Schnuppertauchgänge in der Molnar Janos Höhle

Bruchköbel
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Nach langer und sorgfältiger Planung haben drei Taucher vom Tauchclub Aquarius Bruchköbel (TCAB) an ihren geplanten Schnuppertauchgängen in der Molnar Janos Höhle teilgenommen.

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Das Tauchen in Höhlen und anderen Umgebungen ohne direkte Möglichkeit zum Auftauchen erfordert spezielle Ausrüstung und Ausbildung. Aus diesem Grund haben wir die Möglichkeit wahrgenommen unter den Straßen von Budapest mal einen Blick auf eine für uns als Sporttaucher vollkommen neue Art des Tauchens zu werfen. Die Tauchbasis an einer Hauptverkehrsstraße ist der einzige Zugang zu dem auf mittlerweile 7km erforschten Höhlensystem, dass bis in eine Tiefe von 100m reicht. Nach der Überprüfung und Zusammenstellung der benötigten Ausrüstung folgte ein ausführliches Briefing, bei dem die benötigten Unterwasserzeichen erläutert und der Ablauf des Tauchgangs samt den möglichen Szenarien zum Verlassen der Höhle festgelegt wurden.

Die beiden Tauchgänge in der Höhle wurden durch den Tauchguide mit vielen Highlights versehen. Angefangen bei imposanten Gesteinsformationen und Kristallen, fossilen Muscheln, und den Bewohnern der Höhle, 10mm kleine Krebse und 2mm kleinen fluoreszierenden Schnecken hat sich unser Guide Zoltan mächtig für uns ins Zeug gelegt um uns zwei sichere und erlebnisreiche Tauchgänge zu bescheren. Am zweiten Tauchtag ging es in die Kobanya Mine, dort wurden einst die Steine für den Bau der Matthiaskirche und der Fischerbastei abgebaut. Die Grundwasserbrunnen in den Stollen wurden von der Brauerei Dreher, die direkt darüber liegt, für die Produktion von Bier verwendet.

Während des zweiten Weltkrieges diente die Mine als Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung. Unser Tauchspot lag unmittelbar neben der unterirdischen Kathedrale die während dieser Zeit für Gottesdienste errichtet wurde. Nach der Stilllegung der Mine und der Erschließung von anderen Brunnen für die Brauerei läuft die Mine jetzt teilweise mit Wasser voll. Das Gefühl mit dem Auto in ein 22 km langes System aus Tunneln in absolute Dunkelheit zu fahren und dann von dort aus einen Tauchgang in einen mit Wasser gefüllten Stollen zu unternehmen wird uns mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben.

In dem Stollen können die Hinterlassenschaften aus dem Abbau besichtigt werden. Bei unseren Tauchgängen haben wir die ikonische Wendeltreppe besichtigt und sind 140m in den alten Stollen vorgedrungen. Auch hier hat sich unser Guide Soma mächtig ins Zeug gelegt und uns jeden interessanten Winkel auf dem Weg gezeigt. Nach diesen beiden aufregenden Tagen fiel es schwer sich zu verabschieden, aber vielleicht gibt es ja bald eine Gelegenheit die Reise zu wiederholen und dann eine Ausbildung zum Höhlentaucher abzuschließen. Wir haben uns auf jeden Fall mit einem "Auf Wiedersehen" verabschiedet, mal sehen was die Zukunft bringt.

Wer selbst Tauchen lernen möchte oder als Taucher seine bisherigen Kenntnisse vertiefen möchte ist beim TCAB herzlich willkommen. Der Tauchclub freut sich, Tauchbegeisterten einen Einstieg in die Welt des Tauchens zu ermöglichen. Weitere Infos unter: www.tcab-info.de

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