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Sa, Apr
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Rotary Club Hanau-Maintal unterstützt Hilfsprojekt in Uganda
Übergabe beim Misereor-Fastenessen in Bruchköbel: Bernhard Kutscher (von links), Moritz Bermel und Sohn Anton, Kurt Duchardt, Holger Weber-Stoppacher, Ralph Meister und Stefan Duchardt.
Ein starkes Zeichen für internationale Solidarität hat jetzt der Rotary Club Hanau-Maintal gesetzt: Präsident Holger Weber-Stoppacher übergab gemeinsam mit seinen rotarischen Freunden Prof. Dr. Bernhard Kutscher und Dr. Moritz Bermel stellvertretend für die die 41 Mitglieder des Clubs einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro an die KAB Bruchköbel.
Die Spende ist für ein nachhaltiges Schulbauprojekt im Südwesten Ugandas bestimmt. Konkret soll mit dem Geld der Bau einer Zisterne finanziert werden, die in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern an der St.Jude-Grundschule in der Gemeinde Katwe realisiert wird. Ziel des Projekts ist es, die Versorgung der Schulgemeinde mit sauberem Wasser langfristig zu sichern und zu verbessern und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und Lebensqualität vor Ort zu leisten.
Übergeben wurde der Spendenscheck im Rahmen des Misereor-Fastenessens in der Kirchengemeinde Erlöser der Welt in Bruchköbel an Kurt und Stefan Duchardt sowie Ralph Meister vom Uganda-Ausschuss der KAB Bruchköbel. Sie koordinieren die Weiterleitung der Mittel und begleiten das Projekt in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen in Uganda.
Acht Bildungseinrichtungen sind in den vergangenen knapp 30 Jahren mithilfe der Ortsgruppe der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung Bruchköbel und deren Partnern vor Ort in den Gemeinden Katimba, Mateete und Katwe im Südwesten Ugandas finanziert worden. Der Erweiterungsbau des aktuellen Projekts an der St.Jude-Grundschule ist fast fertiggestellt, es fehlt nur noch das Dach, berichtete Kurt Duchardt. Sein Sohn Stefan ergänzte: Das Geld reicht auch noch dafür, die bereits bestehenden Gebäude der Schule an die Zisterne anzuschließen. Das Wasserreservoir soll ein Fassungsvermögen von rund 30 Kubikmeter haben.
„Sauberes Wasser ist eine der grundlegendsten Voraussetzungen für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben. Mit unserer Spende möchten wir dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern“, erklärte Präsident Weber-Stoppacher bei der Übergabe. Die Vertreter der KAB Bruchköbel zeigten sich dankbar für die Unterstützung: Die Spende sei ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts und unterstreiche die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und bürgerschaftlichen Engagements, sagte Ralph Meister.
Der Bedarf an Schulen und Lehrern wächst, denn auch die Zahl der Kinder in Uganda nimmt zu. Jeder zweite Einwohner des Landes ist unter 15 Jahre alt. Und der Hunger auf Bildung sei groß, weil die Menschen wüssten, dass eine gute Ausbildung der Zugang zu einem besseren Leben ist, betonten die engagierten Mitglieder der KAB. Durch den neuen, von dem Hilfsprojekt ermöglichten Anbau können vier neue Klassen geschaffen werden, in der jeweils bis zu 100 Schüler unterrichtet werden.
Die KAB Bruchköbel und ihre Partner vor Ort finanzieren auch eine Reihe von wirtschaftlichen Projekten, beispielsweise sorgen sie für Ausbildungsplätze oder finanzieren die Anschaffung spezieller Ofen für die Brikettierung. Dadurch werden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern es wird auch die Abhängigkeit von Feuerholz reduziert. Auch wurden im Rahmen von Hilfsprojekten örtliche Sparvereine initiiert. Die KAB leiste mit ihren Partnern eine vorbildliche und nachhaltige Arbeit, lobten die Rotarier das Engagement des Uganda-Ausschusses, der sich selbst in regelmäßigen Abständen über die Fortschritte der Projekte vor Ort informiert.
Mit der Unterstützung bekräftigt der Rotary Club Hanau-Maintal einmal mehr sein Engagement, das sich nicht nur auf lokale Projekte beschränkt, sondern auch soziale Projekte über Ländergrenzen hinweg in den Blick nimmt.
Übergabe beim Misereor-Fastenessen in Bruchköbel: Bernhard Kutscher (von links), Moritz Bermel und Sohn Anton, Kurt Duchardt, Holger Weber-Stoppacher, Ralph Meister und Stefan Duchardt.