Umweltbildung mal ganz anders! Unter dem Motto 'Was wir nicht kennen, können wir auch nicht schützen' veranstaltete die Bürgerhilfe Bruchköbel gemeinsam mit dem Jugendreferat der Stadt Bruchköbel und dem Vogelschutzverein Roßdorf die 1. Bruchköbeler Fledermausnacht im Krebsbachpark mitten im Stadtzentrum. Und zahlreiche Menschen aller Altersstufen kamen, darunter 60 Kinder. In drei Stunden konnten sie an vier Stationen innerhalb des Parks so allerhand über diese Tiergruppe erfahren. Fledermäuse gibt es seit mehr als 50 Millionen Jahren. Das Erfolgsrezept dieser Tiergruppe liegt in der Eroberung ihrer biologischen Nische - dem Luftraum der Nacht. Sie sind die einzigen Säugetiere, die in der Lage sind aktiv zu fliegen. Das fehlende Sonnenlicht bereitet ihnen bei der Jagd nach Insekten jedoch keine Schwierigkeiten - mit Hilfe von Echoortung im Ultraschallbereich finden sie sich bestens zurecht.

In über 25 Staaten Europas wird die Europäische Nacht der Fledermäuse zeitgleich mit unzähligen Veranstaltungen begangen, um das Negativimage dieser Tiergruppe durch ein realistischeres Bild zu ersetzen und für deren Belange zu sensibilisieren. Es gibt in Europa keine blutsaugenden Fledermäuse, alle europäischen Arten ernähren sich nur von Insekten und Spinnen. Und sie sind damit sehr nützlich, kann doch eine vier Gramm schwere Wasserfledermaus beispielsweise in einer Nacht bis zu 4000 Stechmücken vertilgen. Allerdings sind fast alle Fledermausarten gefährdet, weil sie spezielle Ansprüche an ihre Lebensräume haben und durch Veränderungen in der Landschaft (Abholzung und Fällung von Quartierbäumen, Verschluss von Gebäudequartieren v. a. durch energetische Sanierung von Häusern, Insektensterben etc.) akut bedroht sind.

Doch es ging nicht um den sprichwörtlichen erhobenen Zeigefinger, sondern darum, die Probleme, aber auch die Faszination dieser Tiere spielerisch zu erleben: Kinder konnten Fledermaus-Masken basteln, erfahren wie sich Ultraschall anhört, beim Fledermauswissen- und beim Nahrungsquiz mitmachen, das war auch für viele Erwachsene eine Herausforderung oder die Lebensraumzerstörung beim Schwungtuchspiel bildlich erleben. Die Wissbegierigen wurden mit Fledermaus-Anstecker und Urkunde belohnt. Für Jugendliche und Erwachsene gab es verschiedene kurzweilige Informationen auf Folien und in kleinen Vorträgen. Und während der Himmel allmählich dunkler wurde, bahnte sich der Höhepunkt des Abends an: Die meisten Besucher hatten wirklich nicht damit gerechnet, dass mitten in der Stadt bis zu zwanzig Fledermäuse gleichzeitig über Ihren Köpfen nach Insekten jagen. Dank Ultraschall-Detektor wurden die Ortungsrufe dieser Tiere hörbar und gegen den noch etwas hellen Nachthimmel waren auch die Tiere im Flug sichtbar. Ein Besucher brachte es auf den Punkt: "Ich schau immer nur nach unten auf meinen Hund und merke gar nicht, wie über mir in der Luft die Post abgeht." Ein Live-Erlebnis der besonderen Art. Diese nächtliche Aktivität schürt bei vielen Menschen Ängste, weil sie selbst sich im Dunkeln nur schwer orientieren können. Aber spätestens nach diesem Abend wissen sie, dass Fledermäuse zwar heimlich, aber ganz und gar nicht unheimlich sind. Und weil so viele begeistert waren, überlegen die Organisatoren schon, ob es nächstes Jahr nicht eine zweite Bruchköbeler Fledermausnacht geben sollte.

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