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Um das Gedächtnis über diesen Schauplatz des 1. Weltkrieges kurz aufzufrischen sei folgendes gesagt: Die Halbinsel Gallipoli war 1915 das Ziel einer großangelegten Landeoperation der englischen Streitkräfte um die Bündnispartner der Triple Entente weiterhin über das Schwarze Meer mit Nachschub versorgen zu können. Ursprünglich war die Landung und Verlegung der Truppen bis ans Schwarze Meer als 11-tägige Operation angelegt. Da jedoch das Überraschungsmoment am ersten Tag nicht wie geplant wirkte konnten die Verteidiger mit Unterstützung der Mittelmächte ihren Widerstand gut organisieren. Das zwang die Angreifer sich an der Küste zu verschanzen und leitete eine 8-monatige Belagerung ein, bei der die Angreifer von See aus versorgt werden mussten und dementsprechend viel Material auf dem Wasser war, welches von den Küstenbefestigungen aus immer wieder unter Feuer genommen wurde. Die Verluste bei Mensch und Material waren sehr hoch, man hoffte jedoch mit genug Nachschub den Widerstand brechen zu können. Die schlechte Ausbildung und Ausrüstung der größtenteils freiwilligen australischen, kanadischen und neuseeländischen Rekruten, sowie die fürchterlichen hygienischen Zustände taten ihr übriges. Nach 8 Monaten wurde die Operation erfolglos abgebrochen und zurück blieben die versenkten Schiffe und unzähliges Material.

Seitdem ruhen über 400 Wracks vor der Küste der Halbinsel und können seit einigen Jahren auch von Tauchern besichtigt werden. Die Anreise per Flugzeug über den Flughafen Istanbul und die Autofahrt auf die Halbinsel verlief ohne Probleme. Vor Ort wurden wir vom Leiter der Tauchbasis Ali Eyüpoglu und dem Kapitän des Tauchboots in Empfang genommen und die Tauchtage geplant. Im Rahmen unserer 5 Tauchtage konnten wir alle Wracks die für Sporttaucher erreichbar sind in Augenschein nehmen und uns ein gutes Bild von den Relikten unterwasser machen. Nach 110 Jahren seit dem Abbruch der Landeoperation ist von vielen Schiffen nur noch ein Gerippe übrig, was auch den umfangreichen Bergungsmaßnahmen nach den Kampfhandlungen geschuldet ist wo viel Metall zu Geld gemacht wurde. Trotz allem war die Erfahrung am Wrack der HMS Majestic, einem englischen Pre-dreadnought Schlachtschiff mit einstmals 119m Länge und 14900 Tonnen Gewicht entlangzutauchen mit Worten kaum zu beschreiben. Die schiere Menge an Stahlteilen und Granaten die jetzt noch im Wasser liegt lässt erahnen welch gigantisches Ungetüm das Schlachtschiff einst gewesen sein muss und welche Kräfte gewirkt haben müssen um die zentimeterdicken Stahlpatten derart zu verformen. Auch die anderen Wracks haben aufgrund der Größe ein ehrfürchtiges Gefühl aufkommen lassen. Die gut erhaltene HMS Lundy ein zum Minensucher umgebauter Fischtrawler mit beeindruckendem Bug und der riesigen Ankerwinde wurde erst 1987 entdeckt und ist deshalb trotz des Alters in gutem Zustand. Vertieft wurde dieses Gefühl von den zahllosen Gedenkstätten und Friedhöfen die es auf Gallipoli für die über 100.000 Gefallenen der Kampagne gibt. Leider gingen die Tauchgänge viel zu schnell vorbei und ehe wir es uns versahen saßen wir schon wieder im Flugzeug zurück nach Frankfurt. Wenn wir uns fleißig weiterbilden werden wir eines Tages auch die den technischen Tauchern vorbehaltenen tiefer gelegenen Wracks erkunden, die uns der Leiter der Tauchbasis ans Herz gelegt hat.

"Wer nach dem Lesen unserer Pressemitteilung auch Lust bekommen hat unbekannte Tiefen zu erkunden und Tauchen lernen möchte oder als Taucher seine bisherigen Kenntnisse vertiefen möchte, ist beim TCAB herzlich willkommen. Der Tauchclub freut sich, Tauchbegeisterten einen Einstieg in die Welt des Tauchens zu ermöglichen. Nach Voranmeldung können wir gerne Termine zum kostenlosen Schnuppertauchen vereinbaren. Weitere Infos unter: www.tcab-info.de", heißt es abschließend in der Mitteilung des des Tauchclub Aquarius Bruchköbel (TCAB).

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