Am vergangenen Wochenende, 07. und 08. September, veranstalteten die Original Kasseler Musikanten 1974 e.V. am Bürgertreff in der Kasseler Ortsmitte die 20. traditionelle Kässeler Zelt-Nachkirb.
Das Festzelt war, nicht zuletzt wegen des qualitativ hochwertigen Programms und des reichhaltigen kulinarischen Angebotes an beiden Tagen sehr gut gefüllt.
Das Fest stand auch in diesem Jahr wieder voll und ganz im Zeichen der Blasmusik und begann bereits am Nachmittag mit einer besonderen Attraktion. In unmittelbarer Nähe des Festgeländes wurde an der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk ein Kontrollpunkt zur diesjährigen „DERTOUR-Classic-Rundfahrt" eingerichtet. Oldtimer-Freunde und diejenigen, die es werden wollen, können hierbei die Schönheit der insgesamt knapp 50 historischen Fahrzeuge (ab Jahrgang 1939) aus nächster Nähe bewundern und nebenbei bei Leckereien aus der Nachkirb-Küche und kühlen Getränken fachsimpeln, was das Zeug hielt. Am späten Samstagnachmittag schloss sich ein gemütlicher Dämmerschoppen an, bevor ab 19 Uhr, quasi als Vorbereitung auf das bevorstehende Münchener Oktoberfest, ein „Bayerischer Abend“ auf dem Programm stand.
Da hierbei eine standesgemäße Blasmusik natürlich nicht fehlen darf, haben die OKM im Vorfeld keine Kosten und Mühen gescheut und zwei befreundete Kapellen engagiert. Zu Beginn spielte die Musikkapelle Ruppertshütten unter der Leitung von Jürgen Gies auf und sorgte mit zünftiger Blasmusik für echte Wiesn-Stimmung im Nachkirb-Zelt. Nachfolgend übernahmen die Partensteiner Musikanten mit ihrem Dirigenten Marc Steigerwald sowie dem ehemaligen OKM-Dirigenten Adolf Amend am Tenorhorn den Taktstock und knüpften nahtlos an die Leistung ihrer Vorgänger an, sodass die Nachkirb-Gäste mit feinster Blasmusik unterhalten wurden und bei bester Stimmung gemeinsam feierten, lachten, schunkelten und tanzten. Zahlreiche Gäste in Lederhosen und Dirndl sowie bayerischen Spezialitäten wie Weißwürste mit Brezn sorgten dafür, dass man sich beinahe wirklich auf der Münchener Theresienwiese wähnte.
Direkt nach dem Auftritt der Partensteiner Musikanten wurde ein weiterer Höhepunkt - für viele ein trauriger – absolviert: Die Kirb 2013 wurde noch einmal „rausgelasse“, bevor sie, in Form einer Flasche Wein, mit musikalischer Begleitung einiger OKMler, zu den Klängen von „Ich hatt’ ein Kameraden“, von den Kirbburschen Jonas Kleinfelder , Felix Maiberger und Dennis Müller feierlich zu Grabe getragen wurde.
Der Nachkirb-Sonntag begann um 11 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen, der von den Biebertaler Musikanten unter der Leitung von Peter Sugar musikalisch umrahmt wurde.
Am frühen Nachmittag präsentierten die OKM – „Der Verein für die ganze Familie“ – ihr breit gefächertes Ausbildungsangebot für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene unter dem Motto „Mein rechter Platz ist frei … ich wünsche mir dich herbei!“. In diesem Rahmen traten ab 14 Uhr die Nachwuchsgruppen und –orchester sowie die Bläserklasse für Erwachsene des Vereins auf, um eine Kostprobe ihres Könnens darzubieten.
Den Anfang machte hierbei das Jugendorchester der Original Kasseler Musikanten 1974 e.V.. Unter der bewährten Leitung von Thomas Reutzel bot der OKM-Nachwuchs u.a. mit „The Cream of Clapton“ im Arrangement von Ron Sebregts, „Party Rock“, bearbeitet von Paul Murtha und „The Birth of Rock and Roll“ arrangiert von Johnnie Vinson berühmte Melodien verschiedener Genres dar. Als Zwischenspiel trat die Blockflötengruppe der OKM auf, die unter der Leitung von Andrea Schüch fröhliche Melodien erklingen ließ und damit das Publikum erfreute.
Zum Abschluss gab Auftakt 07, die Bläserklasse für Erwachsene der OKM, sein Stelldichein. Das zirka 50 Musikerinnen und Musikern fassende Orchester stellte unter Leitung des OKM-Eigengewächses Simon Maiberger mit einem Kurzkonzert den aktuellen Leistungsstand nach mittlerweile sechsjährigem Bestehen eindrucksvoll unter Beweis. Mit Darbietungen wie z.B. „The Best of Billy Vaughn“ in der Zusammenstellung von Freek Mestrini Hit „I Got You (I Feel Good)”, arrangiert von Johnnie Vinson und dem Potpourri „Mit Schwung und Elan“ von Michael Brenner, sorgte es mit einem klangvollen Big-Band-Sound dafür, dass das Publikum ordentlich im Takt mitswingen konnte.
Die OKM-Orchester ernteten für ihre tollen Auftritte viel Applaus und wurden nicht von der Bühne gelassen, ohne den begeisterten Besuchern jeweils noch eine Zugabe darzubieten. Für interessierte Kinder und deren Eltern, aber auch musikbegeisterte Erwachsene, standen Verantwortlichen der Originalen natürlich direkt vor Ort bereit, um Auskunft über die Details zur Jugend- und Ausbildungsarbeit zu geben.
Zum Ausklang der diesjährigen Nachkirb spielten das Blasorchester der FF Rothenbergen mit seinem Dirigenten Andreas Fath sowie der Musikverein „Edelweiß Mernes" unter der Leitung von Helmut Pfahls auf und sorgten auch zum Abschluss des Festes mit zünftiger Blasmusik noch einmal für gute Stimmung im Zelt in der Kasseler Ortsmitte.
In gewohnter Manier wurde den Gästen neben abwechslungsreicher Blasmusik an beiden Tagen auch eine Menge kulinarischer Spezialitäten angeboten. Die Highlights waren unter anderem Schnitzel in verschiedenen Variationen und leckere Grillspezialitäten. Am Sonntag stand zudem ein köstlicher Schweinebraten mit Kartoffelklößen und Rotkraut auf der Speisekarte. Außerdem gab es eine riesige Auswahl an selbst gebackenen Torten und Kuchen.
Selbstverständlich war an beiden Tagen auch für die Unterhaltung der „Kleinen“ mit einem Kinderkarussell bestens gesorgt. Die Original Kasseler Musikanten möchten sich bei allen Gästen, den befreundeten Vereinen und natürlich bei allen Helferinnen und Helfern recht herzlich bedanken, die dazu beigetragen haben, dass das Fest einen erfolgreichen Verlauf genommen hat. Bei allen Anliegern möchten sich die OKM für eventuelle Lärmbelästigungen entschuldigenund sich für Ihr Verständnis bedanken.
Weitere Informationen und Bilder zur traditionellen Kässeler Nachkirb sowie den OKM im Allgemeinen finden Sie auf unserer Homepage www.o-k-m.de.
Foto: Das OKM-Jugendorchester unter der Leitung von Thomas Reutzel unterhält die Gäste im Nachkirb-Zelt.
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