine Vielzahl von Tücken den Winterdienst beeinflussen. „Häufig erhalten wir Beschwerden, dass Straßen nicht rechtzeitig geräumt werden“, führt Brasch aus. „Was jedoch nicht erwähnt wird, sind die möglichen Gründe dafür“. Es dauert nicht lang bis die Räumfahrt das erste Mal unterbrochen wird. Eine Mülltonne wurde am Straßenrand so abgestellt, dass ein Durchkommen mit dem Räumschild nicht möglich ist. Henrich muss seinen Fahrerstand verlassen und diese erst beiseiteschieben, damit er seine Fahrt fortsetzen kann. „Eine Mülltonne ist zwar störend, stellt aber kein Problem dar. Viel schwieriger wird es, wenn Fahrzeuge in engen Straßen so abgestellt werden, dass ein Durchkommen nicht mehr möglich“, führt Henrich aus. Die Folge hiervon ist, dass die Räumfahrt an dieser Stelle abgebrochen und der LKW in der engen Straße rückwärts herausmanövriert werden muss. Und natürlich kann dann auch nicht mehr der restliche Straßenbereich vom Schnee oder Eis befreit werden.

Bürgermeister Dominik Brasch appelliert an dieser Stelle an alle Autofahrer, immer auf eine ausreichend vorhandene Restfahrbahnbreite beim Abstellen der Fahrzeuge zu achten. „Nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung muss die Restfahrbahnbreite mindestens 3,05 Meter betragen. Selbst diese Breite ist schon kritisch für die breiten Räumschilder. Besser sind mindestens 3,50 Meter“, so Brasch „Zusätzlich sollte jedem bewusst sein, dass auch andere Großfahrzeuge in den Anliegerstraßen verkehren. Sei es regelmäßig durch die Müllabfuhr oder im Notfall die Feuerwehr. Wo wir mit dem Schneepflug nicht durchkommen, haben es die anderen Großfahrzeuge nicht einfacher. Und im Notfall kann dieser Zeitverlust schnell entscheidend für ein Menschenleben sein“, sind sich die beiden aktiven Feuerwehrleute Brasch und Henrich einig.

Einen weiteren wichtigen Punkt spricht der Leiter des städtischen Bauhofes, Christoph Betz, an. Jeder, der zur Schneeräumung verpflichtet ist, sollte diesen nicht von den Gehwegen auf die Straßen schieben. In der letzten Zeit häuften sich die Bilder mit dieser Tatsache. Dieses Handeln versetzt die Straße zurück in den nicht geräumten Zustand und kann in der Zeit bevor der Winterdienst die entsprechende Straße erneut beräumt unter Einwirkung von Frost zur Gefahr für den nachfolgenden Verkehr werden und zu Schäden an Kraftfahrzeugen führen. „Ebenso belastet das Tauwasser die Kanäle, wenn die zusätzlichen Schneemassen zu schmelzen beginnen. Welche Folgen dies haben kann hat das Hochwasser Ende Januar gezeigt. Lagern Sie den Schnee auf dem eigenen Grundstück, am besten auf unbefestigten Flächen, damit das Tauwasser in das Erdreich versickern kann“, so die Bitte des Bauhofleiters.

Überzeugen konnte sich der Rathauschef auch von der eingesetzten Technik. Mehrere Fahrzeuge in unserem Winterdienst konnten wir kürzlich erst auf die Feuchtsalzausbringung unter Beimischung von Sole umrüsten. Dies hat den positiven Effekt, dass eine große Menge des bislang eingesetzten Streusalz eingespart und somit der Austrag umweltfreundlicher und ressourcenschonender gestaltet werden kann.

Brasch zeigte sich nach der morgendlichen Tour beeindruckt und ist dankbar, dass er Henrich begleiten durfte. „Unsere städtischen Bediensteten im Bauhof leisten Großes, was viele gar nicht so wahrnehmen“, führt der Rathauschef aus. Gerade die letzten Tage haben gezeigt, mit welchen Engagement alle bei der Sache sind. Ende Januar war es das Hochwasserereignis, dass für einen immensen Arbeitsaufwand über die reguläre Arbeitszeit geführt hat. Die Aufräumarbeiten sind noch nicht abgeschlossen und schon bestimmt der starke Wintereinbruch den Tagesablauf im Bauhof. „Ich danke allen Kräften in unserem Bauhof für ihre Arbeit und ihren Einsatz zum Wohle unserer Stadt“, so Brasch abschließend.

Foto: Bürgermeister Dominik Brasch (rechts) begleitet Christoph Henrich vom städtischen Bauhof bei seinem morgendlichen Winterdienst.

Bildquelle: Stadt Bad Soden-Salmünster

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