Die Beamten stellten vor Ort fest, dass Zigaretten und Spirituosen im Wert von mehreren hundert Euro aus dem Markt gestohlen wurden und sicherten anschließend auch Spuren, die täterseitig hinterlassen wurden. Was das Schadensbild anbelangte, so bot sich den Beamten ein ähnliches Bild, wie sie es von einem zurückliegenden Einbruch ins gleiche Objekt kannten: Bereits am frühen Morgen des 7. Juni war die Filiale von Einbrechern heimgesucht worden; auch hier fehlten Zigaretten und sowohl damals, als auch im aktuellen Fall wurde jeweils eine Fensterscheibe auf der Rückseite des Gebäudes eingeschlagen.
Während der Anzeigenaufnahme zur jüngsten Tat meldete sich der 22-Jährige telefonisch bei der Polizei und gab an, dass er derjenige sei, der heute Nacht in den Markt eingestiegen war. Nachdem er ihnen seinen Standort mitgeteilt hatte, trafen ihn die Beamten kurz darauf in der Stadtmitte an und legten ihn in Handschellen. Wie sich herausstellte, gehen offenbar noch weitere Einbrüche auf sein Konto: So räumte er ein, auch für die Tat am 7. Juni verantwortlich sein und zudem in den Markt eines Raumausstatters in der Industriestraße zwei Tage zuvor (in der Nacht zum 5. Juni) widerrechtlich eingedrungen zu sein.
Der junge Mann führte die Beamten anschließend zu dem Versteck, wo er die Beute von heute Morgen deponiert hatte - einem Wohnwagen, abgestellt auf einem Grundstück zwischen Industriestraße und Reichenbacher Straße. In diesem fanden die Polizisten neben Diebesgut auch diverse Einbruchs-Utensilien und weitere verdächtige Gegenstände, die allesamt der Sicherstellung zugeführt wurden. Was den Wohnwagen angeht, so wird ihm vorgeworfen, auch diesen zuvor aufgebrochen zu haben; eine entsprechende Anzeige der Besitzerin vom Sonntag liegt den Gesetzeswächtern hierzu vor. Inwieweit er möglicherweise für weitere Delikte in Frage kommt, ist derzeit Gegenstand der andauernden Ermittlungen. Weitere Hinweise zu den aufgeführten Taten nehmen die zuständigen Ermittler der Kriminalpolizei in Hanau unter der Rufnummer 06181 100-123 entgegen.
Da der 22-Jährige ganz offensichtlich psychische Auffälligkeiten zeigte und bei Antreffen auch betrunken war, wurde er zunächst in eine Fachklinik überstellt. Über seinen weiteren Verbleib wird noch entschieden.
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