Kein besseres Wasser für Bruchköbel

Bruchköbel

Das extrem harte Trinkwasser in Bruchköbel beschädige Leitungen und Elektrogeräte und belastee mit einem erhöhten Verbrauch an Reinigungsmitteln den Geldbeutel der Bürger und die Umwelt.

CID
Kreiswerke Main-Kinzig

Der BBB setzt sich deshalb seit Jahren für weicheres Wasser ein. Dies soll insbesondere durch eine Mischung mit sowieso schon an die Kreiswerke geliefertem Wasser aus dem Vogelsberg erreicht werden. Hinzugekommen sind beim Bruchköbeler Trinkwasser jetzt auch noch Nitratwerte, welche den EU-Richtwert übersteigen. Die von den Kreiswerken selbst veröffentlichten Ergebnisse für das im Stadtteil Roßdorf gelieferte Trinkwasser ergeben von 2012 bis heute einen Anstieg von 22,7° deutsche Härte zu 26,9° deutscher Härte und 26,0 mg/Liter Nitrat zu 29,1 mg/Liter Nitrat heute an. Der Raiffeisen Laborservice hat Ende November 2016 sogar 30,32 mg Nitrat pro Liter gemessen. Für Deutschland wurde zwar der Grenzwert von 30 mg/Liter auf 50 mg/Liter hochgesetzt, damit allerdings wird der EU-Richtwert von 25 mg/Liter deutlich überschritten und auch die Nitratwerte des seit 2016 an Bruchköbel gelieferten Wassers übersteigen den EU-Richtwert. Für Kinder hat die WHO sogar einen Grenzwert von 10 mg/Liter festgelegt.

Die Bruchköbeler Werte sind dabei unnötigerweise besonders schlecht. Beispielsweise bezieht die Gemeinde Schöneck von der OVAG Trinkwasser mit 10,64 Grad deutsche Härte und einem Nitratwert von 14 mg/Liter.

Da nun der zwischen der Stadt Bruchköbel und den Kreiswerken geschlossene Wasserlieferungs- und Konzessionsvertrag bis Ende Dezember 2016 zum Ende des Jahres 2017 gekündigt werden kann und nach dem Willen des Magistrats auch gekündigt werden soll, beantragte die BBB Fraktion, bei den Neuverhandlungen vorrangig einen möglichst niedrigen Nitratwert und einen möglichst geringen Härtegrad des zu liefernden Wassers und möglichst niedrige Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zum Ziel zu nehmen und dabei auch mit allen infrage kommenden Wasserversorgern zu verhandeln. Der Antrag wurde in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 13. Dezember von den Fraktionen der Grünen und der FDP unterstützt, CDU und SPD stimmten dagegen und auch der Bürgermeister zeigte sich unwillig. Sachlich vernünftige Gründe gegen den Antrag der BBB-Fraktion waren nicht zu hören. Der Bürgermeister will demnach lediglich einen Konzessionsvertrag verhandeln, bei dem es wohl um möglichst hohe Konzessionsabgaben an die Stadt gehen soll, welche der Versorger dann aber wieder auf das von den Bürgerinnen und Bürgern zu zahlende Entgelt umlegen wird. Eine Stellungnahme der CDU Fraktion erfolgte nicht. Die Stellungnahme des SPD Fraktionsvorsitzenden war wenig erhellend, da dieser sowohl äußerte, die mit dem BBB-Antrag verfolgten Ziele seien selbstverständlich, dann aber meinte, es sei unmöglich, sie zu erreichen. Allerdings zeigt bereits das Beispiel der Gemeinde Schöneck, dass deutlich bessere Wasserwerte ohne weiteres zu erreichen sind, wenn der politische Wille zu entsprechenden Verhandlungen besteht. Die BBB-Fraktion bedauert außerordentlich, dass bei der neuen Koalition von CDU und SPD ein solcher Wille fehlt und die Bürgerinteressen offensichtlich kein Gegenstand der Politik mehr sind.


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