Freiwillige Feuerwehr: Ehrungen und Beförderungen

Erlensee
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Ende Juni wurden die Ehrungen und Beförderungen verdienter Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee in einem ehrwürdigen Rahmen durchgeführt.

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Erstmalig war die Alte Wasserburg Ort des Ehrungs- und Beförderungsabends. Dank niedriger Inzidenzen war es die erste Veranstaltung dieser Art in „Präsenzform“. Stadtbrandinspektor Björn Winterhalter konnte zu der Veranstaltung Landrat Thorsten Stolz (SPD), Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski (SPD), Bürgermeister Stefan Erb (SPD), Christian Hinrichs (stellvertretender Kreisbrandinspektor), Swen Rakete (Regionalbetreuer der Jugendfeuerwehr Hanau-Land) sowie Ordnungsamtsleiter Marc Schilling als Ehrengäste begrüßen. Björn Winterhalter sprach allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sein großes Dankeschön für ihren ehrenamtlichen Dienst aus und freute sich, dass die Ehrungen und Beförderungen wieder in dieser Präsenzform stattfinden können. Die Jahreshauptversammlung wurde aufgrund der im Frühjahr noch geltenden strengeren Corona-Regeln online veranstaltet.

Landrat Thorsten Stolz betonte in seinem Grußwort, dass „es guttut, sich wieder persönlich zu sehen“. Er sprach den Anwesenden seinen Dank und Anerkennung nicht nur für die vielen geleisteten ehrenamtlichen Arbeitsstunden aus, sondern auch für das Durchhaltevermögen während der Corona-Krise, in der Übungen und Weiterbildungen nur online stattfinden konnten und es bestimmt nicht immer einfach war, alle zu motivieren. „Ich freue mich, dass alle bei der Stange geblieben sind“, so Landrat Stolz, der zudem noch darauf hinwies, insbesondere auch dafür Sorge zu tragen, dass bei den vielen Neubürgern von Erlensee um die Belange der Freiwilligen Feuerwehr geworben werde. Gerade deren Kinder könnten sich bei der Jugendfeuerwehr in ihrem neuen Lebensumfeld entfalten und ihren neuen Wohnort kennenlernen. Außerdem stärke man damit das Verständnis in den Familien, dass es in Erlensee keine Berufsfeuerwehr gibt, sondern hier ausschließlich freiwillige Feuerwehrleute aktiv sind.

Bürgermeister Stefan Erb lobte ebenfalls das professionelle und ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Feuerwehrleute, die Tag und Nacht bereitstünden, den Bürgerinnen und Bürgern zu helfen. Dies habe sich nicht zuletzt vor einigen Monaten bei der Hochwasserlage und jetzt wieder vor kurzem beim Unwetter gezeigt, wo die Feuerwehr zu mehr als 30 Einsätzen gerufen wurde, um Keller auszupumpen. Dass es dabei auch zu einem negativen Erlebnis für die Einsatzkräfte kam, zeige, dass man sich zunehmend mit dem Thema Aggression gegen Einsatzkräfte auseinandersetzen müsse. Wie der Bürgermeister berichtete, war es bei einem Einsatz zu üblen Beschimpfungen und Drohungen gegenüber den Wehrleuten gekommen, in deren Folge auch die Polizei alarmiert werden musste. „So etwas ist absolut nicht hinnehmbar“, wie der Bürgermeister betonte. Dies seien zwar Einzelfälle, dennoch dürfe man nicht die Augen vor einer solchen Entwicklung verschließen. Denn das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr könne man nicht hoch genug bewerten, was sich auch wieder darin gezeigt habe, dass selbst die am nächsten Tag bevorstehende eigene Hochzeit kein Hindernisgrund für einen Feuerwehrmann war, in der Nacht die Unwettereinsätze abzuarbeiten.

Beeindruckt von der Professionalität der Einsatzkräfte zeigte sich Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski in seinem Grußwort, der beim Hochwassereinsatz in Rückingen vor Ort war und sich über das Einsatzgeschehen informierte. Er zitierte hierzu auch einen Bürger, der als Betroffener staunend den Einsatz verfolgte und voll des Lobes war. Laskowski betonte, dass es in der Stadt Erlensee üblich sei, die Überreichung der Anerkennungsprämien des Landes Hessen im Rahmen einer Stadtverordnetenversammlung zu vollziehen, um die Arbeit der Einsatzkräfte auch öffentlich entsprechend zu würdigen, was aber aufgrund der Pandemie nicht möglich war. Umso mehr freue er sich, dass es der gewählte Rahmen in der Wasserburg nun möglich mache, die Prämienüberreichung gemeinsam mit den Ehrungen und Beförderungen durchzuführen. Bürgermeister Stefan Erb ernannte Christian Franz zum stellvertretenden Wehrführer der Stadtteilfeuerwehr Erlensee-Rückingen. Auf der vor einigen Monaten stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Rückinger Einsatzabteilung wurde dieser in seinem Amt bestätigt.

Mit Florians-Medaillen geehrt wurden: Rolf Schallmayer, Heiko Strehl und Julius Führ (Bronze), Matthias Lempert, Selina Euler und Mike Utzmann (Silber).

Beförderungen: Dennis Jörger wurde vom Feuerwehrmann-Anwärter zum Feuerwehrmann befördert. Vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Ismail Aydin. Vom Dienstgrad Feuerwehrfrau zur Oberfeuerwehrfrau wurden Julia Schumacher und Jasmin Scherer befördert. Vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann befördert wurden Dominik Euler und Julius Führ. Vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister wurde Mike Utzmann befördert. Vom Oberbrandmeister zum Hauptbrandmeister wurde Sebastian Herchenröther befördert.

Anerkennungsprämien erhielten: Tobias Renker (10 Jahre) und Klaus Lawrenz (40 Jahre)
Mit Brandschutzehrenzeichen geehrt wurden: Das Silberne Brandschutzehrenabzeichen, für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, erhielt Julia Arndt
Das Goldenes Brandschutzehrenabzeichen, für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Markus Kunkel, Thomas Wacker und Rainer Sperlich

Bei einem anschließenden kurzen Beisammensein war mehrfach deutlich zu vernehmen, wie sehr das schöne Ambiente der Wasserburg dieser Veranstaltung den passenden würdigen Rahmen verleiht.

Foto: Die Freiwillige Feuerwehr feierte ihren Ehrungs- und Beförderungsabend im historischen Ambiente der Alten Wasserburg. Die anwesenden Geehrten und Beförderten mit (v.l.) Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski, Bürgermeister Stefan Erb, Landrat Thorsten Stolz, stellvertretendem Kreisbrandinspektor Christian Hinrichs (5. v.r.), dem Regionalbetreuer der Jugendfeuerwehr Hanau-Land Swen Rakete (4. v.r.) und Ordnungsamtsleiter Marc Schilling (2. v.r.) sowie dem stellvertretenden Wehrführer der Einsatzabteilung Rückingen, Christian Franz (4. v.l.) und Stadtbrandinspektor Björn Winterhalter (rechts). Foto: Petra Behr

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