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Um über dieses Thema ins Gespräch zu kommen, lud der Biebergemünder Bürgermeisterkandidat Simon Beck (CDU) in das Dorfgemeinschaftshaus in Roßbach ein. Fachliche Unterstützung bekam er von Jens Hommel, Miteigentümer des in Roßbach ansässigen Unternehmens „AHS Solar“, welches sich auf die Beratung, Angebotserstellung, Wirtschaftlichkeitsberechnung und Installation von Photovoltaikanlagen spezialisiert hat. „Mit Herrn Hommel und Herrn Ditzel haben wir in Biebergemünd vor Ort echte Experten auf diesem Gebiet. Im Mai 2021 hat AHS Solar sogar ein zweites Firmengebäude in Roßbach einweihen können, was definitiv Ausdruck des guten Schaffens und Wirkens des Unternehmens ist. Das aus 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehende Team von AHS Solar, welches sich aus Elektromeistern, Planungsingenieuren und Elektrofachkräften zusammensetzt, möchte der Kundin oder dem Kunden nicht nur wirtschaftliche Photovoltaikanlagen bereitstellen, sondern auch optisch ansprechende Anlagen anbieten und bauen. Von einer kostenlosen Beratung über eine Angebotserstellung bis hin zur Wirtschaftlichkeitsberechnung ist dieses Biebergemünder Unternehmen auf der Höhe der Zeit – umso mehr hat es mich gefreut, dass Herr Hommel meiner Einladung gefolgt ist und die Fragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern präzise und oftmals mit einem gewissen Humor beantwortet hat“, sagte Beck.

Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger, Kommunalpolitiker verschiedener Parteien, Unternehmer, Jugendliche, junge Familien und Rentner waren anwesend und es wurden einige wichtige, persönliche und lobenswerte Fragen gestellt. Wie erreiche man es, eine klimaneutrale Gemeinde zu werden? Warum sollte man ausgerechnet auf Photovoltaik und keine anderen erneuerbaren Energien setzen? Ab wann lohnt sich eine Investition für das eigene Eigenheim?

"Die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, dass Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral wird. CO2-Preis, autofreie Städte, Ausstieg aus Kohle- und Atomstromversorgung – die Liste, um die Klimaneutralität zu erreichen, ist lang und wiegt schwer in den Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger", möchte sich Simon Beck als zukünftiger Chef des Rathauses dafür einsetzen, dass die Gemeinde schon viel früher klimaneutral wird – ohne Verbote und Hand in Hand mit der Bevölkerung. Als Einstieg in die Informationsveranstaltung lenkte er deshalb seinen Blick zuerst auf das Bundestagswahlprogramm seiner Partei, der CDU. "Durch innovative Technologien, durch wirtschaftliche Investitionen sowieso durch ein ein koordiniertes Handeln von Politik, Industrie und Gesellschaft möchte die CDU Deutschland auch nach 2045 als Industrieland erhalten. Konkret wird hier auf einen intelligenten und diversifizierten Energiemix aus Sonne, Wind nachhaltiger Biomasse, Wasserkraft und Geothermie im ländlichen Raum gesetzt – dies müsse allerdings die Akzeptanz der Bevölkerung genießen, vorab gut geplant sein und unbürokratisch vonstattengehen", so Beck. Nach einem kurzen Überblick über die bundespolitische Ebene widmet sich der gelernte Vertriebsingenieur seiner Heimat Biebergemünd. Die Pariser Klimaziele sind das Leitbild für Simon Beck. Zum Erreichen eben jener brauche man aber innovative Technologien, wirtschaftliche Investitionen und ein koordiniertes Handeln von Gemeindeverwaltung und -vertretung, Gewerbe sowie von der Gesellschaft – hier sieht Beck großen Spielraum und möchte sich direkt nach Amtsantritt mit allen betroffenen Branchen an einen runden Tisch setzen, um die gemeinsame klimaneutrale Zukunft zu besprechen. Ebenso setzt sich Beck für einen Energiespeicher ein, um die Schwankungen der Erneuerbaren Energie in wind- und sonnenschwachen Zeiten auszugleichen.

„Unsere Sonne ist ein kostenloser Energielieferant, der jedem zugänglich gemacht werden sollte – für junge Familien ebenso wie für Alleinstehende und für Senioren. Von den regenerativen Energien - wie beispielsweise auch Biogas oder Windenergie - ist der Strom aus Photovoltaik am wirtschaftlichsten und sinnvollsten, denn mit einer guten Photovoltaik-Anlage inklusive Speichersystem kann man einen Haushalt fast komplett autark vom Stromnetz betreiben“, erklärt Beck. Die erste Maßnahme für Biebergemünd umfasst für Beck (neben dem Installieren von mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern kommunaler Gebäude) die Schaffung von Anreizen zum Bau von Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern. Zudem müsse der auf Antrag von B‘90/Die Grünen geschaffene Posten des Klimamanagers zügig ausgeschrieben und besetzt werden, da dieser die fachliche Expertise in die Gemeindeverwaltung bringen würde.

