"Mein Leben ist auf einmal komplett aus den Fugen geraten"

Biebergemünd

Von der Freundin verlassen, die berufliche Selbstständigkeit verloren – da wusste ein 32-jähriger Mann aus Biebergemünd nur noch einen Ausweg: Ab in den Wald und laut Musik hören.

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Um seine Gefühlswelt wieder etwas auf trapp zu bringen, trank er zudem reichlich Tequila und nahm Beruhigungsmittel ein. Alles noch nicht verboten, allerdings war mit seinem Pkw unterwegs und wurde auf dem Heimweg von der Polizei gestoppt. Fast sieben Monate später saß er nun auf der Anklagebank im Amtsgericht Gelnhausen.

Am 26. Juli 2017 gegen 21.30 Uhr leuchteten die Anhaltezeichen auf dem Streifenwagen hinter ihm, der Biebergemünder steuerte seinen Wagen allerdings zunächst seelenruhig weiter in eine Seitenstraße. Als die Beamten ihn schließlich stoppten, kamen gleich mehrere Delikte zum Vorschein: Der 32-Jährige hatte keinen Führerschein, der Pkw war nicht angemeldet und versichert, am Wagen waren zudem falsche Nummernschilder angebracht und der Angeklagte hatte 1,86 Promille Alkohol sowie einen bunten Tablettenmix im Blut.

Vor Gericht zeigte er jetzt Reue und legte ein Geständnis ab. Mit der Justiz war er zuvor bereits vier Mal in Konflikt geraten, zuletzt 2015 wegen eines Diebstahls – „da habe ich einen Kürbis von einem Acker gestohlen“, berichtete er selbst. „Mein Leben ist auf einmal komplett aus den Fugen geraten“, entschuldigte er sein Verhalten vom Juli des vergangenen Jahres und wurde schließlich zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen á 10 Euro und somit insgesamt 1.200 Euro verurteilt. Außerdem wurde eine einjährige Führerscheinsperre verhängt. Das Urteil ist rechtskräftig.


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