Alarmübung im Industriegebiet „In der Strutt“

Biebergemünd
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Am vergangenen Samstag probten die Feuerwehren der Gemeinde Biebergemünd bei einer nicht bekannten Alarmübung am Sägewerk Krenzer im Industriegebiet „In der Strutt“ den Ernstfall.

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Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund, sein erster Stellvertreter Thomas Petrausch, der Stellvertretende Wehrführer Dominik Schloßer und der Sachbearbeiter für den Brand- und Katastrophenschutz Volker Bohlender hatten die Übung ausgearbeitet. Folgende Lage fanden die Einsatzkräfte im Sägewerk „In der Strutt“ vor: Durch die Trockenheit der letzten Tage brannte an einer Rundholzsortieranlage eine größere Menge abgeschälte Baumrinde in voller Ausdehnung und drohte auf die Anlage und auf das in diesem Bereich gelagertes Holz überzugreifen.

Um das Ganze noch etwas dramatischer aussehen zu lassen, wurde im Bereich des Gebäudes eine Nebelmaschine betrieben, deren dicke Rauchschwarten aus allen Ecken und Ritzen kamen. Alle Feuerwehren und die Technische Einsatzleitung von Biebergemünd wurden um 10:05 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brennt Sägewerk Krenzer in Biebergemünd im Gewerbegebiet - In der Strutt“ über Digitalfunkpager und Sirene alarmiert. Als erster war der Gemeindebrandinspektor mit seinem Kommandowagen um 10:11 vor Ort. Er erkundete die Lage und schickte sofort die nach und nach ankommenden Feuerwehrfahrzeuge in ihren Einsatzabschnitt. Auch die Technische Einsatzleitung nahm sehr rasch am Einsatzleitwagen ihre Arbeit auf und unterstützte den Einsatzleiter bei der Abwicklung des Einsatzes.

Der erste Einsatzabschnitt wurde mit der Wasserversorgung über den Löschteich in der Nähe des Sägewerkes gebildet. Als Abschnittleiter wurde Thomas Kling, der Wehrführer der Wehr Biebergemünd-Nord eingesetzt. Ihm standen die Wehren Lanzingen und Breitenborn mit ihren beiden Tragkraftspritzenfahrzeuge-Wasser, sowie das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20, das Löschgruppenfahrzeug 8/6 und der Gerätewagen-Logistik der Wehr Biebergemünd-Nord zu Verfügung. Durch die Feuerwehren Lanzingen und Breitenborn wurde am Löschteich zwei Wasserentnahmestellen mit ihren Pumpen und Saugschläuchen hergestellt. Da sich die Brandstelle im südlichen Teil des Firmengeländes befand, musste von der Wasserentnahme am Löschteich zwei B-Leitungen mit einer Länge von je 360 m verlegt werden. Dies wurde gemeinsam von den Wehren Breitenborn, Lanzingen und Biebergemünd-Nord zügig durchgeführt. An der Brandstelle des ersten Einsatzabschnittes stand das Hilfeleistungslösch-gruppenfahrzeug 20 an dem die beiden B-Schlauchleitungen angekuppelt wurden. Von hieraus wurden ein mobiler Wasserwerfer zur Abschirmung, sowie 3 C-Strahlrohre zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Der zweite Einsatzabschnitt wurde mit der Wasserversorgung von dem Bieberbach in der Nähe der Kläranlage Lanzingen gebildet. Als Abschnittleiter wurde Michael Seitz, der stellvertretende Wehrführer der Wehr Bieber eingesetzt. Ihm standen die Wehren Roßbach mit dem Löschgruppenfahrzeug 10 und die Wehr Bieber mit ihren Löschgruppenfahrzeug 16/12, dem Tanklöschfahrzeug 4000, dem Tanklöschfahrzeug 16/25 und dem Gerätewagen-Logistik zu Verfügung. Hier mussten auch zwei weitere Wasserentnahmestellen an dem Bieberbach errichtet werden. Dies wurde von der Feuerwehr Roßbach mit ihrer Heckpumpe des Löschgruppenfahrzeugs 10 und ihrer Tragkraftspritzenpumpe durchgeführt. Auch hier wurden zwei B-Leitungen mit einer Länge von je 400 m über einen Feldweg bergauf verlegt. Ein Teil dieser Wasserförderstrecke wurde mit Schläuchen aus den eingesetzten Feuerwehrwehrfahrzeugen verlegt. Ein großer Teil aber wurde mit dem Gerätewagen-Logistik, der 2 Rollwagen mit je 500 m B-Schlauch geladen hatte, verlegt. Der Höhenunterschied betrug hierbei ca. 26 m von dem Bieberbach bis zur Brandstelle. Hier wurden damit das Lösch-gruppenfahrzeug 16/12 und das Tanklöschfahrzeug 4000 mit Löschwasser versorgt. Vom Löschgruppenfahrzeug 16/12 wurden 3 C-Strahlrohre zur Brandbekämpfung und vom Tanklöschfahrzeug 4000 wurde der auf dem Dach festinstallierte Wasserwerfer zur Abschirmung eingesetzt. Am Anfang geschah dies über eingebauten Löschwassertanks in den Fahrzeugen und später über die Wasserzulieferung aus dem Bieberbach.

Nach 1 1/2 Stunden hieß es, „Feuer aus!“. Neben den 61 Übungsteilnehmern mit ihren 13 Feuerwehrfahrzeugen nahmen vier Einsatz-kräfte der Übungsleitung und als Übungsbeobachter der Vize-Bürgermeister Bernhard Schum sowie die Mitarbeiter der Firma Krenzer teil. Im Anschluss an die Übung hatten sich alle Teilnehmer, angesichts der schweißtreibenden Arbeit, eine Erfrischung redlich verdient. Die anschließende kurze Übungsnachbesprechung verdeutlichte die Wichtigkeit solcher Übungen, welche die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen bei unvorhergesehenen Ereignissen trainieren soll.

Das Fazit des Gemeindebrandinspektors Hartmut Freund und der Übungsleitung fiel am Ende positiv aus. „Die Zusammenarbeit der Hilfskräfte hat funktioniert, die gestellten Aufgaben wurden zu 100 Prozent bewältigt, es gilt aber das Eine oder Andere auf Standortebene noch zu optimieren“. Martin Neeb vom Sägewerk Krenzer bedankte sich bei allen beteiligten Einsatzkräften und Übungsleitern, dass sie sich an diesem Samstagvormittag die Zeit genommen haben um an dieser Großübung teilzunehmen und lud im Namen der Firmenleitung zu einem Imbiss ein.

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