Der laufende Wahlkampf macht sich aus Sicht der CDU in vielen aktuellen Veröffentlichungen deutlich bemerkbar.
Der laufende Wahlkampf macht sich aus Sicht der CDU in vielen aktuellen Veröffentlichungen deutlich bemerkbar.
"Sowohl SPD als auch UWB (vormals FWB) präsentieren derzeit zahlreiche Themen, die sie für sich beanspruchen. Das gehört zu einem Wahlkampf dazu – irritierend ist jedoch, in welchem Ton dies teilweise geschieht. Kürzlich hat sich in Brachttal wieder ein Ortsverband der Grünen gegründet. Mit neuen wie auch bekannten Gesichtern möchten sie sich weiterhin oder erstmals kommunalpolitisch engagieren. Wir begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich. Politische Vielfalt stärkt unsere Demokratie und bereichert die Diskussionen im Ort. Umso mehr bedauern wir, dass die neu gegründete Partei in den jüngsten Artikeln sowohl der SPD als auch der UWG bereits kritisiert und angegriffen wird", heißt es in einer Pressemitteilung.
Wahlkampf ja – aber bitte fair und respektvoll
"Man könnte fast meinen, die ein oder andere Partei fürchte bereits jetzt um Stimmen – und greife deshalb vorsichtshalber schon einmal zu deutlicheren Worten. Diese frühe Schärfe überrascht etwas, zumal der Wahlkampf offiziell erst beginnt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, weshalb bereits jetzt Kritik an einer neu entstandenen Gruppierung geäußert wird, statt deren Engagement zunächst wertzuschätzen. Hinzu kommt, dass bei einem der Vorbereitungstreffen zur Neugründung der Grünen sogar Mitglieder der SPD mit am Tisch saßen und sich konstruktiv eingebracht haben. Dort wurde offen über Ziele und Motivation gesprochen. Umso irritierender wirkt es nun, dass dieselbe Gruppierung so früh öffentlich kritisiert wird", so die CDU weiter.
Erfolge entstehen parteiübergreifend
Die kommunale Arbeit lebe nicht davon, wer eine Idee als Erstes hatte: "Die meisten Anträge wurden in der vergangenen Legislaturperiode einstimmig beschlossen. In der aktuellen Debatte hingegen dreht sich vieles nur noch darum, wer etwas 'erfunden' habe. Diese Sichtweise ist im kommunalen Kontext weder zielführend noch notwendig. Fakt ist: Wir alle haben für Brachttal etwas erreicht – gemeinsam. Entscheidungen, Projekte und Verbesserungen werden im Idealfall von allen Fraktionen getragen. Dass Prozesse Zeit benötigen, ist normal und kein Zeichen von Untätigkeit. Verwaltung und politische Gremien arbeiten oft parallel an Themen, und nicht jeder Antrag bedeutet automatisch, dass die Idee daraus stammt. Vertrauen in die gemeinsame Arbeit ist essenziell. Dieses Vertrauen hat zuletzt deutlich abgenommen – und das schadet am Ende allen Bürgerinnen und Bürgern. Unser Fokus sollte darauf liegen, Misstrauen abzubauen und politische Verdrossenheit zu verhindern."
Für einen respektvollen Umgang im Wahlkampf
"Wir als CDU Brachttal stehen weiterhin für einen offenen, sachlichen Dialog ohne persönliche Angriffe. Menschen, die sich für unsere Gemeinde engagieren – unabhängig von Parteibuch oder Gruppierung – verdienen Anerkennung statt Abwertung. Die aktuelle Art des Wahlkampfs, in dem auch neue engagierte Personen öffentlich angegriffen werden, sollte nicht zu unserem Standard werden. Auch wir haben Mitglieder an die Liste der Grünen verloren. Doch statt Vorwürfen haben wir das Gespräch gesucht. Ein Wechsel kann Bundespolitische Gründe haben, Das ist normal und Teil lebendiger Demokratie. Wichtig ist bei den Kommunalwahlen jedoch vor allem das Wohl unserer Gemeinde. Gerade bei den scheidenden Mitgliedern, die sich nun neu orientiert haben, steht am Ende dasselbe Ziel im Mittelpunkt: weiterhin Politik für Brachttal zu machen und Verantwortung zu übernehmen. Darum geht es im Kern – um Engagement für unseren Ort, nicht um parteipolitische Etiketten oder persönliche Zuschreibungen. Entscheidend ist, dass Menschen bereit sind, sich einzubringen und Brachttal voranzubringen."
Unsere Haltung: Gemeinsam mehr für Brachttal erreichen
Abschließend heißt es in der Pressemitteilung der CDU: "Für Brachttal erreichen wir am meisten, wenn wir miteinander arbeiten. Wir freuen uns über neue Mitglieder, über stabile Bestandsmitglieder und über alle, die bereit sind, Verantwortung für unsere Gemeinde zu übernehmen. Wir werden auch künftig im Sinne einer soliden Finanzpolitik, mit Vernunft und Augenmaß, für Brachttal arbeiten. Lautstarke Vorwürfe oder abwertende Kommentare sind nicht unser Weg – weder im Wahlkampf noch im politischen Alltag. Wir hoffen auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei der kommenden Kommunalwahl und setzen darauf, gemeinsam mit allen politischen Kräften konstruktive Lösungen zu erarbeiten. Es geht hier nicht um Landes- oder Bundespolitik – sondern darum, das Beste für Brachttal herauszuholen. Die CDU Brachttal bleibt verlässlicher Partner für eine sachliche, faire und zukunftsorientierte Kommunalpolitik."
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