In den frühen Morgenstunden startete in Bruchköbel am 02. April 2016 eine Reisegruppe mit Senioren mit einem Reisebus der Firma Götten Reisen zu einer Flusskreuzfahrt auf der Rhône.
Es ging Richtung Frankreich, nach Avignon. Nach einer langen aber entspannten Fahrt kam die Gruppe am späten Nachmittag in Avignon an. Hier wartete bereits die „MS Mistral“, kein Ausflugsboot sondern ein schwimmendes Hotel mit gut ausgestatteten und geräumigen Kabinen, einem Sonnendeck, einem Restaurant, einer Bar und einem Salon. Kurz gesagt, alle Einrichtungen, die man für eine Genießerreise braucht. Bei einem Begrüßungscocktail stellte die Zahlmeisterin Florence ihre junge Mannschaft vor, danach ging es in den Speisesaal, wo die Crew bereits mit einem erlesenen Abendessen auf die Gäste wartete. Auf diesem Schiff blieben während der ganzen Fahrt keine Wünsche offen. Sauberkeit in den Kabinen wurde großgeschrieben. Mittags und abends wurde man mit einem 3-Gang Menü kulinarisch verwöhnt. Entspannen konnte man im Salon, morgens sogar mit Gymnastik, oder auch an der Bar. Fast alle Getränke waren während der ganzen Fahrt inklusive.
Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es am nächsten Morgen zu Fuß zu einer Führung im berühmten „Papstpalast“. Der größte gotische Palast in Europa war damals Festung und Residenz zugleich. Der Bau des Papstpalastes begann im Jahre 1334 und erfolgte Stück für Stück, immer wieder wurde er erweitert. Hier lebten fünf der sieben französischen Päpste und Gegenpäpste. Danach konnte man die Sehenswürdigkeiten von Avignon auf eigene Faust erkunden: die 4 km lange sehr gut erhaltene Stadtmauer, die aus dem Kinderlied bekannte Brücke „Saint Bénézet", auch „Pont d'Avignon" genannt und den zentralen Platz „Place d'Horloge". Am Nachmittag fuhr die Gruppe mit dem Bus zum kolossalen „Pont du Gard", die größte erhaltenen Aquäduktbrücke der Antike. Leider spielte hier das Wetter nicht mit und man konnte nur durch Regenschirme geschützt einen Blick auf die 49 Meter hohe und gut erhaltene, dreistöckige Aquäduktbrücke erhaschen, die sich elegant in die Landschaft schmiegt. Zurück an Bord konnte man nach dem Abendessen im Salon das Tanzbein schwingen.
Vor dem Frühstück hieß es endlich „Leinen los", und die „MS Mistral“ fuhr Richtung Viviers. Dort angekommen, startete die Reisegruppe nach dem Mittagessen zu einem Bus-Ausflug zu den berühmten Schluchten der Ardèche, einem einmaligen Naturerlebnis. Die Ardeche, ein Nebenfluss der Rhône, hat über Millionen von Jahren ihren hunderte Meter tiefen Verlauf in die Kalksteinfelsen gearbeitet und wird der Bezeichnung „Grand Canyon Europas" voll gerecht. Der bewölkte Himmel hinderte niemanden daran, schöne Erinnerungsfotos zu machen. An Bord zurückgekehrt wurde nach dem Abendessen im Salon eine tolle Show angeboten. Die Crew hatte fleißig geprobt, um den Gästen an diesem Abend ein lustiges Programm mit Tanzeinlagen bieten zu können. Es war ein tolles Erlebnis, die Gäste hatten sichtlich Spaß!
Das Schiff blieb bis in den Morgenstunden in Viviers und nahm dann Kurs auf Tain-l´Hermitage. Nach dem Mittagessen stand ein Ausflug in die römische Stadt Valence auf dem Programm. Auch an diesem Tag durfte man allerdings den Regenschirm nicht vergessen. Nach einem Bummel durch die Altstadt ging es zurück zum Schiff. Am späten Nachmittag fuhr das Schiff Richtung Lyon und im Restaurant fand ein festliches Gala-Dinner statt, gefolgt von fröhlichen Stunden bei Musik und Tanz im Salon.
Nach dem Frühstück hieß es am nächsten Tag Abschied nehmen von der „MS Mistral“ und ihrer Crew. Bevor die Gruppe mit dem Bus Richtung Heimat starten konnte, stand noch eine Stadtrundfahrt durch Lyon, die drittgrößte Stadt Frankreichs, auf dem Programm. Lyon bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt für seine Textilindustrie, ist heute noch eine der wichtigsten Seidenhandelsstädte der Welt. Es ging hinauf zum Hügel „Fouvière", vorbei an den römischen Theatern, wo heute noch große Veranstaltungen stattfinden, bis zur Basilika Notre Dame. Danach fuhr der Bus bis zum alten Stadtteil „Vieux Lyon“. Dort fand eine kurze Stadtführung durch die bekannten Hinterhöfe und Durchgänge, die sogenannten „Traboules“, statt.
Mit wunderschönen erlebnisreichen Eindrücken reiste die Gruppe mit dem Bus zurück nach Bruchköbel. Auf der Rückfahrt waren sich alle einig: Eine eindrucksvolle, wenn auch regenreiche Reise in unser schönes und vielseitiges Nachbarland Frankreich war viel zu schnell zu Ende gegangen.
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