Gemeinsam für Birstein (GfB): Wahlvorschlag mit 27 Kandidierenden verabschiedet

Birstein

Vor wenigen Wochen hat sich eine die neue Wählergruppe "Gemeinsam für Birstein" (GfB) formiert. Bei ihrem ersten Treffen in Unterreichenbach waren 39 Bürgerinnen und Bürger beisammen und haben einen Wahlvorschlag erstellt.

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„Es freut uns und mich sehr, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger unseren gemeinwohlorientierten Werten verbunden fühlen und dafür eintreten. Wir haben Frauen und Männer aus allen Altersschichten und mit absolut unterschiedlichen beruflichen Hintergründen auf unserem Wahlvorschlag berücksichtigen können. Damit bilden wir tatsächlich den bewusst angestrebten Querschnitt der Gesellschaft ab. Unsere bisherigen Treffen waren allesamt von Toleranz und einer gesunden Aufbruchstimmung getragen“, so Viktoria Winter aus Oberreichenbach, die von der Versammlung auf den zweiten Listenplatz gewählt wurde.

„Auch aktuell setzen wir uns außerparlamentarisch mit Themen, wie dem geplanten Rechenzentrum auseinander. Es gilt die Eigentums- und Nutzungsfrage der Grundstücke nach dem vor 17 Jahren durchgeführten, aber nicht veröffentlichtem Bauleitverfahren rechtlich astrein zu klären. Ebenso ist ausgehend von den Ausschuss-Sitzungen noch unklar, ob und in welcher Höhe die Gemeinde pekuniär tatsächlich profitiert. Privilegiert ist die Einspeisung der Abwärme in ein Birsteiner Nahwärmenetz. Der aktuell diskutierte Klimafond ist rechtlich ebenfalls Neuland. Ob diese Füße tönern und etwaige Rückforderungen langfristig quasi schon vorprogrammiert sind, wer weiß. Gerne würde ich mein umfassendes -technisches- Fachwissen welches ich als Senior-Projekt-Manager bei Siemens Energy gerade in diesem Bereich über 40 Jahre Berufsleben erwerben konnte, in den weiteren Prozess einbringen“, führt Jürgen Matthes (GfB-Listenplatz 3) aus Unterreichenbach aus.

Ralf Seipel, Bauprojektleiter aus Fischborn, der auf dem Listenplatz 4 gereiht ist, meint: „Ein solches Mammutprojekt muss konsequent und kontinuierlich und von Beginn an professionell begleitet werden. Vielfältige Herausforderungen gilt es zu berücksichtigen, da außer dem Rechenzentrum auch die Auswirkungen der damit verbundenen Gebäude, wie Gaskraftwerk, Umspannwerk und große Batteriespeicher betrachtet werden müssen. Hier muss geprüft werden, ob zusätzliche Ausstattung für Feuerwehr erforderlich wird und wer dann für die Kosten aufkommt. Neben Profit gilt es zuerst die Gesundheitsfrage zu stellen: Kann es gesundheitliche Auswirkungen für die Umgebung geben und wenn ja, welche? Und wie kann die Gemeinde sicherstellen, dass diese Auswirkungen verhindert werden? Immerhin ist das derzeit vorgesehene Grundstück ganz in der Nähe der Birsteiner Grund- und Haupt- und Realschule. Vielleicht finden sich auch noch Interessenten, die mehr als 18 oder 25 Millionen Euro an Wärme- oder Klimageld in Birstein bezahlen möchten."

Die unabhängige Birsteiner Wählergruppe ist stets offen für konstruktive Anregungen aus der Bevölkerung und wird aus diesem Grund auch ihre weiteren Termine und Besprechungen an alle Bürgerinnen und Bürger Birsteins richten. „Wir haben uns bewusst keiner Partei angeschlossen oder eine solche gegründet. Bei uns wird es keine Fraktionszwänge und keine Meinungsdiktatur geben. Es macht einfach Spaß mit Gleichgesinnten über Birsteiner Interessen zu diskutieren. Das ist so motivierend“, stellt Viktoria Winter abschließend heraus.


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