Die Kunst- und Kulturinitiative SpessArt06050 hatte ihre Mitglieder sowie Künstler und Interessierte am 31. August zu einer Wanderung entlang des Liederpfads in Roßbach eingeladen.
Anlass der Wanderung war die Vorstellung der nun an den einzelnen Liederpfad-Stationen errichteten Stelen mit Kunstobjekten – Bildern und Skulpturen. Die Teilnehmer an der Wanderung – darunter auch Biebergemünds Bürgermeister Matthias Schmitt – trafen sich im Linkegäßchen an der Liederpfad-Station 1. Hier konnte auch schon das erste Kunstwerk betrachtet werden, eine sehr intime keramische Installation, geschaffen von Hans-Peter Steinacker.
Von hier marschierte die Gruppe entlang des kleinen Roßbachs zur Station 2 der Gemälde-Stele „Local Oaks“ von Dorothee Becker. Ihr Werk im Original auf eine Holztischplatte gemalt, zeigt interessante Schattenrisse von Eichen auf eben diese Platte neu interpretiert. Reinhard Kildau, von der Kunst- und Kulturinitiative SpessArt06050, der Initiator und Entwickler des Liederpfads führte an diesem sonnigen Nachmittag die Gruppe an, gab zahlreiche Erläuterungen zu den Kunstwerken und überreichte den Protagonisten je eine gerahmte Urkunde für ihr Kunstwerk am Liederpfad sowie ein Exemplar des Liederbuchs zum Pfad. Das Liederbuch ist nun ergänzt um Informationen zu den installierten Kunstwerken sowie persönlichen, teils poetischen Interpretationen der Werke durch Mitglieder der Kunst- und Kulturinitiative.
Vom Bach hinauf zu den Spessarthöhen
Weiter ging es entlang des Bachs zum Liederpfad-Steg über den Roßbach, der begleitet wird vom Kunstwerk „Gummistiefelsteig“ an der Station 3. Dieses originelle Objekt der beiden Biebergemünder Kunstschaffenden, Ilse Natrop und Karin Klöckner, bestehend aus zwei Paaren Gummistiefel auf einem Holzsteg, leicht und verspielt, lädt geradezu zum Überqueren des Baches ein. Ein Stück den Berg hinauf gelangte die Gruppe dann am Rosengärtchen zur Station 5. Hier leuchtete schon von Weitem die Gemälde-Stele „Das Spiel“ von Ilse Natrop rechts neben Schutzhütte und Insektenhotel hervor. Doch die Teilnehmer mussten noch höher hinauf bis zur Panorama-Station 6, an der mit einem fantastischen Blick über den Spessart die surrealistisch anmutende Gemälde-Stele „Photosynthese“ von Sonja Andres betrachtet werden konnte. Die Künstlerin erläuterte hierzu, dass im Original echte Amberbaumblätter in das Werk eingearbeitet seien.
Auf ebener Strecke gelangte die Gruppe an den Rand des Waldes zur Station 8 am Hochsitz, wo die Gemälde-Stele „Wald“ von Cora Hunold die Teilnehmer zu eigenen Interpretationen dieses geheimnisvoll anmutenden Bildes einlud. Durch den dunklen Wald marschierend vorbei an Station 9 „Dunkle Waldschneise“, an der kurz das Lied „Wochenend‘ und Sonnenschein“ angestimmt wurde, erreichten die Teilnehmer Station 10, Roßbacher Wäldchen, an der die Stele mit der Fotografie „Wilder Wein“ von Reinhard Kildau installiert ist. Das Originalfoto hatte der Künstler in Pigmentdruck angefertigt, was die leuchtenden Farben erklärt. Anschließend den Berg hinab erreichte die Gruppe Station 11, Kreuzung Fischweiher, an der die Stele mit dem Luminale Preisträgerfoto „Wo es gilt zu wirken kräftig…“ von Volker Keller zu bestaunen ist. An der letzten Liederpfadstation Nr. 12, Truthahnweide, begrüßte die sympathische Skulptur „Eule“, geschnitzt in Spessarteiche vom Kempfenbrunner Künstler Walter Weigand, die Wanderer.
Schließlich, zurück an der Station 1 auf dem Grundstück der Familie Monika und Reinhard Kildau gab es dann reichlich Bratwürste, Salate und Getränke, damit nach der geistigen und körperlichen Ertüchtigung auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.