320 Närrinnen und zwei Bürgermeister, besser geht‘s nicht

Die singenden Zwerge mit Bürgermeister Matthias Schmitt beim „outen“.

Bieber

Einlass bei ausverkaufter Halle war wie immer um 18 Uhr, doch die ersten Närrinnen ließen sich bereits um 16.30 Uhr auf Klappstühlen und bestens mit „Vorglüh-Utensilien“ versorgt vor der Biebertalhalle nieder.

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„Schad‘, dass nur einmal im Jahr Weiberfosenocht ist,“ seufzt eine der super kostümierten Frauen, „dafür geben wir alles.“ Bis zum pünktlichen Programmbeginn wurde gemumbelt, die Auswahl unvorstellbar und dicke genug für die Fischbörner Buben und die hungrigen Männer an der Theke, die von ihren Frauen vor lauter Fasenocht-Rausch vergessen wurden.

Susanne Weitzel und Wencke Stadler eröffneten das Programm kurz und knackig und schon konnten die beiden Minigarden ihre Tänze aufführen. Da stecken Talente drin und den Trainerinnen Karina Serano, Nadja Hauke und Julia Schott gelingt es, diese durch tolle Figuren zu entwickeln. Gleich anschließend verkündeten die Moderatorinnen, dass der Erlös in diesem Jahr an die Notfallseelsorge im MKK geht, ein Herzensanliegen von Thomas Nienstedt. Der Chef der Fischbörner Bube, brachte mit Kumpel Harald ordentlich Stimmung in die Halle, als ehrenamtlicher Notfallseelsorger tut er auf ganz andere Weise Gutes. Beide Musiker spendeten die Gage des Abends ebenfalls an die Notfallseelsorge, die damit dringend benötigte Erkennungswesten, Fortbildungen und Supervision finanzieren können.

Die „singenden Zwerge“ waren auf unergründlichen Wegen zu Messdienern geworden. Ja, nun mussten sie viel in den Gottesdienst, aber der Messwein war auch nicht zu verachten. Mit wunderbaren Texten und tollem mehrstimmigen Gesang führten Evi Kurczveil, Steffi Fuchs-Alameda, Steffi Hämel und Sylvia Sachs durch den Gottesdienst, und die Weiber im Saal sangen bei den Fürbitten noch vielstimmiger „Wir Weiber erhören Euch“. Inzwischen zu Superhelden geworden, trauten sie sich eine bisher unerkannte Bedienung männlichen Geschlechts als Gandalf verkleidet auf die Bühne zu holen. Bürgermeister Matthias Schmitt outete sich und konnte nicht nur bei den Fürbitten viele Wünsche, Sorgen und Anliegen der Bieberer Weiber mit ins Rathaus nehmen. Und schon stand die Maxigarde für ihren Tanz „Alles steht Kopf“ bereit. Was die zehn Mädels unter Leitung von Katharina Schickel und Mareike Pfeifer auf die Bühne brachten zeigte anschaulich eine Kurzfassung der Pubertät in allen Farben und Emotionen. Bühne frei für Zauberin Mascha und ihre ängstliche Assistentin Frau Akra Dabra. Die beiden Osteuropäerinnen zeigten beeindruckende Zauberkunststücke und Frau Mascha gelang es sogar, dass ihre Assistentin trotz Hähnchenverzehr „schwääben“ konnte. Ein besonderes Highlight vor der Pause war schließlich der Solo-Tanz von Mila Uhrig aus der Maxigarde, den Katharina Schickel mit ihr eingeübt hat. Schon 25 Minuten später ging es weiter, Yoga (Tschoga) unter Leitung von Frau Yang war angesagt. Alles andere als besinnlich und ruhig entpuppte sich die äußerst disparate Gruppe. Frau Yang (Tanja Weber) konnte sich nur zeitweise mit ihrem Programm bei Lena Sachs (wütend), Theresa Neis (auf Männersuche), Anni Neis (leicht inkontinent), Sonja Kunz (in einer anderen Spähre), Sylvia Sachs (Handysüchtig) und Kerstin Schmidt (die Genervte) durchsetzen.

Ein Glück kam Maddin (Steffi Hämel), der ehemalige Bademeister von der Wiesbütt, mit seinem Aloha-Baum aus Bad Orb vorbei. Er lud zum Energie-aufladen durch Waldbaden ein, doch schließlich war nur Sylvia begeistert, weil sie so ihren Hand-Akku tanken konnte. Dem großen Applaus für die Thuja-Gruppe fügten die Moderatorinnen Susanne und Wencke noch ein dickes Lob an. Lena Sachs und Theresa Neis sind die Chefinnen des Orga-Teams, ohne die es keine Weiberfosenocht geben würde. Außerdem wurden die beiden Ton-Techniker Andreas Weber und Klaus Neis mit attraktiven VIP-Orden ausgezeichnet. Ab sofort dürfen sie bei jeder Weiberfosenocht immer vor und hinter der Bühne agieren, hautnah dabei sein und bekommen sogar kostenloses Wasser – besser geht nicht. Nach einer Schunkelrunde hieß es „Bühne frei für die Damengarde der Teutonia Bieber“ unter Leitung von Katharina Schickel und Sarah Magel als Unterstützerin. Eingeleitet durch ein Märchengeschichte entwickelte sich „Der Ruf des Ozeans“ mit wunderschönen Kostümen, Lichteffekten und Tanzfiguren. Im Männer-TÜV hatten sich die TÜV-Prüferinnen Katharina Bonhard und Wencke Stadler vorgenommen, den Gesamtzustand und die Verschleißteile des modernen Mannes zu checken, also Orientierungssinn, Leistung und Hygiene. Der Bierkönig und das Mama-Söhnchen (beide Verena Weierich) sowie der Angeber Sportler und Bad Guy (beide Milena Korn) glänzten wie erwartet durch Untauglichkeit und bewegten sich allesamt zwischen Gebrauchtwagen, Getriebeschaden und Abwrackprämie. Als wäre es nicht schon genug, setzten die beiden Kahlgrünner Tratschtanten noch eins drauf. Wobei Bianca Streitenberger und Angelika Krebs (Bürgermeisterin Kleinkahl) auch die wunderbare Gabe haben, über sich selbst zu witzeln und auf die Schippe zu nehmen. Nur noch ein Programmpunkt und der ist seit Jahren ein Höhepunkt. Das Bieberer Männerballett unter Leitung von Anja Ickes wird immer origineller. Mit Hakuna Matata aus dem „König der Löwen“ wurde ein erstklassiger Showtanz geboten, der die Weiber nochmal richtig in Rage brachte. Viel zu schnell war der Abend vorbei – ja, „Schad, dass nur einmal im Jahr Weiberfosenocht ist“.

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Thuja (Yoga-Gruppe).

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Männerballett mit Trainerinnen.

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Das Organisationsteam der Weiberfasenacht.

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Die singenden Zwerge mit Bürgermeister Matthias Schmitt beim „outen“.


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