Fahrrad-Abstell-Check in Erlensee zeigt erste Ergebnisse

Erlensee
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„Im Lidl kann man jetzt auch gut per Rad einkaufen....“ ist die Meinung einiger Mitglieder der „Initiative Erlensee fährt Rad“.

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Sie kümmern sich um die Qualität der Fahrradabstellplätze, z. B.  vor den Erlenseer Märkten. Aufgrund von ihrer Aktivität und nach einem Schreiben an die Geschäftsleitung hat die LIDL-Filiale in der Dieselstraße sofort reagiert und 12 zusätzliche Fahrradständer aufstellen lassen. Diese sind hervorragend geeignet, um auch teure (E-)Bikes sicher anschließen zu können.

In den vergangenen Wochen haben die  Mitglieder der Initiative bei über 60 Stellen in Erlensee – Handel und Märkte, Arztpraxen, Gaststätten, öffentliche Einrichtungen – einmal nachgeprüft, wie gut die Kunden ihre Fahrräder dort abstellen und vor allem anschließen können. Die Ergebnisse sind ernüchternd und enttäuschend.  Denn die Attraktivität des Fahrrades als Verkehrsmittel, gerade ein unserer sehr flachen Kleinstadt, mit kurzen Distanzen zwischen Wohnen und Einkaufen, wird auch durch das Vorhandensein von geeigneten Abstellmöglichkeiten beeinflusst. Diese sind weitgehend kaum vorhanden.  Das Ergebnis des „Checks“ ist in  Kurzform auf der website der Initiative zu sehen www.Rad-Erlensee.de.

Die Initiative ist der Meinung, dass Radfahren in Erlensee populärer würde, wenn man sein Rad vor einem Laden schnell und einfach abschließen kann. Denn niemand will sein geliebtes Rad nach Rückkehr aus einem Laden oder z.B. vom Friedhof vermissen. Dazu braucht es Abstellanlagen in genügender Anzahl, von guter Qualität und in direkter Nähe vom Eingang. Nach diesen Kriterien wurden nun alle Abstellplätze in Erlensee genau gecheckt und benotet. Das Ergebnis ist niederschmetternd:  Von über 60 geprüften Stellen waren nur dreie perfekt ausgerüstet:  Die Fallbachhalle, die Georg-Büchner-Schule und  ALDI. Dort können viele Räder an großen stabilen Metallbögen leicht angeschlossen werden. Bei fast allen anderen Geschäften, Gaststätten, Arztpraxen usw. sind oft gar keine, oder nur sehr wenige und vor allem viel zu kleine und zu enge Radabsteller vorhanden. Oft sind sie zudem in schlechtem Zustand oder, halb versteckt, kaum zu finden, von Autos zugeparkt oder weit ab vom Eingang. Oft sie nur für Kinderräder geeignet oder so eng beieinander, dass in 8 Halterungen nur maximal 3 Räder passen.  

Auf der Homepage der Initiative ist dargestellt, wie einfach gute Absteller aussehen können, und in einer Liste ist die Kurzfassung des Abstell-Checks in Erlensee veröffentlicht. Die „Initiative Erlensee fährt Rad“ ist nun dabei, alle Geschäftsinhaber*innen und Verantwortlichen nach und nach direkt anzusprechen und sie um Behebung dieses Missstandes zu bitten.  Einer hat sofort reagiert, siehe oben, ein anderer  bekannter Markt hat eine Verbesserung der Abstellmöglichkeit zugesagt. Denn wie so oft - um die Problematik mal an nur einem Beispiel zu zeigen - gab es zwar schon eine Reihe von Abstellplätzen, über die Hälfte war aber nicht benutzbar, wenn auf dem direkt angrenzenden Parkplatz für Behinderte ein Auto stand. Dies soll nun geändert werden. Die  Initiative will nun solchen Geschäften, die vorbildliche Abstellplätze schaffen, der Bevölkerung bekannt machen und sie mit einer Auszeichnung versehen, etwa „Hier lässt es sich mit Rad gut einkaufen“. Dass man beim Einkauf auch noch etwas für die Klimaverbesserung und die persönliche Fitness tun kann, ist eine so schöne Sache, dass die Gewerbetreibenden das gerne fördern werden, ist die Meinung der „Initiative Erlensee fährt Rad“. 

Foto: Marktleiter Acar (re.) mit Initiative-Mitglied Hardy Däumer vor den 12 neuen Radständern, die schon am frühen Morgen stark frequentiert werden.

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