Ökologie ist viel mehr als nur mehr Windräder

Biebergemünd
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Vom ersten öffentlichen Auftritt eines Ortsverbands der Grünen in Biebergemünd hätte sich die Bürgerinitiative "Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur" doch mehr "als nur den Ruf nach noch mehr Windrädern und die bereits vom Kreisverband der Grünen bekannten, üblichen Floskeln und Beschimpfungen zur Windkraft-Diskussion erwartet".

Der von dem "anonymen Schreiber*in" der Pressemeldung der Grünen geforderte sachliche Dialog sehe anders aus.

„Im Main-Kinzig Kreis drehen sich bereits fast 50 Prozent der Windräder in Südhessen, während beispielsweise der Taunus trotz besserer Windhöffigkeit bisher von Windkraftanlagen fast vollständig verschont blieb. Da wirkt die von den Grünen geforderte Solidarität von den Biebergemündern etwas fehl am Platz. In Anbetracht dieser Tatsache ist für mich die Forderung der Grünen für die Ausweisung einer zweiten Windkraftvorrangfläche südlich von Bieber nicht akzeptabel“, so Hans Dickert, BI Vorstand aus Bieber. Die Grünen in Biebergemünd sollten sich stattdessen bei ihren Ministern Tarek Al-Wazir und Priska Hinz in Wiesbaden dafür einsetzen, dass endlich der von ihnen geforderte Ausbau der Windkraft in Südhessen annähernd gleichmäßig und solidarisch verteilt werde. Damit wäre erst einmal der weitere Ausbau der Windkraft im MKK vom Tisch.

Des Weiteren vermisst die BI von den Biebergemünder Grünen, die sich ja selbst eine Ökopartei nennen würden, konkrete Aussagen zu lokalen Sachthemen wie beispielsweise einer tragfähigen Anbindung aller Ortsteile an den ÖPNV oder zu den aktuellen Eingriffen in das FFH Gebiet „Talauensystem der Bieber und Kinzig bei Biebergemünd“ und des Landschaftsschutzgebiets „Auenverbund Kinzig im Bereich der Bieber“. „Auch wenn es den Grünen manchmal schwer fällt, das zu akzeptieren, bedeutet die Rettung des Weltklimas nicht nur den Ausbau der Windkraft, sondern auch die aktive Mitarbeit bei konkreten Lösungen vor Ort“, äußert sich der BI Vorsitzende Dr. Berthold Andres zur aus seiner Sicht fehlenden Substanz der Aussagen.

Zu der geforderten sachlichen Diskussion und zu einem intensiven Informationsaustausch sei die BI immer bereit, allerdings unter zwei Voraussetzungen: Zum einen fehle in dem Bericht ein konkreter Ansprechpartner der Grünen. Die Schreiber*in verstecke sich hinter einer anonymen E-Mail-Adresse. Damit sei nicht erkenntlich, wer überhaupt hinter dem Artikel stecke und wer ein möglicher Ansprechpartner wäre. "Zum anderen hält es die BI hierbei für sinnlos, wenn sich eine Diskussion ausschließlich auf das bereits seit vielen Jahren intensiv bearbeitete Thema Windkraft beschränken würde. Die BI fordert die Grünen deshalb auf, sich auch der Diskussion zu anderen wichtigen ökologischen Sachthemen zu stellen, gerne auch gemeinsam mit den anderen Parteien der Biebergemünder Gemeindevertretung. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Wie sieht eine sinnvolle Verkehrswende in Biebergemünd aus, die alle Bürgerinnen und Bürger mitnimmt? Welche konkreten Maßnahmen schlagen die Grünen für den lokalen Wald vor, insbesondere im Rahmen der hessischen Biodiversitätsstrategie? Wie soll künftig ein nachhaltiger Schutz der heutigen Natur- und Landschutzschutzgebiete in Biebergemünd aussehen?", heißt es in der Pressemitteilung der BI abschließend.

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