TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Windkraft in Biebergemünd: Wo bleibt Bürgermeister Matthias Schmitt?

Windkraft in Biebergemünd: Wo bleibt Bürgermeister Matthias Schmitt?

Das gemeinsame Schreiben von Landrat Thorsten Stolz (SPD) und dem Bad Orber Bürgermeister Tobias Weisbecker (CDU) an die neue hessische Landesregierung von CDU und SPD (wir berichteten) ist für den Vorstand der Bürgerinitiative "Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur" ein erfreuliches Zeichen. In ihrem Schreiben fordern die beiden Lokalpolitiker das Vergabeverfahren für Windkraftanlagen zwischen Bieber und Bad Orb zu stoppen und die betroffenen Kommunen, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, an den Planungen zu beteiligen.

Autohaus Nix

"Manchem Lokalpolitiker wird nun offensichtlich klar, welche massiven Auswirkungen die großangelegten Windkraftplanungen zwischen Bad Orb und Bieber für die Region bedeuten. Bedauerlicherweise hat sich aber Biebergemünds Bürgermeister Matthias Schmitt nicht an diesem Schreiben an die neue Landesregierung beteiligt“, äußert sich BI Vorstand Dr. Berthold Andres über die aus seiner Sicht zögerliche Haltung des Biebergemünder Bürgermeisters in der Sache. "Das könnte bei allen Stakeholdern den Eindruck erwecken, dass die Gemeinde Biebergemünd den Planungen wohlwollend gegenübersteht. Es ist deshalb zu befürchten, dass die gemeinsame Aktion von Thorsten Stolz und Tobias Weisbecker eher zu Lasten von Biebergemünd gehen könnte und Anlagen auf Biebergemünder Seite konzentriert werden. Wie die Visualisierung von 285 m hohen Windkraftanlagen auf der betreffenden Fläche aber sehr deutlich zeigt, würde der Biebergemünder Ortsteil Bieber neben der Stadt Bad Orb die Hauptlast der Nachteile tragen", bittet der Vorstand der BI deshalb Bürgermeister Matthias Schmitt und die Gemeindevertreter aller Biebergemünder Parteien, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und im Sinne der Betroffenen in Biebergemünd eng mit der Stadt Bad Orb zusammenzuarbeiten.

Der Vorstand der BI weist in diesem Zusammenhang auf ihre Informationsveranstaltung am 7. März 2024 um 19:30 Uhr in der Biebertalhalle in Bieber zum geplanten Ausbau der Windkraft auf der Vorrangfläche 2-304 zwischen Bieber und Bad Orb hin. Weitere Details zu der Veranstaltung hat die BI auf ihrer homepage www.windkraft-im-spessart.de bereitgestellt.

visiuvonbieber az

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

Kommentare

1
Holger Saß
2 jahre vor
Es ist für mich immer wieder nicht nachvollziehbar, dass sich Menschen gegen saubere Energie aus ihrem unmittelbaren Umfeld wenden. Natürlich erhöht man die Akzeptanz für solche Anlagen, wenn es die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung, auch finanzieller Art, gibt.

Auch der politische Unterricht müsste auf das Phänomen "Bürgerbeteiligung ja, aber nicht vor meiner Haustür" deutlicher eingehen, was es heißt. Dieser Egoismus wird immer größer: fing an "mit Geiz ist geil" und geht über "nicht vor meiner Haustür" hin zu "Atomkraft und russisches Gas seien eh die besten Alternativen".

Die Folgekosten haben wir alle zu tragen: wir haben immer noch kein gesichertes Endlager, der Krieg in der Ukraine von diesem Massenmörder angezettelt, lässt eigentlich den Blick frei, sich darüber klar zu werden, was uns droht, wenn einige wieder schreien, es soll alles so bleiben wie es ist.
Gefällt mir 2 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
1
Stephan
2 jahre vor
Und wie so oft passt der Slogan "Ja zur Windkraft, aber bitte nicht vor meiner Tür"
Wurde nicht vor ein paar Tagen noch gejubelt, das die Bürger die Propeller ja doch wollen.


Vielleicht sollte man die Demos gegen FDP, CDU, AFD, rechts um den Faktor "Windkraft nicht vor meiner Tür" erweitern.
Gefällt mir 4 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis