CDU Birstein erstaunt über Arroganz des Wasserverbandes

Birstein
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Der Gemeindeverband der CDU Birstein kritisiert das Vorgehen des Wasserverbandes Kinzig (WVK) und dessen jüngst veröffentlichte Pressemitteilung scharf.

„Wir als Vertreter der Birsteiner Bürgerinnen und Bürger weisen die Vorwürfe, wir hätten über die beantragte Erhöhung der Wasserentnahme etwaige falsche Informationen verbreitet, ausdrücklich zurück“, so die Birsteiner Christdemokraten in einer Pressemitteilung.

„Alle von unserer Partei veröffentlichten Tatsachen lassen sich auf Informationen des Regierungspräsidiums oder des Wasserverbandes selbst zurückführen und stellen bloß das Widerspiegeln von Fakten dar“, so der Gemeindeverband weiter. Über die nun veröffentlichten Anschuldigungen zeigt sich der Verband äußerst erstaunt, so gehe man bei der CDU davon aus, dass eine funktionierende Demokratie davon getragen werde, dass die Bürgerinnen und Bürger wichtige Themen, wie den vom WVK gestellten Antrag, hinterfragen und somit einen erheblichen Anteil an der öffentlichen Debatte einnehmen.

So sind den Christdemokraten einige Unstimmigkeiten bezüglich der beantragten Erhöhung der Wasserfördermenge aufgefallen, damit sich der Vorwurf der Falschinformation mitsamt Quellen entledigt: "Der WVK stellte Ende 2021 einen Wasserrechtsantrag, in welchem er eine Erhöhung der Fördermenge des Illnhäuser Brunnen von 1,095 Mio. m³/a auf 2,07 Mio. m³/a bei einer Laufzeit von 30 Jahren beantragte. Dies stellt eine Verdoppelung beziehungsweise eine Steigerung von 100% dar. (Wasserrechtsantrag WG Kirchbracht-Illnhausen 2021) Außerdem sieht der WVK für seine Verbandsmitglieder MKK, Hanau und Frankfurt in Trockenjahren einen Gesamtbedarf von 7,7 Mio. m³/a  bis zum Jahre 2050 vor. Hessenwasser prognostiziert einen Bedarf für Frankfurt und Umland von 83 Mio. m³/a bis zum Jahre 2030, aktuell sind es 70 Mio. m³/a. Dazu entstehen durch die Fernwasserleitung bis zu 500.000 m³/a an Wasserverlusten. (Wasserrechtsantrag WG Kirchbracht-Illnhausen 2021)"

Ebenfalls fraglich sieht die Birsteiner CDU, ob das Wasser in Birstein ohne eine Genehmigung durch das RP gefördert wird: "Laut WVK ist lediglich eine Verlängerung der Wasserrechte und der damit verbundenen Förderung beantragt. Dem gegenüber steht jedoch eine Aussage aus dem Podcast des HR, in welchem berichtet wird, dass die Erlaubnis hierfür bereits seit dem 31.12.2021 ausgelaufen ist. Wird sich hier über Recht und Gesetz gestellt?" (HR Podcast „Hört.Uns.Zu!“, 20.07.2022)

In einem jüngst veröffentlichten Statement fordere der MKK alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Wasser zu sparen (wir berichteten). Die Kreiswerke Main-Kinzig hätten bereits im Hitzesommer 2018 die Wasserampel auf Stufe gelb geschaltet, da sich die Grundwasserstände nicht erholt hätten. „Wir als CDU fragen uns bei dieser Faktenlage, ob es tatsächlich nachhaltig ist, die Wassermenge im Zuge des Klimawandels noch weiter zu steigern. Auch wir halten die Nutzung des Oberflächenwassers aus der Kinzigtalsperre und weitere Innovationen für richtig und gut, jedoch reichen auch die hierfür geplanten Mengen nicht für das rasante Wachstum des Rhein-Main-Gebietes aus. Dazu kommt, dass ohne das kühlere Grundwasser als Mischungspartner das relativ warme, gereinigte Oberflächenwasser in den Sommermonaten nicht genutzt werden kann. Beim Birsteiner Grundwasser handelt es sich um nichts weniger als die Lebensader unserer Heimat. Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, aufgrund der über die Jahre hinweg gemachten Beobachtungen in Birstein und Brachttal, als 'unbegründet' abzutun, ist daher unverständlich und geradezu besorgniserregend. Dabei sind die widersprüchlichen Aussagen des WVK und der Behörden vielmehr ausschlaggebend für die Unglaubwürdigkeit, die durch die zuletzt veröffentlichten Pressenmittelungen weiter gesteigert wird", heißt es in der Pressemitteilung.

Weiter fordert die Birsteiner CDU: „Es müssen jetzt verantwortungsbewusste Entscheidungen getroffen werden, auch für die nachfolgenden Generationen und nicht lediglich für den stetig wachsenden Ballungsraum. Auch dieser muss sich nun seiner Verantwortung bewusst werden und ein nachhaltiges Gesamtkonzept für seinen Wasserverbrauch erstellen."


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