Zum Abschluss der Legislaturperiode 2021-2026 und des Wahlkampfes zur Wahl der Gemeindevertretung blickt die SPD Biebergemünd zurück und entwirft zugleich aus ihrer Sicht positive Perspektiven für die künftige Entwicklung der Gemeinde.
Trotz der enormen Belastungen, denen Kommunen gegenwärtig ausgesetzt seien, und trotz einer angespannten Haushaltslage sei Biebergemünd weiterhin leistungsfähig und biete das Potenzial zu einer infrastrukturellen und sozialräumlichen Weiterentwicklung.
„Nachdem wir enorme Summe in den Bereich der Sportförderung investiert haben und weiter investieren werden, können die Ziele in der näheren Zukunft nur Projekte im Bereich der konkreten Daseinsvorsorge sein“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Martin Loder. „Mit dem Abschluss der Großprojekte Spessartstraße, Bürgerhaus Kassel und Ärztehaus Bieber müssen wir uns nun, statt auf neue Prestigeprojekte zu fokussieren, erneut den Themen widmen, bei denen den Menschen der Schuh drückt. Besonders hervorzuheben sind dabei die Schaffung von seniorengerechten Wohnungen, der Bereich der Kinderbetreuung sowie Maßnahmen zur Entwicklung von Gewerbegebieten."
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sei das Projekt zur Entwicklung des Areals „Schollese Mühle“ initiiert worden: "Doch passiert ist hier in den letzten Jahren wenig. Dabei ist die Schaffung von seniorengerechten Wohnungen eine extrem wichtige sozialräumliche Aufgabe in Zeiten des demografischen Wandels. Wir wollen unseren Bürgern ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben bis ins hohe Alter ermöglichen und dabei zugleich einen Generationswechsel bei Bestandsimmobilien unterstützen“, erläutert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Berthold Schum. "Hierzu muss dieses Leuchtturmprojekt wieder zielgerichtet verfolgt und vorangebracht werden.“ Auch die einmal anvisierte Ausgestaltung des Areals mit seinen Freiflächen und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten hin zu einem belebten Mittelpunkt der Gemeinde für Austausch und Freizeit darf nicht in Vergessenheit geraten. „Hier ist die Politik gut beraten, nicht an der falschen Stelle zu sparen!“, betont Martin Loder.
Auch bei der Sicherstellung und Aufwertung der Kinderbetreuung könne die Gemeinde noch viel leisten. „Nachdem die von uns unterstützte Einrichtung eines Waldkindergartens in Roßbach in diesem Jahr anläuft und damit ein erster positiver Akzent gesetzt wurde, muss auch die Unterstützung und Entwicklung der Bestandskindergärten wieder Fahrt aufnehmen. Besonders in den Kindergärten in Lanzingen und Bieber ist die Betreuungssicherheit weiterhin bestenfalls fragil“, findet Martin Loder. Hier brauche es langfristige Entwicklungskonzepte genauso wie kurzfristige Maßnahmen.
Im Fall der Einrichtung in Lanzingen sei ein engmaschiger Austausch der Gemeinde mit dem Träger erforderlich sowie die Entwicklung eines Konzepts, um den Kindergarten zukunftssicher zu machen. "Auch die Konstellation der Trägerschaft als solche kann hier geprüft werden. Das Ziel muss eine effiziente und nachhaltige Betreuungssituation sein, nachdem die Gemeinde hier bereits Millionenbeträge in eine kleine Einrichtung investiert hat. Bei der Kita Bieber, wo die Gemeinde selbst Träger ist, und die zugleich unter Vollauslastung und Personalnot leidet, ist die Prüfung einer baulichen Erweiterung im mittelfristigen Planungshorizont wieder zu verankern. Man kann hier nicht darauf vertrauen, dass die demografische Entwicklung die Situation entlastet“, erklärt Martin Loder vehement. „Eine bauliche Verbesserung kann nicht auf das nächste Jahrzehnt oder gleich ins Ungewisse verschoben werden – das sind wir den Kindern aber auch den Mitarbeiterinnen vor Ort schuldig!“
Eine sichere und hochwertige Kinderbetreuung sei ein Qualitätsmerkmal einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gemeinde. "Die Kommunen befinden sich heute im direkten Wettbewerb miteinander um eine der knappsten Ressourcen: Junge Familien, die einen Lebensmittelpunkt suchen oder sich diesen in ihrer Heimat aufbauen wollen. Wer sich hier keine tragfähigen Konzepte und Investitionen leisten will, nimmt einen gehörigen Standortnachteil in Kauf“, so der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Link.
"Doch auch Arbeitsplätze vor Ort werden hierfür benötigt und gerade im Bereich der Ausweisung und Entwicklung von Gewerbegebieten gibt es in Biebergemünd noch Luft nach oben. Die SPD verfolgt schon lange die gezielte Identifizierung potenzieller Gewerbeflächen und vermisst bei der Gemeinde eine nachdrückliche Unterstützung der heimischen Gewerbebetriebe, die sich vor Ort erweitern wollen, sowie eine gezielte Ansprache potenzieller Partner. Wir haben als Wirtschaftsstandort auch in schwierigen Zeiten das Potenzial zu wachsen und damit auch unsere Gewerbesteuereinnahmen anzukurbeln“, erklärt das Vorstandsmitglied Tim Schneider. „Aber dazu bedarf es proaktiven Handelns von Verwaltung und Politik sowie der Unterstützung unserer vielfältigen mittelständischen Betriebe bei der infrastrukturellen Entwicklung und Erschließung. Nur auf dieser Grundlage kann Biebergemünd sein volles Potenzial heben.“
Alles in allem können aus Sicht der SPD positive Visionen auch in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten Biebergemünd gezielt, nachhaltig und zeitnah voranbringen. „Für diese Visionen möchte sich die SPD Biebergemünd auch in der kommenden Legislaturperiode einsetzen – konstruktiv und gemeinsam mit unseren Partnern in der Verwaltung und den anderen Fraktionen. Dann kann Biebergemünd noch besser werden“, so Martin Loder abschließend.
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