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Die Anzahl der ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Bruchköbel ist in den letzten zwei Jahren kontinuierlich ausgebaut worden. Die Verantwortlichen benennen hier die eigene Nachwuchsarbeit als den wichtigsten „Erfolgsgaranten“, der die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt langfristig positiv beeinflusst. Doch auch andere Entwicklungen und Umstände spielen der Mannschaftsstärke der Feuerwehr in die Karten.

Schon ein Blick in die Kinder- und Jugendfeuerweher zeigt es: In beiden Abteilungen der Feuerwehr Bruchköbel-Innenstadt sind derzeit zusammen 60 Nachwuchskräfte in der Ausbildung. „Selbst hier zeigt die Mitgliederentwicklung weiter nach oben, bei den derzeit 60 Kinder und Jugendlichen wird es nicht bleiben“, ist sich Wehrführer Nino Balzer sicher. Bedingt durch die Corona-Pandemie war im vergangenen Jahr nicht viel los in den Nachwuchsabteilungen. „Durch den Start der Nachwuchssparte vor wenigen Wochen hat es einen regelrechten „Run“ auf uns gegeben“, freut sich Jugendwart Julian Hinkel. Doch die Früchte der Jugendarbeit sind langfristiger zu betrachten. „Alleine in den letzten zwei Jahren haben wir sieben Jugendliche in die Einsatzabteilung übergeben“, bilanziert der Jugendwart.

Doch nicht alleine die Jugendarbeit sorgt für die positive Entwicklung bei der Feuerwehr. Auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Durch die Bildung einer „Tagesalarmgruppe“ vor drei Jahren und sukzessiver Werbung engagierter Kameraden konnten mehrere Selbstständige, Schichtarbeiter und Mitarbeiter der Stadtverwaltung für den Einsatzdienst gewonnen werden. „Alleine durch diese Gruppe sind weitere acht neue Einsatzkräfte zu uns gestoßen, darunter auch zwei Frauen“, erklärte Balzer. In der Frauenumkleide der Brandschützer wird es daher aktuell eng. Alle acht Spinde sind belegt, weshalb mehr Spinde her müssen.

Nicht alles Gold was glänzt

„Auch wenn die Anzahl der Einsatzkräfte steigt, muss man das trotzdem zurückhaltend bewerten. Auch bei uns kommt es wiederkehrend vor, dass Kameradinnen und Kameraden wegziehen, altersbedingt aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden oder sich die berufliche Situation zu Ungunsten des Ehrenamtes verändern“, mahnt Balzer. „Es ist daher nicht alles Gold was glänzt. Die Entwicklung ist wirklich sehr erfreulich, aber mehr Einsatzkräfte sind niemals verkehrt. Unser Gewinn an Personal ist schließlich in erster Linie ein Gewinn für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt.“ Besonders freuen konnten sich die Feuerwehrleute zusätzlich in den vergangenen Monaten auch über Quereinsteiger, die teilweise sogar bereits ausgebildete Feuerwehrleute waren und ihren Wohnsitz nach Bruchköbel verlegt hatten oder aus anderen Gründen zum Standort Innenstadt fanden. „Wir haben das große Glück, über ein sehr harmonisches und zugleich sehr unterschiedlich ausgebildetes Team aus allen Altersgruppen zu verfügen. Da sind viele Persönlichkeiten dabei, die dem Team gut tun und die Arbeit untereinander durch ihr Know-how bereichern“, so Balzer.

Foto: Thoran/ FF Stadt Bruchköbel-Innenstadt

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