Die Wohnungen und Reihenhäuser rund um den Willy-Brand-Ring, der Ludwig-Erhard-Straße und des Annemarie-Renger-Weges werden mehr und mehr mit Leben erfüllt.



Viele Wohnungseigentümer und Mieter sind eingezogen und richten sich in der „Neuen Mitte“ ein. Manche von ihnen konnten diesen Sommer schon auf den Terrassen und in den Gartenanlagen genießen. Davon schwärmt das Ehepaar Alexander. Es bewohnt eine 100-qm-Eigentumswohnung im 3. Stock mit Blick auf den künftigen Bürgerpark. Nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll er angelegt und innerhalb mehrerer Jahre verwirklicht werden.
Bei einem Hausbesuch wird der Ausblick von den beiden Terrassen vorgeführt. Dass auf der Südseite noch gebaut wird, stört das Rentner-Ehepaar gar nicht. „Das ist doch das Leben“, so Evelyn Alexander. Sie weist den Betrachter lieber auf die „fantastische Aussicht“ auf die grüne Bergkette des nahegelegenen Spessarts im Süden hin. Auf einer zweiten Terrasse blicken die beiden auf die brachliegende Grünanlage des ehemaligen Fußball-Trainingszentrums. „Ich habe hier früher als Dreißigjähriger schon Fußball und Handball gespielt“, erzählt Klaus Alexander. Jetzt aber geht er die paar Schritte zum benachbarten Tennisverein, wo er beim Spiel und in der Vereinsgaststätte viele alte Bekannte wiedertrifft. Bevor die Alexanders hierher in die Neue Mitte gezogen sind, lebten sie 13 Jahre in Berlin, wo sie auch aufgewachsen sind.
Bereits in den 70er Jahren zog es den Einzelhandelskaufmann berufsbedingt ins Rhein-Main-Gebiet. Ihre drei Kinder zog das Ehepaar in den 80er Jahren in der Nachbargemeinde Neuberg auf. Bis sie 2006 ohne die Kinder wieder zurück nach Berlin gingen. „Damals war es sehr laut hier wegen der Hubschrauber und es war gar nix los“, so das Ehepaar. Ihre Kinder und Enkelkinder waren es, die sie wieder hierher gelockt haben: „Wir waren, um die Familie zu sehen, ja nur noch unterwegs“. Und weil die neue Wohnung über jeglichen Komfort mit Tiefgarage, vielen Stellplätzen, Aufzug und eben der tollen Aussicht verfüge, hätten sie sich zur Rückkehr nach Hessen entschieden. „Das war wie nach Hause kommen“. Klaus A. trifft hier immer wieder auf „alte Sportkumpels“ und Evelyn genießt es, Lebensmittel von den umliegenden Bauernhöfen zu kaufen. Auch die Infrastruktur und das Gelände am Fliegerhorst habe sich in den vergangenen Jahren zum Positiven entwickelt, lobt das Ehepaar. So gebe es genügend Ärzte und Apotheken, viele Supermärkte, man kann schnell zum Rehasport. Und auch die Anbindung an den Hanauer HBF mit Bus-Haltestelle vor der Tür, sei genial.
Die TSGE ist für sie zudem eine „zentrale Integrationskraft“, die sich jahrzehntelang sehr positiv auf das Zusammenleben in Erlensee auswirkt. Was fehlt sei ein gemütliches Café oder Bistro als Treffpunkt für alle Mitbürger. Mit den Nachbarn sei im Gespräch, ein Straßenfest oder Quartiersfest zu organisieren.
Planungsentwurf
Der neue Bürgerpark soll mit einer attraktiven Weggestaltung mit wassergebundener Decke ausgestaltet werden. Außerdem soll es Trimmgeräte für alle Generationen, eine Boulebahn, einen Soccercourt mit Ballfangzaun und Bande, eine eingezäunte Freilaufwiese für Hunde, Liegen und Sandstein-Sitzformationen, Sand- und Bewegungs-Spielgeräte sowie Spielhäuser für Kinder geben.
Fotos: Wohnen in der Neuen Mitte mit Blick auf den künftigen Bürgerpark. Evelyn und Klaus Alexander wohnen seit einigen Monaten in der dritten Etage. Sie freuen sich auf eine Aufwertung der fußläufigen Grünanlagen, dem ehemaligen Fußballvereinsgelände. Eine neue Skateranlage wird am Mittwoch eingebaut. Die Skizze zeigt den Planungsentwurf der Architektin.
Fotos: Petra Behr
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