Ukraine: „Tierisch geholfen“ aus Bruchköbel

Bruchköbel
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Pünktlich zum Ostersonntag erreichte ein weiterer Hilfstransport aus Bruchköbel sein Ziel in der Region Kiew. Die unter organisatorischer Leitung von Jennifer Brown gemeinsam mit internationalen sowie lokalen Unterstützern auf die Beine gestellte Aktion, hätte es ohne Hund Alduin wohl in dieser Form nicht gegeben. Immer wieder zeigt sich, wie stark die Menschen, gerade auch hier in unserer Region, mit unseren Nachbarn und Freunden in Europa vernetzt sind – und manchmal sind es eben auch unsere tierischen Freunde, die Brücken bauen und Beziehungen festigen.

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Der Irische Wolfshund, der bei Jenny vor rund anderthalb Jahren sein neues Zuhause fand, ist gebürtiger Ukrainer und stammt von Victoria und Sergii Bolkin, einem jungen Züchterehepaar aus Kiew. Seither sind das ukrainische Paar und Jenny in regem Kontakt geblieben; eine enge Freundschaft entstand. Und dann, am 24. Februar, war die Welt plötzlich eine andere. Mit dem Krieg vor der Haustür wandelten sich auch die Gesprächsthemen der Freunde radikal und auf einmal herrschten vor allem Sorgen – Sorge um die Freunde in der Ukraine und Sorge um die tierische Familie von Hund Alduin. Bereits kurz nach Kriegsbeginn sprachen Viktoria und Jenny über Hilfe für Mensch und Tier in Kiew und Umgebung. Lebensmittel waren zu diesem Zeitpunkt zwar teilweise noch zu ergattern, aber Tierfutter gab es bereits bald keines mehr. Für Jenny war klar – „da müssen wir dringend etwas unternehmen“.

Zeitgleich war die Bruchköbeler Spedition Maintaler bereits fleißig inmitten einer eignen großen Spendenaktion für die Ukraine, an der sich viele Bruchköbelerinnen und Bruchköbeler sowie viele andere Menschen aus der Region tatkräftig beteiligten. Die Firma Maintaler erklärte sich sofort bereit auch die gesammelten Spenden von Jenny und ihrem Team mit auf die Reise nach Lwiw zu nehmen; von da an sorgten ukrainische Helferinnen und Helfer für einen direkten Weitertransport in die Region Kiew. Dort angekommen kümmerten sich Viktoria und Sergii in unermüdlichem und nicht ungefährlichem Einsatz sofort darum, die Hilfsgüter direkt an Mensch und Tier zu verteilen. Die beiden dokumentierten die Versorgungsfahrten mit zahlreichen Fotos und schickten den Dank und die Grüße der erleichterten Tierhalter zurück. Ein großartiger Lohn für die organisatorischen Anstrengungen, die ohne Freistellung von Jennys Bruchköbeler Arbeitgeber wohl kaum zu bewältigen gewesen wären.

Einige Wochen später war weitere Hilfe nötig, denn das Tierfutter war bereits aufgebraucht und die Versorgungslage vor Ort inzwischen noch desolater als zuvor. Auch Lebensmittel und Hygieneartikel wurden äußerst knapp, wie Viktoria wissen ließ. Also wurde umgehend eine zweite Hilfsaktion ins Leben gerufen. Die Familien der Geschwister von Hund Alduin aus Belgien und Polen sammelten zeitglich ebenfalls fleißig Spenden und halfen aus der Ferne den Vierzigtonner für die nächste Lieferung zu füllen.

Zur selben Zeit kamen weitere Hilferufe aus den inzwischen leider zu trauriger Bekanntheit gekommenen Orten Bucha, Irpin, Sumy, und Gostomel. Während der wochenlangen Belagerung der Orte durch die russische Armee wurde es für die dortigen Halter mitunter unmöglich ihre Tiere zu versorgen. Jenny erreichten zu der Zeit von dort viele schreckliche Bilder von hungernden und verletzten Tieren. Deshalb wurden nun nicht nur Lebensmittel und Hygieneartikel gesammelt, sondern auch palettenweise Hunde-, Katzen und Pferdefutter gekauft. Auch viele Tierfreunde aus der Region spendeten Futter und Zubehör. Einige Tierärzte, unter anderem Harald Wenzel aus Bruchköbel, Wencke Schwarz aus Ilbenstadt, Marion Fenn aus Offenbach sowie die Ärzte der Tierklinik Gelnhausen Am Spitalacker unterstützen mit Beratung und Sachspenden. Die Spedition Maintaler half erneut bei der Organisation eines großen Transporters, für den die Firma LFE aus Bruchköbel einen Großteil der Kosten übernahm.

Am Ostersonntag kam der Transport dann schließlich in Kiew an. Auch dieses Mal konnten die Spenden dank Viktoria und Sergii umgehend an Mensch und Tier vor Ort verteilt werden. Für die nächsten Wochen ist die Not, dank der vielen Spenderinnen und Spender, zumindest etwas gelindert. Aber auch jetzt ist bereits klar: das wird gewiss nicht die letzte Hilfsaktion von Jenny und ihrem Team gewesen sein.

Wer das private Hilfsprojekt unterstützen möchte, kann gerne einen Beitrag an das folgende Spendenkonto oder via PayPal überweisen:

Jennifer Brown – Urkainehilfe
IBAN: DE 15 5019 0000 6401 7754 02
BIC: FFVBDEFF

PayPal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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