Ein weiterer Impulsabend verzeichnete eine hohe Resonanz. Im Namen des Missionsteams Bruchköbel konnte Joachim Rechholz circa 100 Besucher unter anderem aus Hanau, Maintal und natürlich Bruchköbel begrüßen.
Jeder Platz im Don-Bosco-Haus war belegt. Diesmal machte Kaplan Andreas Szumski einen Zeitsprung in die Zeit Jesu. Er startete mit den Lebensbedingungen. Die Menschen lebten überwiegend von der Landwirtschaft. Es war eine Zeit mit hoher sozialer Unzufriedenheit. Zu den römischen Besatzern herrschte ein angespanntes Verhältnis. Das jüdische Volk verstand sich als Eigentum Gottes und dies führte automatisch zu Spannungen mit den Römern. Andreas Szumski betrachtete dann die religiösen Gruppen zur Zeit Jesu. Die Besonderheiten der Samaritaner, Sadduzäer, der Hohe Rat, die Essener und Zeloten sowie Pharisäer, die Jesus am nächsten standen, wurden beleuchtet.
Nach einer kurzen Pause startete die Suche nach dem historischen Jesus. „Es ist eine Frage des Ansatzes zu welchem Ergebnis man kommt. Bewerte ich nur als historisch, was durch außerbiblische Belege gestützt wird oder wird alles historisch gewertet, was nicht durch außerbiblische Belege widerlegt wird“, so Andreas Szumski. Mehrere Herangehensweisen wurden von ihm aufgeführt. Hierzu gehörte die Tendenz-widrigkeit, die zu folgenden Aussagen führt: Was sich keiner freiwillig ausgedacht hätte, was den frühen Christen nicht in deren Tendenz passen konnte und dennoch in der Bibel zu finden ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit echt. Hierzu zählen zum Beispiel die Kreuzigung und die Verleugnung Jesu durch Petrus. Entscheidend sei die Unterscheidung zwischen Beweis und Wahrscheinlichkeit. Ein echter Beweis ist für Personen und Sachverhalte oftmals nur schwer zu finden, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit ergibt sich zu einem sehr hohen Prozentsatz bei den biblischen Berichten. Wichtig sei insbesondere die Grundaussage, dass Jesus Jude war und innerhalb dieses gemeinsamen Kontextes war er unterscheidbar.
In den letzten Jahrzehnten habe sich die Beurteilung hinsichtlich einer historischen Realität mehrfach geändert, obwohl die Quellenlage sich nur unwesentlich geändert habe. Heute sei es unstrittig, dass Jesus gelebt hat und am Kreuz hingerichtet wurde. Es gelte Gelassenheit zu bewahren, wenn in den Medien Spekulationen als Wissen verkauft werden. Wichtig sei, dass die ganze Bibel von Gott inspiriert ist. In letzter Konsequenz gilt: „Die Glaubensentscheidung bleibt! Es ist eine Frage des Vertrauens! Und vor dieser Entscheidung steht jeder Mensch – vor 2000 Jahren und auch heute“, so Kaplan Andreas Szumski herausfordernd zum Schluss seiner brillanten und aufbauenden Ausführungen, denen sich noch mehrere Gespräche in kleiner Runde anschlossen. Der offizielle Teil des Abends endete mit einem großen und herzlichen Dank sowie der Überreichung eines kleinen Präsentes.
Der nächste Impulsabend am 19. Juni 2026 wird der vorerst letzte Impuls mit Kaplan Andreas Szumski sein, da er zum August nach Hünfeld wechseln wird. Schon deshalb wird es ein besonderer Abend werden.




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