Christian Götz: „16 Ortsteile, 16 Samstage, 16 Uhr“

Birstein
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Unter dem Motto „16 Ortsteile, 16 Samstage, 16 Uhr“ besuchte Bürgermeisterkandidat Christian Götz, beginnend am 1. Juni diesen Jahres in Illnhausen, an jedem Wochenende einen anderen Ortsteil seiner Heimatgemeinde.

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„Lediglich während der Birsteiner Messe und des Birsteiner Marktes habe ich mich dort präsentiert und keinen Aktiv-Samstag angeboten. Mitte August war ich mit meiner Familie eine Woche an der Ostsee. Ich hatte alle Termine und den Wahlkampf bereits im Februar inhaltlich strukturiert und konsequent geplant“, betont Götz. Die Aspekte der letzten Monate reichten von Verwaltungsthemen wie beispielsweise der Bearbeitung von Ortsbeiratsprotokollen, über Sonnenschutz Spielplätzen und der Sanierung von Wirtschaftswegen bis hin zur Friedhofsgestaltung. So vielfältig wie die Ortsteile sind auch die Ideen der Bevölkerung und deren Erwartungen an einen neuen Bürgermeister.

Nach seinem abschließenden Aktiv-Samstag im Ortsteil Unterreichenbach zieht er nun eine durchweg positive Bilanz seiner Vorstellungstour durch die 16 Ortsteile der Gemeinde Birstein: „Ich habe sehr viel Neues gelernt und gesehen. Das waren unheimlich informative und spannende Gespräche, aus denen ich sehr viel für mich als Kandidat und Mensch mitgenommen habe.“ Diese Gespräche sollen die Basis seines Handels sein, falls er am 01. April 2020 die Nachfolge von Wolfgang Gottlieb antreten wird. Das Notizbuch, in dem er die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen hat, ist sehr gut gefüllt. „Das reicht jetzt schon für deutlich mehr als eine Amtszeit“, scherzt Götz.

So sorgte auch Unterreichenbach, mit seinen knapp 550 Einwohnern und damit zweitgrößter Ortsteil der Gemeinde, bei den Gästen und dem Kandidaten für rege Diskussionen. Das Dorfgemeinschaftshaus und der Spielplatz seinen sehr gut genutzt und böten aktuell keinen Grund zur Beanstandung. Größeren Handlungsbedarf für die Kommune sahen die Anwohner beim Zustand der Leerstände im Ort, sowie beim Friedhof und dem Feuerwehrgerätehaus. Während bei den Leerständen, die Nutzung der derzeitigen Förderprogramme und Gespräche mit den Eigentümern gesucht werden müssen, stellt sich beim Friedhof die Frage, ob man Wiesenerdgräber anlegen kann. In diesem Zusammenhang muss zeitnah geklärt werden, wo man solche Gräber sinnvoll einrichten könnte, damit sich das Gesamtbild des Areals nicht nachteilig verändert.

An den Ausmaßen des Feuerwehrgerätehauses scheiterte zuletzt die planmäßige Neuanschaffung eines Einsatzfahrzeuges für die Wehr. Hier wurde über eine Alternative am gemeindeeigenen Bauhof diskutiert, der sich in Unterreichenbach befindet. Dort seien geeignete Räumlichkeiten, nach kleineren Umbauten, vorhanden. Für die Seniorenarbeit sieht Götz die Schaffung einer ehrenamtlichen Stelle als Seniorenbeauftragten vor. Diese soll nicht nur Sprachrohr zu den Gemeindegremien sein, sondern auch, am Besten mit einem schlagkräftigen Team im Rücken, gemeinsame Aktivitäten organisieren und auf Missstände hinweisen.

Auch die Anregungen hinsichtlich der Kinderbetreuung durch die Kindergärten der Gemeinde hat der 44jährige Familienvater aufgenommen, dessen Sohn momentan die Einrichtung „Pusteblume“ in der Kerngemeinde besucht. Die Verunsicherung der Bevölkerung bezüglich der eventuellen Änderung der Straßenausbaugebühren sind für den Haus- und Grundstücksbesitzer Götz nachvollziehbar: „Wir werden diesbezüglich eine Wende erleben! Die bisherige Vorgehensweise ist meines Erachtens auf Dauer nicht mehr tragbar. Allerdings muss eine Möglichkeit der Abrechnung gefunden werden, die rechtlich nicht angreifbar und gerecht ist. Daher ist die weitere Entwicklung in anderen hessischen Kommunen abzuwarten. Ein Schnellschuss ist weder für die Bürger noch für die Verwaltung zielführend. Bei diesem sensiblen Thema geht Qualität in der Umsetzung vor Schnelligkeit.“

Schwerpunktthema am vergangenen Samstag war allerdings die Wahrung der öffentlichen Ordnung in Unterreichenbach und der dazugehörigen Gemarkung. Neben der Parkplatzsituation werden aktuell besonders die illegalen Müllablagerungen als belastend empfunden, wie der Ortsbeirat zu berichten wusste. Diese sehen nicht nur unschön aus, sondern sind manchmal auch ein Sicherheitsrisiko und können Ungeziefer anlocken. Hier versprach Götz eine konsequente Ermittlung und Verfolgung der Täter. In erster Linie sind allerdings immer die Mitarbeiter des Bauhofes gefordert, die zeitnah den Müllplatz räumen müssen, um keine Nachahmer anzulocken. Dafür ist es notwendig, dass die Bevölkerung solche Entdeckungen unverzüglich im Rathaus meldet. Dies ist sogar ganz bequem online über die AEM-App per Smartphone möglich.

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