Einen besonderen Blick hat Beck auf die Sitzung der Biebergemünder Gemeindevertretung vom 23. Juni 2021 geworfen, die ganz im Zeichen der Erneuerbaren Energien und deren Förderung stand. CDU, SPD und GRÜNE hätten jeweils Anträge eingebracht, die, so Beck, „zukunftsweisend und genau auf der Höhe der Zeit“ seien. Im selben Atemzug lobte Beck das fraktionsübergreifende Engagement. „Die CDU-Fraktion hat mit ihrem Antrag zur Entwicklung eines Konzeptes für ein Energieleitbild einen ersten Schritt gemacht: Es wird das Ziel verfolgt, Biebergemünd hinsichtlich seiner Stromerzeugung zur Deckung des Eigenbedarfs bis 2040 energieautark zu machen. Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme wurde von der Gemeindevertretung eine Förderrichtlinie für den Bau privater Photovoltaikanlagen beschlossen, die noch dieses Jahr mit rückwirkender Förderung von Maßnahmen ab dem 01. Januar 2021 erlassen werden soll. Davon profitiert sowohl die Gemeinde als auch das Klima und vor allem profitieren die Bürgerinnen und Bürger. Der Antrag der SPD-Fraktion, in Zusammenarbeit mit Experten und Planungsbüros unter anderem gemeindliche Liegenschaften zu erfassen, bei denen man die Installation von Photovoltaik-Anlagen inklusive Speichersystemen und Ladestationen voranbringen möchte, geht in genau die richtige Richtung.“ Die GRÜNEN beantragten die Schaffung eines Klimaschutzmanagers zur Initiierung und Umsetzung eines Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde Biebergemünd, damit Expertise und konkrete Umsetzung von gebündelt werden können.

Bürgermeisterkandidat Beck sieht in den drei voneinander unabhängigen Anträgen dennoch einen Zusammenhang: „Sowohl die Gemeindevertretung als auch die Verwaltung haben bereits Schritte für einen aktiven Klimaschutz eingeleitet. Jetzt gilt es, vom Gesamtbild zum Einzelprojekt zu gehen. Die Schaffung und Besetzung des Klimaschutzmanagers ist elementar, da er das fachliche Wissen in die Verwaltung bringt. Dieser kann das von der CDU geforderte Energieleitbild entwickeln, welches wiederum den von der SPD vorangebrachten Ausbau von Photovoltaikanlagen aktiv umsetzt. Der Klimaschutzmanager wird hier also der begrenzende Faktor sein. Die Förderrichtlinie muss bis zum Ende des Jahres stehen und dann rückwirkend auf den Beginn des Jahres 2021 umgesetzt werden. Das Ziel ist klar: Biebergemünd muss mehr Strom herstellen als verbraucht wird.“

In der anschließenden Fragerunde mit Herrn Hommel und Herrn Beck entstanden außerdem viele Ideen, welche Simon Beck wohlwollend aufgriff. „Dieser Abend hat gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger auch großes Interesse auch an einer eigenen Photovoltaikanlage haben. Ich möchte mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dass es mehrmals jährlich Informationsveranstaltungen gibt - und zwar über die Themen Energie- und Stromversorgung, Erneuerbare Energien und Photovoltaik im Besonderen. Außerdem müssten jede Bürgerin und jeder Bürger auf kurzem Wege innerhalb der Gemeindeverwaltung Fachleute antreffen können, die ihm bei Fragen rund um diese Thematik aushelfen kann“, formulierte Beck. Auch Fragen rund um die Notwendigkeit eines Klimaschutzmanagers oder der fehlende Gedanke zur Energieeinspeicherung anstelle einer immer wachsenden Energiezunahme wurden besprochen. Ab welcher Größe rentiert sich eine eigene Photovoltaikanlage? Wie effizient ist diese im Herbst und Winter? Wie hoch ist die Lebenserwartung der einzelnen Batteriezellen? Müssen die Anlagen gereinigt werden?

Die sehr vielfältigen Fragen zeigten Simon Beck und Jens Hommel, dass das Interesse an einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Eigenheim groß ist. Die passenden Abschlussworte der Informationsveranstaltung fand ein interessierter Bürger aus Flörsbachtal: „Ein großes Lob an die drei Biebergemünder Parteien, dass sie partei- und fraktionsübergreifend dieses wichtige Thema im Blick haben und voranbringen. Viele Jahre wurde über Windkrafträder gesprochen, während man den Ausbau von Photovoltaikanlagen nie näher in Betracht zog. Gut, dass sich Simon Beck als Bürgermeisterkandidat diesem Thema näher annimmt.“

Foto: Interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Informationsveranstaltung von Bürgermeisterkandidat Simon Beck und Unternehmer Jens Hommel im DGH Roßbach.

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