„Jung kauft Alt“: Bad Soden-Salmünster startet Immobilien-Förderprogramm

Bad Soden-Salmünster

Mit dem Förderprogramm „Jung kauft Alt“ will die Stadt Bad Soden-Salmünster einen Schritt in Richtung nachhaltiger Innenentwicklung gehen und die Belebung der Stadt- und Ortskerne stärken. "Ziel ist es, jungen Familien und Einzelpersonen den Weg zum erstmaligen Eigentum zu erleichtern und gleichzeitig bestehende Wohngebäude zu erhalten, anstatt zusätzliche Flächen für Neubaugebiete auszuweisen. Wir halten an unserem Ziel ‚Innen vor Außen‘ fest, weil wir überzeugt sind, dass dies der richtige Weg für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist“, so Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos).

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Und weiter: „Mit diesem Programm mobilisieren wir vorhandenen Wohnraum, hoffen auf Belebung unserer Kerne und bewahren gleichzeitig das wertvolle historische Stadtbild. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Wohnraumversorgung, sondern auch zum Schutz unserer Umwelt. Das Programm, das seit Oktober läuft, verzeichnet bereits erste Erfolge: Erste Anträge von jungen Familien liegen vor, die alte Immobilien kaufen und sanieren möchten. Dies unterstreicht die Aktualität des Vorhabens. „Gerade junge Familien stehen angesichts hoher Baupreise und weniger verfügbarer Bauplätze vor großen Herausforderungen, wenn es um den Erwerb von Wohneigentum geht. Doch genau dieser Eigentumserwerb ist eine wesentliche Grundlage für die persönliche Lebensgestaltung.“

Ein besonderer Antrieb für die Stadtverwaltung und die kommunalpolitischen Entscheidungsträger sei die Vision, junge Menschen an Bad Soden-Salmünster zu binden und ihnen eine Perspektive zu bieten – sei es für den Start in die eigene Zukunft oder für eine Rückkehr in die alte Heimat. Das Programm richte sich an Käuferinnen und Käufer von Immobilien, die vor mindestens 50 Jahren erbaut wurden. Neben einer direkten Förderung durch die Stadt können diese auch Landes- und Bundesprogramme nutzen, die ähnlich ausgerichtet und miteinander kombinierbar sind.

„Es ist uns wichtig, dass wir hier Hand in Hand mit der Landes- und Bundesebene arbeiten, um jungen Menschen den Traum von den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, betont Brasch. „Das Programm zeigt, dass die Sanierung und Nutzung von Bestandsimmobilien nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch eine attraktive Alternative zum Neubau darstellt.“

Ein besonderer Fokus liege dabei auch auf dem Prinzip der Wohnraumsuffizienz. „Die Frage ist nicht nur, wie wir Wohnraum schaffen, sondern auch, wie wir ihn effizient nutzen. Gerade ältere Immobilien bieten oft die Möglichkeit, durch kluge Sanierung und Umbau den vorhandenen Platz optimal zu nutzen, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Das ist ein wichtiger Beitrag zu einer ressourcenschonenden Zukunft“, erläutert der Rathauschef.

Was bedeutet suffizientes Wohnen?

“Suffizienz” ist im Deutschen ein eher sperriger Begriff. Anders als beispielsweise im Spanischen, wo “genug / ausreichend” “suficiente” heißt. In eben diesem Sinn ist Ausdruck “suffizientes Wohnen” als ausreichend und angemessen zu verstehen, nicht zu wenig, aber eben auch nicht zu viel. Was beim Thema Wohnraum als ausreichend und angemessen empfunden wird, bleibt dabei natürlich individuell. Fest steht aber, dass suffizientes Wohnen die menschlichen Grundbedürfnisse befriedigen muss, ohne dabei die ökologischen Belastungsgrenzen zu überschreiten.

Interessierte können sich bei der Stadtverwaltung über die Fördermöglichkeiten informieren. Weitere Details finden Sie online unter: badsoden-salmuenster.de.


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