Im Oktober bot ein von den Partnerschaftskomitees der Städte Bad Soden-Salmünster und Guilherand-Granges organisierter Ausflug 30 Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland und Frankreich die Chance, an einem gemeinsamen Programm in Straßburg teilzunehmen.
Möglich gemacht hatte das auch der Deutsch-Französische Bürgerfonds, der Projekte unterstützt, die Menschen beider Länder näher zusammenbringen. Das Programm umfasste unter anderem einen Besuch des Europaparlaments inklusive eines Gesprächs mit dem deutschen EU-Abgeordneten Sven Simon sowie als thematischen Schwerpunkt eine Diskussion zur Situation Frankreichs nach der Europawahl, ein wirklich aktuelles Thema.
Gleich nach der Ankunft der deutschen und französischen Gruppen führten zwei Guides (deutsch und französisch) die Teilnehmenden durch die Altstadt. Anschließend hielt Chantal Christien-Gölz, die vielen vom Table Ronde in Bad Soden-Salmünster bekannt ist, einen Impulsvortrag mit dem Titel: „Politische Situation Frankreichs im Herbst 2024 – Konsequenzen für Europa“. Der Abend klang bei leckerem Flammkuchen und Gesprächen in Kleingruppen aus.
Am nächsten Tag fuhr die deutsch-französische Gruppe mit einem Panoramaboot durch die malerischen Winkel der „Petite France“ ins Europaviertel und wurde vor dem Europäischen Parlament von Assistenten des EU-Abgeordneten Sven Simon empfangen. Nach dem Sicherheitscheck durften die Teilnehmenden das beeindruckende Gebäude des Europäischen Parlaments besichtigen und hatten die Möglichkeit, mit Herrn Simon zu sprechen. Er beantwortete viele Fragen und gab spannende Einblicke in die aktuellen politischen Themen. Die halbe Stunde verging im Flug. Dann kam das Highlight: ca. 15 Minuten lang verfolgte die Gruppe eine Plenarsitzung. Alle konnten über Kopfhörer die Reden in ihrer Landessprache mithören.
Nachmittags gab es eine weitere Stadtführung im Viertel der europäischen Institutionen. Viele nutzten dann die Gelegenheit, durch das Kaiserviertel (auch Neustadt oder deutsches Viertel genannt) zurück ins Zentrum zu schlendern. Bei typisch elsässischen Gerichten konnten am Abend die Gespräche fortgesetzt werden.
Am letzten Morgen, nach einem gemeinsamen Frühstück und einer Feedback-Runde, hieß es schon wieder Abschied nehmen, bevor die Teilnehmenden vor der Rückfahrt noch etwas Zeit bekamen, um bei schönem Herbstwetter individuell die Stadt zu erkunden, am Kanal entlangzuschlendern oder Souvenirs zu kaufen. Geplant ist nun eine gemeinsame Videokonferenz für die Teilnehmenden, um die politischen Themen weiter zu vertiefen und die nächsten Schritte für die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Partnerschaftsverein und dem französischen Partnerschaftskomitee zu planen.
Das Treffen in Straßburg hat allen gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen den Ländern ist, um eine starke europäische Gemeinschaft zu schaffen!

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