"Manchem Lokalpolitiker wird nun offensichtlich klar, welche massiven Auswirkungen die großangelegten Windkraftplanungen zwischen Bad Orb und Bieber für die Region bedeuten. Bedauerlicherweise hat sich aber Biebergemünds Bürgermeister Matthias Schmitt nicht an diesem Schreiben an die neue Landesregierung beteiligt“, äußert sich BI Vorstand Dr. Berthold Andres über die aus seiner Sicht zögerliche Haltung des Biebergemünder Bürgermeisters in der Sache. "Das könnte bei allen Stakeholdern den Eindruck erwecken, dass die Gemeinde Biebergemünd den Planungen wohlwollend gegenübersteht. Es ist deshalb zu befürchten, dass die gemeinsame Aktion von Thorsten Stolz und Tobias Weisbecker eher zu Lasten von Biebergemünd gehen könnte und Anlagen auf Biebergemünder Seite konzentriert werden. Wie die Visualisierung von 285 m hohen Windkraftanlagen auf der betreffenden Fläche aber sehr deutlich zeigt, würde der Biebergemünder Ortsteil Bieber neben der Stadt Bad Orb die Hauptlast der Nachteile tragen", bittet der Vorstand der BI deshalb Bürgermeister Matthias Schmitt und die Gemeindevertreter aller Biebergemünder Parteien, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und im Sinne der Betroffenen in Biebergemünd eng mit der Stadt Bad Orb zusammenzuarbeiten.
Der Vorstand der BI weist in diesem Zusammenhang auf ihre Informationsveranstaltung am 7. März 2024 um 19:30 Uhr in der Biebertalhalle in Bieber zum geplanten Ausbau der Windkraft auf der Vorrangfläche 2-304 zwischen Bieber und Bad Orb hin. Weitere Details zu der Veranstaltung hat die BI auf ihrer homepage www.windkraft-im-spessart.de bereitgestellt.



Kommentare
Auch der politische Unterricht müsste auf das Phänomen "Bürgerbeteiligung ja, aber nicht vor meiner Haustür" deutlicher eingehen, was es heißt. Dieser Egoismus wird immer größer: fing an "mit Geiz ist geil" und geht über "nicht vor meiner Haustür" hin zu "Atomkraft und russisches Gas seien eh die besten Alternativen".
Die Folgekosten haben wir alle zu tragen: wir haben immer noch kein gesichertes Endlager, der Krieg in der Ukraine von diesem Massenmörder angezettelt, lässt eigentlich den Blick frei, sich darüber klar zu werden, was uns droht, wenn einige wieder schreien, es soll alles so bleiben wie es ist.
Wurde nicht vor ein paar Tagen noch gejubelt, das die Bürger die Propeller ja doch wollen.
Vielleicht sollte man die Demos gegen FDP, CDU, AFD, rechts um den Faktor "Windkraft nicht vor meiner Tür" erweitern.