Von Motopädie bis zur Boule-Bahn: Bewegungsräume für alle Generationen

Erlensee
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Wie wichtig regelmäßige, körperliche Bewegung für die persönliche Fitness ist, das hat die Pandemie uns sehr deutlich gemacht.

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Nach drei Lockdowns zieht es viele Menschen vermehrt raus aus den eigenen vier Wänden. Das hat auch die starke Nachfrage zur Wiedereröffnung des Hallenbades gezeigt, das pandemiebedingt acht Monate lang geschlossen war. Die Stadt bietet neben dem Hallenbad mit vielen Kursen aber noch weitere, vielfältige Bewegungsräume, so wie es der aktuelle Sportentwicklungsplan des MKK auch empfiehlt.

Der Grundstein für eine gute körperliche Entwicklung wird bereits im Kindesalter gelegt. Hier deckt die Analyse im Sportentwicklungsplan ein Defizit bei der Bewegungsförderung in Kitas auf. Motorisch schwach entwickelte Kinder bräuchten mehr Unterstützung in der Körperwahrnehmung durch spezielle Förderprogramme. Als Handlungsempfehlung werden freiwillige Module zur „Bewegungserziehung“ und eine Zusatzqualifikation der Erzieher*innen empfohlen. „Jedes Kind im Main-Kinzig-Kreis soll nach Abschluss der Grundschule schwimmen können“, heißt eine weitere Zielsetzung aus dem Sportentwicklungsplan.

Die Stadt Erlensee hat sich am Festhalten eines Hallenbades bereits seit Jahren positioniert. Ebenso, indem sie sich eine qualifizierte, freigestellte Fachkraft für alle Kindertagesstätten leistet. Motopädagogin Ellen Krause arbeitet seit fast zwei Jahren bereits bedarfsorientiert mit den Kindern in Kleingruppen. „Der Sport- und Entwicklungsplan bestätigt uns, dass wir durch ein nachhaltiges Planungskonzept mit vielfältigen Bewegungsräumen und dem Betreiben eines Hallenbades richtig liegen. Die Förderung der Motorik bei Kindern trägt maßgeblich dazu bei, dass Kinder ihre Potenziale ihrem Alter entsprechend entfalten können.“, sagt Bürgermeister Stefan Erb (SPD).

Schaukeln, wippen oder Klettern – auf den vielen Spielplätzen im Stadtgebiet ist das grundsätzlich immer für Kinder möglich. Die Anlagen werden regelmäßig kontrolliert und saniert. Jugendlichen stehen Bikepark und Skaterbahn oder der Bolzplatz zur Verfügung. Erwachsene gehen Schwimmen, sporteln in den Vereinen, verabreden sich zum Joggen oder einer Radtour ins Grüne. Auch die Fitness-Geräte am Römerspielplatz und seit Neuestem auch im Limespark können genutzt werden. Hier trifft man sich auch zum Boule spielen. Auf öffentlichen Sport- und Bolzplätzen wird dazu eingeladen, wieder in Bewegung zu kommen. Auf Rad- und Wanderwegen kann die Umgebung erkundet werden. „Sportgelegenheiten übernehmen eine wichtige Versorgungsfunktion für die sportlich aktive Bevölkerung“, heißt es im aktuellen Sportentwicklungsplan für den Main-Kinzig-Kreis. Mittels Umfragen und Analysen werden darin Ziele und Empfehlungen für eine nachhaltige Weiterentwicklung von Sport und Bewegung in Kommunen formuliert.

Hintergrund: Sport und Bewegung entwickeln sich seit Jahren dynamisch und weisen sehr viele unterschiedliche Facetten auf, die die Städte, Gemeinden und Landkreise vor immer neue Herausforderungen stellen und es notwendig machen, sich planerisch intensiv mit dem System „Sport“ auseinanderzusetzen. Diese Aufgabe wird mit der kreisweiten Sportentwicklungsplanung für den Main-Kinzig-Kreis aufgegriffen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Prioritäten im Bereich von Sport und Bewegung aus Sicht des Landkreises gesetzt werden müssen, um auch mittel- bis langfristig den Schulen, den Sportvereinen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives sportliches Angebot unterbreiten zu können. Methodisch orientiert sich die Sportentwicklungsplanung – auf der Basis umfangreicher empirischer Analysen – an einem kooperativen und beteiligungsorientierten Ansatz, der sich an den im Memorandum zur kommunalen Sportentwicklungsplanung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft formulierten Standards orientiert.

Foto: Im Frühjahr hat die Stadt Erlensee ihr Bewegungsangebot erweitert: Im Limespark ist eine Boule-Bahn gleich neben den Fitnessgeräten angelegt worden. Foto: Petra Behr

Foto: Ellen Krause (vorne i.d. Mitte) fördert die Beweglichkeit von Kindern als qualifizierte Fachkraft in allen KiTas. Archivbild: Petra Behr

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