Pläne in Bad Orb: Windkraftgegner fordern Unterstützung aus Biebergemünd

Biebergemünd

Der dänische Windkraftprojektierer Ørsted hat entgegen seinem noch im Februar anlässlich des „Infomarkt zur Windenergie“ vorgestellten Terminplan kurzfristig einen Genehmigungsantrag für Windkraftanlagen auf der Fläche 2-304 eingereicht (wir berichteten). "Gemäß den damaligen Aussagen des verantwortlichen Projektentwicklers Wind, Georg von Arentin, sollte der Antrag eigentlich erst Ende des Jahres eingereicht werden. Wie aus der aktuellen Übersicht des HLNUG (Hessisches Landesamt Naturschutz, Umwelt und Geologie) aber hervorgeht, sind bereits jetzt acht Windkraftanlagen mit einer Höhe von über 265 m zwischen Biebergemünd – Bieber und Bad Orb im Genehmigungsverfahren", so der Vorstand der Bürgerinitiative "Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur e.V.".

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Windkraftanlagen in windschwachen Gebieten wie dem Spessart hätten nur durch massive Subventionen durch den Steuerzahler überhaupt eine Chance, profitabel zu sein. „Aufgrund der Ankündigungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Stillstandzeiten neuer Anlagen nicht mehr zu subventionieren, hat man bei Ørsted anscheinend jetzt kalte Füße bekommen. Mit einem Antrag versucht sich Ørsted nun offensichtlich noch die hohen Subventionen nach der aktuellen Gesetzeslage zu sichern“, vermutet der BI Vorsitzende Dr. Berthold Andres. Gleichzeitig bemängelt der Vorstand der Bürgerinitiative, dass Ørsted zwar immer wieder ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe fordere, gleichzeitig aber durch das eigene Verhalten, wie im vorliegenden Fall, Anlass für gerechtfertigtes Misstrauen schüre.

Um einen ersten Einblick in die Genehmigungsunterlagen zu bekommen, hat die Bürgerinitiative als Naturschutzverband bereits einen Antrag nach dem Umweltinformationsgesetz beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt. „An einer zeitnahen Zusage für die Weitergabe aller Natur- und Umweltschutzrechtlichen Gutachten wird sich Ørsted messen lassen müssen, ob Ørsted wirklich dem eigenen Anspruch nach Transparenz gerecht wird“, appelliert Dr. Berthold Andres an den Windkraftprojektierer.

Gleichzeitig bittet der Vorstand die Mitglieder der neuen Biebergemünder Gemeindevertretung, den Willen der Biebergemünder Bürgerinnen und Bürger zu respektieren und die Stadt Bad Orb beim Kampf gegen die Windkraftanlagen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. In zwei Petitionen haben jeweils weit über 2.000 Unterzeichner gefordert, dass auf der Fläche zwischen Biebergemünd und Bad Orb der Wald im jetzigen Zustand erhalten bleibt. "Das Profitstreben des dänischen Projektierers Ørsted und der Energiegenossenschaft Main-Kinzig darf nicht den Vorrang haben über dem Willen der Bürgerinnen und Bürger nach dem Erhalt der intakten Natur", so die Bürgerinitiative abschließend.

wkabiebereinkla az


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