Bruchköbel: Bürgerbund fordert neuen Bahnhaltepunkt „Bruchköbel-Süd“

Bruchköbel

Der Bruchköbeler BürgerBund (BBB) will die Aufnahme eines Bahnhaltepunkts „Bruchköbel-Süd“ und eine geänderte Planung der Erweiterung des Gewerbegebiets südlich der Dreispitzhalle bei der Fortschreibung des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) erreichen. Mit einem Antrag für die kommenden Sitzungen von Bauausschuss und Stadtverordnetenversammlung soll die Stadt Bruchköbel die Aufnahme eines Bahnhaltepunkts „Bruchköbel-Süd“ an der Bahnstrecke Hanau-Friedberg im Bereich der Verlängerung der Gleiwitzer Straße/Kinzigheimer Weg in den RegFNP vorantreiben.

VORSPRUNG - Anruf genuegt
Kreiswerke Main-Kinzig

„Der Bahnhof Bruchköbel ist in den vergangenen beiden Jahren modernisiert und kundenfreundlich umgebaut worden, das städtische Umfeld wurde schon vor längerer Zeit attraktiv umgebaut. Gleichwohl ist der Bahnhof im Norden der Stadt praktisch für alle Bereiche südlich der Hauptstraße zu ungünstig gelegen, um für die Bewohnerinnen und Bewohner beispielsweise der Kirlesiedlung gut erreichbar zu sein“, führt BBB-Fraktionsvorsitzende Stefanie Zorbach zur Begründung aus.

Deshalb biete sich die Planung eines neuen Bahnhaltepunkts im Bereich zwischen der Verlängerung der Gleiwitzer Straße und des Kinzigheimer Wegs an, zumal hier bereits eine Untertunnelung der Bahntrasse für Fußgänger und Radfahrer vorhanden ist. Ein weiterer Bahnhaltepunkt wurde auch bereits in einem Gutachten der IHK zur intensiveren Nutzung der Bahnstrecke Hanau – Friedberg aus den Frühjahr 2023 als sinnvolle Maßnahme zum Ausbau des ÖPNV genannt und im Arbeitskreis ÖPNV der Stadtverordnetenversammlung im Mai 2023 vorgestellt.

Bei dem möglicherweise bis zum Jahr 2050 reichenden Planungszeitraum des zukünftigen RegFNP sollten nach Meinung des BBB deshalb auch solche, sicherlich nicht kurzfristig umsetzbaren Ziele aufgegriffen werden. Die weitere BBB-Initiative will das vorgesehene Gewerbegebiet südlich der Dreispitzhalle nach Süden bis zum verrohrten, ost-westlich Verlauf des Krebsbachs zwischen Bahntrasse und B45  erweitern.

„Die aktuelle Planung dieses Gewerbegebiets sieht hier einen 'spitzen' Abschluss des Gebietes zwischen alter und neuer B45 vor. Dabei würde ein Bereich zwischen alter B45 und dem Bahndamm frei bleiben und von Süden her kommend quasi wie ein Loch in der Ansicht von Bebauung im Westen und dem Bahndamm wirken“, wünscht sich BBB-Vorsitzender Harald Hormel eine Begradigung der Bebauungsgrenze.

Der hier im Entwurf des RegFNP ausgewiesene Vorrang Hochwasserschutz ist für den BBB angesichts des Bahndamms hin zum offenen Verlauf des Krebsbaches hinter diesem Damm und dessen anschließender Verrohrung im südlichen Bereich nicht nachvollziehbar und sollte entsprechend geändert werden.


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