Seit über drei Jahren leben Kinder und Jugendliche in der Ukraine in ständiger Angst vor dem nächsten Angriff. Jede Nacht könnte die letzte in ihrem Zuhause sein. Jeder Tag beginnt mit der Frage: „Kommt heute ein Luftalarm? Wird meine Schule getroffen? Bleibt meine Familie am Leben?“. In den Gebieten an der Krim sogar schon seit elf Jahren. Hausaufgaben, Freunde treffen, Hobbys nachgehen — in der Ukraine träumen viele Kinder von solch einem Alltag.
Stattdessen kennen diese jungen Menschen den Klang von Drohnen und die Geräusche explodierender Raketen besser als Lachen auf dem Pausenhof. Viele Schulen wurden zerstört, Spielplätze verwüstet – ein Aufwachsen in Normalität ist kaum möglich.
"Wir sagen: Kinder brauchen eine Atempause. Jetzt."
Darum holt die Ukrainehilfe Birstein & Brachttal e.V. die Kinder mit eigenen Bussen direkt aus der Ukraine ab. „Wir bringen sie in eine sichere Unterkunft nach Biebergemünd. Dort erleben sie 7 Tage ohne Krieg. „19 Kinder mit Betreuern, ein Tropfen auf den heißen Stein, denn sie teilen ihr Schicksal mit tausenden Gleichaltrigen. Aber irgendwo muss man anfangen, Hoffnung zu spenden!“, findet Viktoriya Tsalan-Günther aus Birstein.
Die Brachttalerin Nadija Nagelberg ergänzt: „Bei uns können die Kinder sieben Tage ohne Sirenen, ohne Keller, ohne Angst ums eigene Leben verbringen. Stattdessen erleben sie ein liebevoll organisiertes Ferienprogramm, angepasst an ihre Wünsche und ihre Traumata. Es wird Workshops, Bastelangebote, Sport, gemeinsame Ausflüge in die Natur geben. Dinge, die für uns in Deutschland normal sind, für diese Kinder aber ein Geschenk.“
„Diese Freizeit bietet eine Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, die genau verstehen, was es heißt, Kriegskind zu sein. Zusammen mit anderen Kindern, die das gleiche Bedürfnis haben, einfach mal Kind sein zu dürfen.“ stellt der Biebergemünder Alessandro Esposto fest. „Dafür organisieren wir neben dem Transport und der Unterkunft eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch Ehrenamtliche, die zuhören, die da sind, die auch Trost spenden. Die Kinder sollen abends am Lagerfeuer sitzen, Geschichten erzählen, in die Sterne schauen — ohne Angst, dass dieser Himmel gleich wieder gefährlich wird.“ erklärt Katrin Klas-Frenzel aus Brachttal.
„Diese jungen Menschen tragen so viel Dunkelheit in sich — helfen Sie uns, ihnen ein Licht zu schenken, ihnen Hoffnung und Zuversicht zu geben.“ appelliert der Brachttaler Enrico Nagelberg. Monika Meixner aus Biebergemünd ruft auf: Jeder einzelne gespendete Euro macht diese sieben Tage möglich. Er füllt die Tanks der Busse für die Jugendlichen, finanziert Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge.
Informationen zu den Spendenmöglichkeiten findet man auf der Homepage des Vereins www.ua-hilfe-bb.org.
Man kann seine Spende auch einzahlen auf das Konto des Vereins mit der IBAN DE71 5075 0094 0005 0201 71. Wer seine Spende für das Projekt „Sieben Tage ohne Krieg“ spezifizieren möchte, nennt dieses Kennwort im Betreff seiner Überweisung. Bei Spenden unter 300 Euro erkennt das Finanzamt einen Kontoauszug als Spendenbeleg an, der Verein Ukrainehilfe Birstein und Brachttal e.V. kann den Spendern aber auch bereits darunter auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen. Dazu sollen Spender bitte ihre Adresse mit angeben.

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