Integratives Projekt „Nahtstelle“ ermöglicht Begegnungen

Nähmaschinen fördern Kommunikation und Toleranz: Das gemeinsame Nähen ermöglicht Begegnungen zwischen Bewohner*innen des Seniorenzentrums und im Ort lebenden Geflüchteten.

Biebergemünd
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Seit Mai 2022 ist im Seniorenzentrum Biebergemünd regelmäßig das geschäftige Geräusch arbeitender Nähmaschinen zu hören.

Im Rahmen des integrativen Projekts „Nahtstelle“ treffen sich mehrere Bewohner*innen der zu den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK) gehörenden Einrichtung, zweimal im Monat mit Flüchtlingen, die eine Bleibe im Ort gefunden haben. Im Mittelpunkt des integrativen Projekts steht der gemeinsame Austausch über Generations- und Kulturgrenzen hinweg. Beim gemeinsamen Nähen lernen sich die Teilnehmenden kennen. Viele der aus Syrien, dem Iran, der Türkei oder Afghanistan stammenden Frauen, die sich an dem Projekt beteiligen, sind bereits 2015 nach Deutschland gekommen. Die gemeinsame handwerkliche Arbeit verbindet ohne viele Worte, die Nähmaschinen ermöglichen auf ihre Weise Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen: „Unsere Einrichtung suchte bereits vor der Pandemie durch zahlreiche Aktivitäten Kontakte zu der Bevölkerung von Biebergemünd“, erklärt Fachkraft für soziale Betreuung Alexandra Schickel.

„Wir gehen dieses ganz besondere integrativ-kreative Projekt „Nahtstelle“ an, um soziale und interkulturelle Teilhabe zu fördern. Von diesem Austausch profitieren beide Seiten. Für die Senior*innen sind sozialraumbezogene Ansätze und die Begegnung mit den Menschen vor Ort, wichtig, um das Risiko für die Bewohner*innen zu vereinsamen zu verringern“, so Schickel. Die Geflüchteten können ihrerseits Kontakte knüpfen und ihre Sprachkenntnisse erweitern. Insbesondere Frauen und Müttern aus geflüchteten Familien, sollen so weitere Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs eröffnet werden. So lernen die Teilnehmenden, Berührungsängste zu überwinden, Vorurteile abzubauen und Toleranz zu üben. Derzeit arbeiten die Frauen daran, eine Wimpelkette, die zu den alljährlich stattfinden Gartenfesten aufgehängt werden kann, entstehen zu lassen. „Die APZ- MKK müssen neue Wege der Sozialraumorientierung gehen“, so die Fachkraft Schickel. Dabei die Integration zu fördern, sei gerade mit Blick auf die Zukunft eine gute Sache: „Viele der Geflüchteten sind hier in der Kommune heimisch geworden“.

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Nähmaschinen fördern Kommunikation und Toleranz: Das gemeinsame Nähen ermöglicht Begegnungen zwischen Bewohner*innen des Seniorenzentrums und im Ort lebenden Geflüchteten.


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