Bruchköbels Blühbotschafter Helge Schröder entführte die zahlreichen Zuhörer am vergangenen Mittwoch im Stadthaus in die gefährdete Welt der Wildbienen.
Denn Wildbienen gelten als Nahrungsspezialisten, häufig sammeln sie ihren Nektar nur an wenigen oder sogar nur an einer einzigen Pflanzenart. Fehlen diese Pollenpflanzen, fehlen in dem Gebiet auch die Wildbienen, die auf sie spezialisiert sind. In Deutschland sind etwa 600 Wildbienen-Arten bekannt, von denen bereits 40 Arten ausgestorben und über 50 Prozent gefährdet sind. Erschwerend kommt hinzu, dass Wildbienen bei der Nahrungssuche einen eingeschränkter Flugradius von 300 bis 1500 Metern haben.
Wildbienen sind jedoch im Vergleich zu Honigbienen die effizienteren Bestäuber, da sie auch bei kühlerem Wetter oder in schlechteren Lichtverhältnissen bestäuben, während Honigbienen dann oft im Stock bleiben. Zu den Hauptproblemen der rückläufigen Wildbienenpopulation zählen die schwindenden Lebensräume, Steingärten, Monokulturen und mangelndes beziehungsweise falsches Nahrungsangebot.
Um den Garten bienenfreundlich zu gestalten, rät Helge Schröder darum zu einem bewussten Kauf von zertifizierten Wildpflanzen, zudem sind wilde Ecken im Garten äußerst empfehlenswert. Im Rahmen des Vortrags stelle Rebekka Lederer vom Umweltbüro außerdem die Initiative Main.Kinzig.blüht.Netz vor. Das durch den Landschaftspflegeverein und der Unteren Naturschutzbehörde des MKK ins Leben gerufene Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Kommunen zu aktivieren, um speziell für Insekten angepasste Lebensräume zu vernetzen.
In Bruchköbel wurden im Rahmen des Projektes bereits viele Grünflächen mit heimischen Wildstauden bepflanzt und die Mahd der Grünflächen stellenweise umgestellt, um mehr blühende Wiesen zu etablieren.

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